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stereoplay Holger Biermann


Holger Biermann | Profil | Kontakt

2. Februar 2011
Room-Service: Die optimale Lautsprecher-Position Bild vergrößern 937 813 http://img2.magnus.de/Raumrechen-Service-r937x812-C-eea616d1-34068914.jpg © shutterstock
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Room-Service

Die optimale Lautsprecher-Position

Der RaumRechenService von Dr. Jörg Hunecke ist die einfachste Art, die optimale Boxenposition im Raum zu finden. stereoplay stellt die neueste ­Version jetzt exklusiv bereit.

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Die Messdaten aus dem stereoplay-Labor unterstreichen es: Der größte Teil der angeboteten HiFi-Lautsprecher ist für eine freie Aufstellung konzipiert. Doch die ­Realität sieht oft anders aus: Man stellt die Boxen dorthin, wo es am besten aussieht – oder wo eben Platz ist. Sei es aus Sachzwängen oder aus (verständlicher) Unkenntnis: Über 90 Prozent der Schallwandler stehen falsch. Bitter, welches Potenzial da verschenkt wird.

Die Nachhallkurve (blau) sollte im schwarrzen Korridor liegen. Absorber verbessern den Nachhall.
Bild vergrößern 399 357 http://img4.magnus.de/Die-Nachhallkurve-blau-sollte-im-schwarrzen-Korridor-liegen-Absorber-verbessern-den-Nachhall--r399x357-C-cbbc2f39-42857101.jpg Die Nachhallkurve (blau) sollte im schwarrzen Korridor liegen. Absorber verbessern den Nachhall.

Die Nachhallkurve (blau) sollte im schwarrzen Korridor liegen. Absorber verbessern den Nachhall.

Aber das muss nicht so bleiben. Mit dem ausgeklügelten RaumRechenService, der jetzt auf der stereoplay-Website zugänglich ist, können Sie spielend leicht den Bereich unterhalb 250 Hertz optimieren – und damit fast alle Dröhnfrequenzen reduzieren. Wer den RRS schon kennt, kommt über den LINK direkt zum Raumakustik-Rechner. Alle ­anderen sollten zum besseren Verständnis die Funktionsweise des Rechners auf den kommenden Seiten studieren.

Wie funktioniert‘s?

Der RRS basiert auf einem ausgeklügelten Akustikprogramm und der reinen Physiklehre. Die Akustik eines jeden Raums ist zwar äußerst eigen und komplex, aber dennoch exakt mit hinreichender Genauigkeit berechenbar. Dazu sind verschiedene Angaben nötig. Im oberen Teil des Rechners wird die Nachhallzeit Ihres Hörraums berechnet. Sie ergibt sich aus der Bauweise, den Abmessungen und der Einrichtung des Raums. Diese wichtigen Eckdaten geben Sie auf den vorgesehenen rechten Feldern selbst ein. Das alles ist im Grunde selbsterklärend.

Nur rechteckige Räume!


An dieser Stelle muss gesagt werden, dass der RRS Sonderbauformen wie Rundungen oder Schrägen nicht simulieren kann. Diese Raumformen verlangen eine erheblich höhere Rechenleistung; nicht umsonst ist das aufwendige CARA-Programm von ETS zum Teil stundenlang mit solchen Projektberechnungen beschäftigt. Für rechteckige Zimmer hingegen funktioniert der RRS umso besser. Auf Basis der Nachhallzeit wird im unteren Teil des Rechners der Frequenzgang des ausgewählten Lautsprechers an der Hörposition bestimmt. Die ­Boxendaten stammen aus dem Messlabor von stereoplay.

Was simuliert der RRS?

Der RRS erlaubt, bis zu fünf Lautsprecher (Surround-Anwendung) und drei Subwoofer im Raum zu simulieren. Der dargestellte Frequenzgang gilt aber immer nur für einen Lautsprecher. Dieser dann “aktive” Lautsprecher ist in der Grundriss- und Ansichtszeichnung des Raums dunkelgrau dargestellt. Sie können die Lautsprecher- oder auch die Hörplatzposition ändern. Dafür klicken Sie bitte mit der Maus auf das entsprechende Symbol und bewegen es dann mit den Cursortasten oder der Maus. Sie werden feststellen, dass zum Teil schon ein Cursor-Klick (bedeutet 5 Zentimeter) erhebliche Frequenzgangunterschiede bewirken kann. Das Verschieben des ­Hörplatzes wirkt sich übrigens genauso deutlich aus. In der ­Simulation sieht man den Hörraum von oben und darunter von der Seite. In der Seiten­ansicht kann man Boxenposi­tion und Hörplatz in der Höhe verändern.

