Benchmark DAC 1 Pre
Geniale Idee: Mit dem DAC 1 Pre (1700 Euro) bietet Benchmark Media Systems einen D/A-Wandler mit integrierter Vorstufe an, der neben fünf Digitalanschlüssen sogar einen analogen Eingang mitbringt.
Foto: Jan WinklerHinter den XLR-Ausgängen sitzen Trimmpotentiometer und Reiter zur Pegelfein- und -grobvoreinstellung. Der Analogeingang ist direkt mit den Vorverstärker-ICs verbunden.
Von dem Wandler und dem mit OPs aufgebauten Vorverstärker profitieren letztendlich auch die vom PC zugespielten Musikfiles. Über USB verarbeitet der DAC 1 Pre Daten mit maximal 96 kHz Samplingfrequenz, an den SPDIF-Eingängen dürfen bis 192 kHz anliegen. Eine Besonderheit: Ohne externe Treiberhilfe kommt der USB-Port mit Windows- und Macintosh-Rechnern klar.
Wie wichtig aber ASIO-Treiber für hochwertige Wiedergabe sind, demonstrierte der DAC 1 Pre eindrucksvoll im stereoplay-Hörraum. Mit 48-kHz-16-Bit-Musik gefüttert (also genau dem Format, in das Windows resampelt), klang er mit Asio4All deutlich plastischer als mit dem bordeigenen USB-Treiber.
Mit Asio4All war es schon ein Hochgenuss, wie der Benchmark solo im „Calibrated Mode“ die Töne von High-Resolution-Downloads aufpolierte, wie akkurat er Raumarchitekturen nachzeichnete.
Von CDs ausgesteuert, spielte der DAC etwa auf dem Niveau des Aqvox. Der zeichnete die weitwinkeligeren Klanglandschaften, der Benchmark spielte markanter und mit mehr Wucht auf. Über seinen Vorverstärker, der zum 53-Punkte-Höhenflug ansetzte, ging zudem kaum Atmosphäre verloren.
Hans-Ulrich Fessler 29.08.2008
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