pearl.de Bestseller NEU Beratungsvideo Schnäppchen Ausgezeichnet bewertet Pressestimmen Günstig beiwww.pearl.de onlne einkaufen
Top
Left
Testbericht

AV-Vollverstärker Yamaha DSP Z 11

Testergebnis
57.0 Punkte
5500 EUR
Testverfahren: 1.0

stereoplay


Johannes Maier

15. März 2008

Inhaltsverzeichnis 1/2

Um nicht nur Einbildung, sondern Fakten zu schaffen, setzt Yamahas Flaggschiff, der DSP Z 11 (5500) bis zu elf Endstufen ein. Klingt das wirklich besser als mit sieben oder „nur" fünf?

Middle1

Dieses Produkt wurde auch getestet von:

Audio Logo 185x55

"Treten Sie näher“, scheint Yamahas großer DSP Z 11 dem Betrachter zu bedeuten. Sein Preis von 5500 Euro, seine 21 Zentimeter hohe Stirn und sein Gewicht von 34 Kilogramm flößen zwar Respekt ein, doch die wenigen Bedienknöpfe – auch unter der Frontklappe findet sich nur ein kleines Set – lassen gar nicht erst den Verdacht auf­kommen, dass dieser mächtige Multikanal-Vollverstärker nicht zu beherrschen sei.

Yamaha DSP Z 11
Bild vergrößern 937 875 http://img3.magnus.de/Yamaha-DSP-Z-11-r937x874-C-f128ad21-25008660.jpg Das Standby-Netzteil im Z-11-Unterbau. Die Zementwiderstände dienen der Haushaltssicherungs-schonenden Einschaltverzögerung.Die Ventilatoren treten nur bei Furore in Aktion.

Das Standby-Netzteil im Z-11-Unterbau. Die Zementwiderstände dienen der Haushaltssicherungs-schonenden Einschaltverzögerung.Die Ventilatoren treten nur bei Furore in Aktion.

In der Tat, wer an HDMI-Out 1 oder 2 einen Monitor anschließt, saust im Nu durch das schön logisch aufgebaute, feingezeichnete und farbige Menü und erlebt das erste Setup als pures Vergnügen. Selbst bei einem Ausflug in die Welt der DSP-Programme kommt keine Verwirrung auf – trotz der Feststellung, dass sich 56 Grundoptionen in Intensität, Anfangsverzögerung, Raumgröße, Lebendigkeit und Dialog-Lift vari­ieren lassen, dass es also unendlich viele Einstellungen gibt.

Zu alledem darf der Besitzer bei zwei Subwoofern an drei und beim Center sowie den weiteren Boxenpaaren jeweils an sieben Frequenzpunkten einen parametrischen Equalizer ansetzen.

Prima , dass es zum Auto-Lip-Sync variable Offsets gibt oder dass der Z 11 auch im Standby HDMI durchschleift. Doch dann stellt der weise Yamahaner seinen Z 11 auf „Straight“, schließt unter anderem einen Blu-ray-Player an, der dem ­Verstärker via HDMI 1.3a die Original-HD-Streams offeriert, und genießt.

Yamaha DSP Z 11
Bild vergrößern 937 863 http://img2.magnus.de/Yamaha-DSP-Z-11-r937x862-C-9a2386fa-25008663.jpg Der Großtrafo und die Hauptelkos mit zwei Mal 27000 Mikrofarad Kapazität saugen Normal-Netzanschlüsse bis zur

Der Großtrafo und die Hauptelkos mit zwei Mal 27000 Mikrofarad Kapazität saugen Normal-Netzanschlüsse bis zur

Technikfreaks dürfen dabei immer mal wieder die famosen Vorzüge ihres Multikanalers bedenken. Beispielweise, dass er als erster seiner Gattung einen „Voltage-Controlled Crystal Oscillator" (VCXO) besitzt, der nicht nur die Bitketten der Alt-Digital-Ins neu takten, sondern auch die HDMI-Audio-Datenfluten makellos jitterfrei auf­frisieren kann. Darüber freuen sich die vier Texas-Instruments-Großprozessoren oder die sieben Haupt-Digital/Analog-Wandler des Burr-Brown-Edeltyps DSD 1796 ganz besonders, weil sie so viel präziser zupacken dürfen.

