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AV-Receiver Rotel RSX 1550
Inhaltsverzeichnis
1/2
- Teil 1 AV-Receiver Rotel RSX 1550
- Teil 2 Qualität des Videowandlers: Rotel RSX 1550
So schön er auch aussieht: Von Rotels neuem, mit HD-Decoder ausgerüstetem Multikanaler RSX 1550 (1900 Euro) erwartet stereoplay nicht nur Jet-Set-Gehabe, sondern vor allem einen möglichst abgehobenen Klang.
Auf den ersten Blick gefällt Rotels neuer RSX 1550 mit seiner schmuck gebürsteten Alufront und den schicken Metall-Linsentippern sicherlich jedem. Doch dann versetzt der 1900-Euro-Receiver die Gierschlünde, die sich an überquellenden Internet-Featurelisten berauschen, in Depression.
Über nicht weniger als sechs programmierbare Trigger-Outs (1) gibt der RSX 1550 Schaltkommandos aus. Mit der RJ-45-Computerbuchse (2) bandelt er auch mit „Whole Home“-Installa-tionen etwa von Crestron an. Nach Anschluss eines externen Verstärkers für Front-Rechts- und -Links via Pre-Out (3) dürfen Surround-Back-Boxen an die frei gewordenen Klemmen (4) ran.
Nicht überall! Musik liebenden Realisten könnten fünf anständige Verstärker verlockender erscheinen als sieben lausige. Zumal sie eventuell ohnehin nur vier benutzen wollen – etwa für das im Vormonatsheft beschriebene HD-Quadro. Nach dem Anschluss eines Zusatzamps für die Stereo-Frontkanäle schanzt der Rotel die nun übrigen Amps – wenn‘s denn sein muss – doch noch Surround-Back-Boxen zu. Er rafft sich dann auch sowohl mit Pro Logic IIx als auch mit einer hauseigenen „XS“-Funktion zu Siebenkanal-Extensionen auf.
In jedem Fall wandelt der RSX 1550 digitale Daten – ob sie vom HD-verständigen Surroundprozessor oder direkt von angeschlossenen Quellen kommen – mit vier feinen Burr-Brown-Stereokonvertern des Typs DSD 1791 in Analogsignale um.
Zeigen Dutzende kleiner Speicherkondensatoren, dass es an keiner Ecke an Speisung mangeln soll, findet sich bei den Hauptelkos ein schöner Zug. Die Kapazität von 2 x 15 000 Mikrofarad darf als klassentypisch gelten. Mit 80 Volt Spannungsfestigkeit halten die beiden Vorratsflaschen zu den tatsächlich anstehenden 50 Volt aber einen ungewöhnlich hohen Sicherheitsabstand ein.
Noch seltener bei Surroundreceivern: Mit zwei Front-Tastenreihen, die unter anderem direkte Frequenzanwahl gestatten, zeigt der RSX 1550, dass ihm Radio noch sehr am Herzen liegt. In der Tat klangen stärkere UKW-Stationen – sauber, unten mit Schmackes und obenraus strahlend – kaum schlechter als über den altbewährten Vergleichsempfänger TU 1500 RD von Denon.
Um sie stets bei Laune zu halten, hat Rotel jedem der ingesamt zehn Treibertransistoren eigene Kühlkörper und Versorgungs-elkos spendiert.
Bei Mehrkanal drehte sich sowieso die Medaille herum. Schon bei den althergebrachten Surroundformaten agierte der RSX 1550 einfühlsamer, feiner. So entwickelte er aus Al Di Meolas Dolby-Digital-Titeln von „One Of These Nights" (in-akustik-DVD) aus dem Percussions-Leuchten und dem Gitarren-Geflirre deutlich mehr Flair und Pracht – während der RSX 1058 stumpfer wirkte .
Die oberste Platine verwaltet die Audio- und Viedeoausgänge für nebenzonen 2, 3 und 4; ein Sechskanal-IC regelt die dort gewünschten Lautstärken.
So griff der 1900-Euro-Receiver schon bei den klassischen Surroundformaten nach 49 Punkten und damit nach den Sternen. Dabei stand der ganz große Auftritt mit den neuen Blu-ray-Edeltonspuren Dolby True HD und DTS HD noch bevor.Im Gegensatz zum Vorgänger, der diese Streams nicht direkt, sondern nur PCM-Datenwort-Ableitungen davon verwerten konnte, trat der RSX 1550 mit HDMI-1.3-Eingängen und HD-Decoder nun ohne dieses Handicap an.
Und zwar so souverän , so vor Leben sprühend, dass er nicht nur seinen matteren Ahnen, sondern sogar den AVR 4308 von Denon brüskierte, mithin den in der neuen HD-Disziplin bestklingenden AV-Receiver, den stereoplay bis dato kannte. Bei Blu-ray-Pop-Furore vermochte sich der Denon mit mehr Bass-Wumm und den etwas weiteren Perspektiven zu wehren, an Jazz und Klassik führte aber ganz klar der Rotel besser heran: noch näher an den firnisschimmernden Holzkorpus der Geigen, noch näher an die Lichtkaskaden behender Piano-Fingerläufe, noch näher an zitternde Lippen einer Sängerin.
