Dichtestmögliche Packung edelster Einzelteile: Der Luxman L 509u für 8000 Euro.


Wie es sich für einen Lux schon vor einem Vierteljahrhundert gehörte, tritt auch der L 509u mit Komplettausstattung an: So etwa mit einem ordentlichen Phonoteil, das nicht nur Moving-Magnet-Tonabnehmern dient, sondern sich sogar für die leiseren und dafür im Frequenzgang unkritischeren Moving-Coil-Systeme sensibilisieren lässt. Klangregler gehören ebenso zum Inventar wie eine Tape-Monitor-Schleife für Hinterband-Aufnahmekontrolle.

Selbstredend nimmt der L 509u über XLR-Kontakter auch symmetrische Ankömmlinge an. Dank Eingangs-ICs mit gleichartigen Steuerelektroden für Plus und Minus bleibt die Balance auf dem Anschlusskabel bestehen. Damit gelingt bei der Umformung der Musik Gegentakt- zu Einpol-Signalen eine umso bessere Unterdrückung von etwaigen gleichtaktigen Einstreuungen.

Auf jeden Fall dürfen sich die Musikschwingungen nach dem Passieren der Goldkontakt-Kapselrelais der Eingangswahl auf eine selten vornehme Lautstärke-Einstellung freuen, die wohl das edelste Potentiometer dieser Galaxis übernimmt, das ganz große und ganz teure Alps-Potentiometer mit Massivmessing-Korpus.

Sodann müssen sie im weiteren Verlauf nicht etwa eine Naturklang gefährdende Überalles-Gegenkopplung fürchten. Um sie zu vermeiden, hat sich Luxman jeweils für die Ein- und die Ausgangsstufe kurzzügige Korrekturschleifen ausgedacht, die nicht das gesamte Signal ­zurückführen, sondern – dabei ermitteln Extra-Verstärker die Differenz zwischen Ist und Soll – nur mit den den Signalabweichungen arbeiten.

Um Leistung müssen sie ebenfalls nicht bangen: Ein Kawentsmann von Netztrafo und eine ganze Reihe dicker Speicherelkos halten die sechs auf massiven Kühlkörpern sitzenden Endtransistoren jedes Kanals bestimmt gut im Futter. Treiber, Vorstufe und Kontrollelektronik greifen auf eigene Trafowicklungen zurück.

Alles gut, alles beruhigend, schließlich darf sich der HiFi-Fan noch an feinen Spezereien erfreuen: Etwa an der Tatsache, dass Luxman die Platinenbahnen des L 509u vergoldete. Oder ganz einfach daran, dass die beiden in dB geeichten Anzeigeinstrumente auf der Front so schön im Takt der Musik vor sich hin zuckeln.

Was sie im Hörtest  auch ausgiebig taten. Der Luxman liebt es klanglich saftig, schöpft gern und locker aus dem Vollen. Der Verstärker mit dem superben Innenaufbau ließ sich bei fordernden Bassattacken von seinen beiden Gegnern nicht die Butter vom Brot nehmen. Satter als der GamuT und präziser als der McIntosh hämmerte er die Beats des „Tuva Rap“ via Thiel CS 3.7 in den stereoplay-Hörraum. Das gelang sogar viel teureren Vor/Endverstärker-Kombis kaum überzeugender. Im Präsenzbereich allerdings erlaubte er sich eine kleine Nachlässigkeit: Die Stimme von Marianne Mellnäs („Julsang“) wirkte wunderschön rund und geschlossen, war aber nach oben raus nicht völlig frei.

Phantastisch aber, wie der Lux dann nach ganz oben hinaus zu strahlen vermochte, wie er quasi frisch ­polierte Schlagzeugbecken ewig lang ausklingen ließ. Toll, wie er bei „Jazz At The Pawnshop“ nicht nur die Musik, sondern auch die begeisterte Stimmung in dem Jazzkeller reanimierte.Alles wie im richtigen Leben: Ein größeres Kompliment kann ein Verstärker nicht kriegen.

Holger Biermann, Johannes Maier 15.03.2008

Was sind das für grüne Links? Informationen zur Werbeform InText

Für diese Aktion müssen Sie angemeldet sein. Zur Anmeldung.

Produkt versenden

Sie können folgende URL: einfach per Copy & Paste versenden oder unten im Eingabefeld eine E-Mail Adresse angeben um den Link dorthin zu versenden.

E-Mail-Adresse des Empfängers:*
Ihre E-Mail-Adresse:*
Mitteilung an den Empfänger (optional):
 

Für diese Aktion müssen Sie angemeldet sein. Zur Anmeldung.

Artikel versenden

Sie können folgende URL: einfach per Copy & Paste versenden oder unten im Eingabefeld eine E-Maildresse angeben um den Link dorthin zu versenden.

E-Mail-Adresse des Empfängers:*
Ihre E-Mail-Adresse:*
Mitteilung an den Empfänger (optional):
 

stereoplay Rang & Namen

Suche im Bereich

Preisbereich


Bestenliste

Nordost Valhalla LS

überragend (20 Punkte)

Kimber Kable KS 3035

sehr gut (18 Punkte)

Kimber Kable KS 3033

sehr gut (17 Punkte)

Fadel Art Aphrodite SC Duo

sehr gut (16 Punkte)

MIT AVt MA LS

sehr gut (15 Punkte)

Fadel Art Greylitz Mk II

gut - sehr gut (11 Punkte)

Goldkabel Highline Speaker Bi-Wire

gut - sehr gut (11 Punkte)

Kimber Kable 12 TC All Clear

gut - sehr gut (11 Punkte)

in-akustik Kabel (fr black&white LS 1302

gut (10 Punkte)

Kimber Kable 12 TC

gut (10 Punkte)

Alle Produkte anzeigen Top Ten anzeigen

CD Empfehlung

Fat Freddys Drop

Aotearoa – das Land der langen weißen Wolke: So nennen die neuseeländischen Ureinwohner ihre Heimat. Und eine lange... mehr >

The Rolling Stones

Die Beatles kommen erst später dran mehr >

Diskutieren Sie mit im Forum

stereoplay am Kiosk

Top-Themen aus dem Heft