Der neue Yamaha besitzt 11 End­stufen, 7 große wie gehabt plus 4 kleinere, die auch bei HD-Platten keine dezidierte Ansteuerung finden. Über sie vermag der Z 11 jedoch vorne oben und hinten oben aufgestellte, zusätzliche „Presence“-Boxen mit ­selber ausgeknobelten ­Unten/Oben-Informationen zu be­schicken. stereoplay möbelte also den Hörraum mit sieben Lautsprechern von Sonics (Allegra und Anima) und vier weiteren von Audiodata (Petite) auf.

Yamaha DSP Z 11 Fernbedienung
Bild vergrößern 688 1000 http://img4.magnus.de/Yamaha-DSP-Z-11-Fernbedienung-r688x1000-C-359fb26a-25008666.jpg Der Z 11 bringt zwei Ferngeber mit. Abgesetzte IR-Empfänger gibt es zum Beispiel von Mediacraft.

Der Z 11 bringt zwei Ferngeber mit. Abgesetzte IR-Empfänger gibt es zum Beispiel von Mediacraft.

Die optimistische Annahme, dass man es dem Yamaha anvertrauen sollte, den Hörraum ganz besonders genau auszuloten, ihm also eine zusätzliche, automatische Ein­messung zu erlauben, erwies sich leider als irrig. „Huii, huii..." tönte es, und das für jede Box und dann nochmal mit dem Messmikrofon auf den anderen Ecken einer ebenfalls mitgelieferten Dreiarm-Halterung. Und das Ganze bei ­diversen Plätzen... Es dauerte Stunden, bis das Ergebnis ­feststand: Es klingt hohl, fad, indiskutabel – egal ob mit ­Unten/Oben oder ohne.

Reumütig kehrten die Tester nicht nur zum manuellen Setup zurück, sondern gleich zu Stereo – womit der Yamaha die Tester die unglückliche Odyssee bald vergessen ließ. „Sagenhaft“, hieß es etwa bei Livingston Taylors „Isn‘t She Lovely?" (Heft-CD 5/07), der pfiff so echt, da bestanden die Lippen hörbar aus Fleisch und Blut. Die völlig reinen, feinst und schwerelos mäandernden und stets delikat-milden Begleitklänge führten nicht minder zu Bewunderung: Das klang, als ob ein Engel ­Gitarre spielt.

Mit gleicher Genialität schaffte es der Z 11 bei Jack Johnsons „Banana Pancakes“, das Hintergrundgeriesel in veritables ­Wasser zurückzuverwandeln – und das sonnendurchflutete rhythmische Wie­gen und die entspannt-gefühlsseelige Stimme in Wärme pur.

Yamaha DSP Z 11 Haupt-Videoplatine
Bild vergrößern 937 487 http://img4.magnus.de/Yamaha-DSP-Z-11-Haupt-Videoplatine-r937x486-C-31ad2368-25008669.jpg Haupt-Videoplatine: Der obensitzende De-Interlacer von i-Chips formt Halbbilder der diversen Formate zu

Haupt-Videoplatine: Der obensitzende De-Interlacer von i-Chips formt Halbbilder der diversen Formate zu

Der Feinauflösung und der Sensibilität des Yamahas hatte nicht einmal stereoplays Referenz, Denons AVC A 1 XV (4/05, 6000 Euro) etwas entgegenzusetzen. Das 44-Kilo-Schwergewicht konterte zwar mit Energie, mit noch stämmigeren Bässen und mit brillanteren Höhen. Das führte objektiv zum Punkte-Patt, aber nicht bei allen Juroren zur gleichen Sympathie.