Was ist das Ziel?

Ein möglichst glatter Frequenzgang. Die glatten Verläufe, die stereoplay im schalltoten Messraum ermittelt hat (rote Kurve), werden Sie – sorry, das verhindert die Physik – in Ihrem Hörraum nie erreichen. Aber je näher Sie diesem Ideal kommen, je glatter also der Frequenzgang ist, desto ausgewogener klingt die Box in Ihrem Raum. Der Rechner ermittelt den Frequenzgang des ausgewählten Lautsprechers in dem von Ihnen eingegebenen speziellen Raum an einer Stelle. Um es Ihnen leichter zu machen (vielleicht auch, um den besten Kompromiss darzustellen), bewertet der RRS jede Stelle im Raum durch eine Farbkennung. Hier gilt: 1.) Rot geht gar nicht, und 2.) je grüner desto besser. Sie werden feststellen, dass für einen ­sauberen Frequenzgang die meisten Boxen möglichst frei im Raum stehen sollten.

Subwoofern ...

... widmet sich der RRS besonders intensiv. Damit man sie mit der passenden Seite an eine Wand stellen kann, ermöglicht der RRS, sie am Aufstellungsort zu drehen. Dazu den Woofer anklicken, anschließend die ­Taste mit dem Buchstaben R drücken – der Subwoofer dreht sich dann um 45 Grad rechtsherum; mit der L-Taste linksherum. Versuche der stereoplay-Redakteure zeigen, dass mehrere (kleinere) Subwoofer oft besser klingen als ein großer. Deshalb zeigt der RRS auch den Summenpegel an. Dafür wird allerdings vorausgesetzt, dass an allen Woofern der gleiche Pegel (und der maximal breite Frequenzgang) eingestellt ist. Also: Alle Filter sind umgangen, und die Phasenumschaltung steht bei allen auf Null.


Bild vergrößern 394 343 http://img2.magnus.de/image-r394x343-C-50a5a9e3-42857104.jpg Bis zu drei Suwoofer simuliert der Rechner und gibt auf Wunsch auch den Summenpegel an.

Bis zu drei Suwoofer simuliert der Rechner und gibt auf Wunsch auch den Summenpegel an.

Ein Restrisiko bleibt

Doch selbst bei guter oder optimaler Aufstellung sorgt die Raumakustik für allerlei Un­linearitäten. Tauchen im Bassfrequenzgang starke Über­höhungen auf, kommt es bei diesen Frequenzen meist zu ­störendem Dröhnen. Ein tiefer, schmaler Einbruch des Bassfrequenzgangs ist dagegen unkritisch; nur wenn der Basspegel in einem breiten Bereich gering ist, entsteht das Gefühl eines zu leisen Basses. Doch bei allem Simulieren gilt: Der RRS zeigt nur die rechnerisch beste Position – die finale Aufstellung sollten Sie natürlich per Gehör ermitteln.

Die größte Boxendatenbank


Der RRS ist ein ständig wachsendes System. Für den ersten Anlauf haben wir Modelle von Cabasse, Canton, Dynaudio, Elac, Isophon, JBL, KEF, Nubert und Quadral eingepflegt. Doch ab jetzt werden es quasi täglich mehr, die meisten der von stereoplay getesteten Modelle stehen auf dem Plan. Zu erkennen sind die Neuzugänge an dem roten RRS-Button. Mittelfristig soll hier die größte interaktive Lautsprecherdatenbank der Welt entstehen. Wenn jetzt das von Ihnen vorgesehene Modell noch nicht in der Datenbank aufgenommen ist, schreiben Sie dem Hersteller. Ohne sein  Zutun und seine Unterstützung können wir die Lautsprecher nicht ein­pflegen.

Zur Not verwenden Sie zum Errechnen der optimalen Position ein ähnliches Modell des gleichen Anbieters. Wichtig ist, dass Basschassis und Bassreflexöffnungen vergleichbar sind und an ähnlicher Stelle sitzen. Aber das ist dann tatsächlich nur ein Annäherungswert. Und hier geht es zum Rechner:

LINK zum Raumrechenservice

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