26.10.09 12:12
Schweizer Erfolgs-Firma Studer soll nach England ausgelagert werden
Die Schweizer Erfolgs-Firma im Bereich High-Tech-Studioeinrichtungen Studer Regensdorf beliefert mehr als 1400 Aufnahmestudios sowie Radio- und TV-Studios in über 90 Ländern auf der Welt mit maßgeschneiderten Produkten. Selbst im Krisenjahr 2008/09 erzielte das Unternehmen Insidern zufolge einen ansehnlichen Gewinn. Doch nun geht die Schweizer Belegschaft auf die Barrikaden, denn der Schweizer Standort soll nach und nach ausgelagert werden – erst nach England und im zweiten Schritt nach Fernost.
Es stellt sich nun unausweichlich die Frage, warum eine Schweizer Firma ausgerechnet nach England ausgelagert werden soll. Die Schweizer Gewerkschaft Unia gibt Harman International (Connecticut) die Schuld. Harman kaufte 1994 Studer. Die direkt verantwortlichen Harman-Manager gehören dem kleineren, englischen Mischpultproduzenten „Soundcraft“ an, welche innerhalb des Konzerns, zusammen mit Studer, die Reporting-Einheit „Mixer Group“ bilden.
Studer und Unia werfen dem Soundcraft-Management nun vor, die eigene Haut retten zu wollen, indem sie Studer nach und nach aus der Schweiz nach England verlagern und so Zugriff auf die großen Vermögenswerte der Schweizer Firma erhalten. Für den Kunden selbst wären diese Machenschaften vielleicht noch kein hinreichender Grund um sich selbst im Nachteil zu sehen.
Studer hat schon einige namhafte Kunden hinter sich stehen und mobilisiert auch im Internet. Unter http://www.facebook.com/group.php?gid=172502908746&ref=ts und
http://www.unia.ch/Solidaritaetseintrag.3872.0.html können Sie ihre Solidarität mit dem Unternehmen bekunden und weitere Informationsquellen zu dem Thema ausfindig machen.
Dina Dervisevic, 26.10.09 12:12
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