Bei den Surroundvergleichen mit den datenreduzierten Formaten Dolby Digital und DTS glänzte der Denon allerdings. Sein Bass-Pepp und sein unbeugsamer Wille, auch aus lumpigen Höhensträhnchen noch etwas Ansehnliches zu gestalten, wurden hier dringend gebraucht. Nicht dass der Yamaha versagte, er schuf bei diesen Hörvergleichen immer noch Großes; er ließ ­jedoch einfach immer durchscheinen, dass sein moderneres Herz entweder an CDs, SACDs oder eben an den neuen HD-Formaten der Blu-ray hing.

„Melde mich gehorsamst ab“, schien der AVC A 1 XV dann bei den ersten Dolby-True-HD-Takten der „Legends Of Jazz" (LRS Media) zu bedeuten. Mit analoger Multikanal-Ansteuerung räumten die Tester der bewährten Referenz noch eine Chance ein. Doch bereits jetzt stellte der Yamaha die Künstler lebendiger und die Instrumente plastischer dar. Um sich dann bei HDMI-Ansteuerung  seines Einbau-Decoders (den es beim Bau des AVC noch nicht gab) in unfassbarer Weise zu steigern.

Yamaha DSP Z 11
Bild vergrößern 937 460 http://img1.magnus.de/Yamaha-DSP-Z-11--r937x459-C-dab32cad-25008672.jpg
Wo gerade da was aufquoll, da etwas döste oder dort etwas in Hintergrund-Schwaden verschwand, erschien plötzlich alles völlig durchsichtig, total lebendig und sternenklar. Die Tester hingen – hinzu kam das perfekte HD-Bild vom Beamer Panasonic PT AE 100 E – nur so an den Saiten von John Pizzarelli und an den Lippen Jane Monheits.

Dann die Idee: Nehmen wir jetzt doch wieder alle 11 Boxen und stellen den DSP mit Feintune-Bedacht auf „Cellar Club“. Aha, jetzt wurde die Bühne ­tiefer und breiter, die akustische und die Leinwandstimme deckten sich, die Musik erschien abermals lebendiger. Also doch fantastisch, der Z 11? Ja sicher! Er setzt eine umsichtige Annäherung voraus, aber dann kommt man von der neuen Klang­dimension nicht mehr los.