So bringt der RSX 1550 wenig Mitgift, dafür aber die Erfüllung mit.
Technische Daten und Testergebnisse
| Allgemein | |
|---|---|
| Abmessungen | 43,1 x 16,2 x 43,5 cm |
| Gewicht | 17,0 kg |
| Surround-Formate | |
| Kopfhörer-Surround | Kopfhörer-Surround |
| HDCD-Wiedergabe | HDCD |
| Virtuell Surround | |
| Decoder f. HD-Formate | |
| Ausstattung | |
| Farben | |
| Gattung (Rec. / Vollv./Vorver.) | Receiver |
| Fernbedienung | Fernbedienung |
| Bildschirmmenü | transparent |
| Lip-Sync | nein |
| Lip-Sync Beschreibung | |
| Equalizer manuell | Equalizer |
| Endstufen, Anzahl | 5 |
| Bänder | 0 |
| Kanäle | 0 |
| Video-Normwandler | FBAS<>SV<>3K |
| Skalierung | |
| Videojustage | |
| Beschreibung Videojustage | |
| Netzbuchsen geschaltet | 0 |
| Autom. Einmessen | nur Pegel/Entfernung |
| AV-Anschlüsse | |
| Digitaleingänge Cinch/ Front | 3/0 |
| Digitaleingänge optisch / Front | 4/0 |
| Digitaleingänge HDMI/ FrontVersionsnummer HDMI | 4/0/ |
| Digitalausgang HDMI | 1 |
| Digitalausgänge Cinch | 1 |
| Digitalausgänge optisch | 1 |
| USB-Eingänge Front/ hinten | 0/0 |
| i-Pod-Anschluß | |
| Netzwerkanschluß Bechreibung | |
| Multikanal-Eingang | |
| Aufnahme-Ausgänge Audio | 1 |
| Kopfhörerbuchse | nein |
| Vorverstärkerausgang | |
| Labor-Daten | |
| Sinusleistung Stereo 8 Ohm | 110,0 W |
| Sinusleistung Stereo 4 Ohm | 170,0 W |
| Musikleistung Stereo 8 Ohm | 128,0 W |
| Musikleistung Stereo 4 Ohm | 196,0 W |
| Sinusleistung 5-Kanal 8 Ohm | 83,0 W |
| Sinusleistung 5-Kanal 4 Ohm | 113,0 W |
| Musik-Leistung 5-Kanal 4 Ohm | 117,0 W |
| Musikleistung 5-Kanal 8 Ohm | 94,0 W |
| Sinusleistung 5-Kanal 4 Ohm | 113,0 W |
| Musik-Leistung 7-Kanal 4 Ohm | 0 W |
| Musik-Leistung 7-Kanal 8 Ohm | 0 W |
| HiFi-Sinusleistung 4 Ohm | 0 W |
| effektive Impulsleistung 4 Ohm front | 0 W |
| effektive Impulsleistung 4 Ohm Center | 0 W |
| effektive Impulsleistung 4 Ohm surround | 0 W |
| maximale Ausgangsspannung Z1 | 0 V |
| maximale Ausgangsspannung Z2 | 0 V |
| maximale Ausgangsspannung Z3 | 0 V |
| Anzahl der gemessenen Kanäle | 0 |
| Sinusleistung Surround 8 Ohm stp | 0 W |
| Sinusleistung Surround 4 Ohm stp | 0 W |
| Musikleistung Surround 8 Ohm stp | 0 W |
| Musikleistung Surround 4 Ohm stp | 0 W |
| Störabstand Line | 99,0 dB |
| Störabstand Multikanal-Eingang | 0 dB |
| Störabstand Phono MM | 0 dB |
| Störabstand Phono-Normsystem | 0 dB |
| Störabstand Phono MC | 0 dB |
| Störabstand digital | 99,0 dB |
| Störabstand ProLogic front | 81,0 dB |
| Störabstand ProLogic Center | 84,0 dB |
| Leistungsaufnahme Standby/ Betrieb | 4,5/79 W |
| Netzwerkanschluß | |
| Bewertung | |
| Kurzfazit | 100 Euro günstiger als der Vorgänger und jetzt mit HD-Decodern ausgerüstet darf der nur vermeintlich sparsam ausgestattete neue Rotel als Highlight im Quadrat gelten. Super packender, warm-strahlender und plastisch-feinzeichnender Klang. |
| Klang | Spitzenklasse |
| Klangpunkte Stereo (max. 70 Punkte) |
42 |
| Klangpunkte Surround (max. 70 Punkte) |
49 |
| Klangpunkte HD (max. 70 Punkte |
54 |
| Messwerte (max. 10 Punkte) |
9 |
| Praxis (max. 15 Punkte) |
10 |
| Wertigkeit (max. 10 Punkte) |
9 |
| Gesamturteil (max. 70 Punkte) |
Spitzenklasse 54 |
| Preis/Leistung | überragend |
| getestet in Ausgabe: | 2/09 |
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- Teil 1 AV-Receiver Rotel RSX 1550
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