Technische Daten und Testergebnisse

Allgemein  
Abmessungen 43,5 x 21,0 x 49,7 cm
Gewicht 34,0 kg
Surround-Formate  
Kopfhörer-Surround nein
HDCD-Wiedergabe HDCD
Virtuell Surround
Decoder f. HD-Formate
Ausstattung  
Farben
Gattung (Rec. / Vollv./Vorver.) Vollverstärker
Fernbedienung Fernbedienung
Bildschirmmenü transparent
Lip-Sync nein
Lip-Sync Beschreibung
Equalizer manuell nein
Endstufen, Anzahl 11
Bänder
Kanäle
Video-Normwandler FBAS<>SV<>3K>HDMI
Skalierung
Videojustage
Beschreibung Videojustage
Netzbuchsen geschaltet 0
Autom. Einmessen mit Equalizing
AV-Anschlüsse  
Digitaleingänge Cinch/ Front 4/
Digitaleingänge optisch / Front 5/
Digitaleingänge HDMI/ FrontVersionsnummer HDMI 5/
Digitalausgang HDMI 2
Digitalausgänge Cinch 1
Digitalausgänge optisch 1
USB-Eingänge Front/ hinten
i-Pod-Anschluß
Netzwerkanschluß Bechreibung
Multikanal-Eingang
Aufnahme-Ausgänge Audio 2
Kopfhörerbuchse Kopfhörerbuchse
Vorverstärkerausgang
Labor-Daten  
Sinusleistung Stereo 8 Ohm 173,0 W
Sinusleistung Stereo 4 Ohm 260,0 W
Musikleistung Stereo 8 Ohm 195,0 W
Musikleistung Stereo 4 Ohm 307,0 W
Sinusleistung 5-Kanal 8 Ohm 136,0 W
Sinusleistung 5-Kanal 4 Ohm 186,0 W
Musik-Leistung 5-Kanal 4 Ohm 232,0 W
Musikleistung 5-Kanal 8 Ohm 163,0 W
Sinusleistung 5-Kanal 4 Ohm 186,0 W
Musik-Leistung 7-Kanal 4 Ohm 196,0 W
Musik-Leistung 7-Kanal 8 Ohm 147,0 W
HiFi-Sinusleistung 4 Ohm 0 W
effektive Impulsleistung 4 Ohm front 0 W
effektive Impulsleistung 4 Ohm Center 0 W
effektive Impulsleistung 4 Ohm surround 0 W
maximale Ausgangsspannung Z1 34,5 V
maximale Ausgangsspannung Z2 31,8 V
maximale Ausgangsspannung Z3 29,5 V
Anzahl der gemessenen Kanäle 5
Sinusleistung Surround 8 Ohm stp 88 W
Sinusleistung Surround 4 Ohm stp 154 W
Musikleistung Surround 8 Ohm stp 147 W
Musikleistung Surround 4 Ohm stp 196 W
Störabstand Line 101,0 dB
Störabstand Multikanal-Eingang 0 dB
Störabstand Phono MM 80,0 dB
Störabstand Phono-Normsystem 77,0 dB
Störabstand Phono MC 0 dB
Störabstand digital 103,0 dB
Störabstand ProLogic front 86,0 dB
Störabstand ProLogic Center 93,0 dB
Leistungsaufnahme Standby/ Betrieb 0,7/113 W
Netzwerkanschluß
Bewertung  
Kurzfazit Das eigentlich sensationelle am DSP Z 11: Er setzt bei der Wiedergabe der neuen HD-Formate auch mit nur fünf Kanälen neue Maßstäbe. Den Rest nimmt der Fan umso lieber als prallen Beipack mit.
Klang Absolute Spitzenkl.
Klangpunkte Stereo
(max. 70 Punkte)
47
Klangpunkte Surround
(max. 70 Punkte)
53
Klangpunkte HD
(max. 70 Punkte
57
Messwerte
(max. 10 Punkte)
9
Praxis
(max. 15 Punkte)
10
Wertigkeit
(max. 10 Punkte)
9
Gesamturteil
(max. 70 Punkte)
Absolute Spitzenkl. 57
Preis/Leistung sehr gut
getestet in Ausgabe: 4/07
Middle2


Inhaltsverzeichnis


x03
Günstig bei www.pearl.de online einkaufen
Position4
Bottom1
Finden Sie Ihr Produkt

Schnellfinder

Sie wollen schnell einen Überblick gewinnen? Mit wenigen Klicks zum passenden Gerät!

Hier auswählen:

Handy-Tariffinder

Handyrechnung zu hoch? Hier finden Sie Ihren perfekten Handytarif.

Zum Tarifvergleich

Kleines Spiel für zwischendurch

x01
Meistgelesen
1. Film-Kritik: Fright Night

Nicht wirklich gruselig, aber auch nicht auffallend komisch: Bei "Fright Night" ist was schief gelaufen.

2. Rock-Lexikon 2.0 im Test

In der Version 2.0 des Rowohlt Rock-Lexikons von USM steckt ein wahrer Knüller: blitzschnelle Abfrage neuester Musikvideos mit nur wenigen Klicks.

3. Film-Kritik: Crazy, Stupid, Love

"Crazy, Stupid, Love" ist eine erfrischend unkitschige Alternative zur gängigen Vorstellung davon, wie die Liebe im Hollywood-Idealfall auszusehen hat.

4. Film-Kritik: Die drei Musketiere

Gute Ideen hat Paul W.S. Anderson bei seiner Neuverfilmung von "Die drei Musketiere". Nur ist er leider kein großer Erzähler.


Bottom2
Bottom3
x02
Right1
Right2
Right3