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AV-Vollverstärker Yamaha DSP Z 11
Inhaltsverzeichnis
1/2
- Teil 1 AV-Vollverstärker Yamaha DSP Z 11
- Teil 2 Der DSP Z 11 im Internet
Um nicht nur Einbildung, sondern Fakten zu schaffen, setzt Yamahas Flaggschiff, der DSP Z 11 (5500) bis zu elf Endstufen ein. Klingt das wirklich besser als mit sieben oder „nur" fünf?
"Treten Sie näher“, scheint Yamahas großer DSP Z 11 dem Betrachter zu bedeuten. Sein Preis von 5500 Euro, seine 21 Zentimeter hohe Stirn und sein Gewicht von 34 Kilogramm flößen zwar Respekt ein, doch die wenigen Bedienknöpfe – auch unter der Frontklappe findet sich nur ein kleines Set – lassen gar nicht erst den Verdacht aufkommen, dass dieser mächtige Multikanal-Vollverstärker nicht zu beherrschen sei.
Das Standby-Netzteil im Z-11-Unterbau. Die Zementwiderstände dienen der Haushaltssicherungs-schonenden Einschaltverzögerung.Die Ventilatoren treten nur bei Furore in Aktion.
Zu alledem darf der Besitzer bei zwei Subwoofern an drei und beim Center sowie den weiteren Boxenpaaren jeweils an sieben Frequenzpunkten einen parametrischen Equalizer ansetzen.
Prima , dass es zum Auto-Lip-Sync variable Offsets gibt oder dass der Z 11 auch im Standby HDMI durchschleift. Doch dann stellt der weise Yamahaner seinen Z 11 auf „Straight“, schließt unter anderem einen Blu-ray-Player an, der dem Verstärker via HDMI 1.3a die Original-HD-Streams offeriert, und genießt.
Der Großtrafo und die Hauptelkos mit zwei Mal 27000 Mikrofarad Kapazität saugen Normal-Netzanschlüsse bis zur
Der neue Yamaha besitzt 11 Endstufen, 7 große wie gehabt plus 4 kleinere, die auch bei HD-Platten keine dezidierte Ansteuerung finden. Über sie vermag der Z 11 jedoch vorne oben und hinten oben aufgestellte, zusätzliche „Presence“-Boxen mit selber ausgeknobelten Unten/Oben-Informationen zu beschicken. stereoplay möbelte also den Hörraum mit sieben Lautsprechern von Sonics (Allegra und Anima) und vier weiteren von Audiodata (Petite) auf.
Der Z 11 bringt zwei Ferngeber mit. Abgesetzte IR-Empfänger gibt es zum Beispiel von Mediacraft.
Reumütig kehrten die Tester nicht nur zum manuellen Setup zurück, sondern gleich zu Stereo – womit der Yamaha die Tester die unglückliche Odyssee bald vergessen ließ. „Sagenhaft“, hieß es etwa bei Livingston Taylors „Isn‘t She Lovely?" (Heft-CD 5/07), der pfiff so echt, da bestanden die Lippen hörbar aus Fleisch und Blut. Die völlig reinen, feinst und schwerelos mäandernden und stets delikat-milden Begleitklänge führten nicht minder zu Bewunderung: Das klang, als ob ein Engel Gitarre spielt.
Mit gleicher Genialität schaffte es der Z 11 bei Jack Johnsons „Banana Pancakes“, das Hintergrundgeriesel in veritables Wasser zurückzuverwandeln – und das sonnendurchflutete rhythmische Wiegen und die entspannt-gefühlsseelige Stimme in Wärme pur.
Haupt-Videoplatine: Der obensitzende De-Interlacer von i-Chips formt Halbbilder der diversen Formate zu
Bei den Surroundvergleichen mit den datenreduzierten Formaten Dolby Digital und DTS glänzte der Denon allerdings. Sein Bass-Pepp und sein unbeugsamer Wille, auch aus lumpigen Höhensträhnchen noch etwas Ansehnliches zu gestalten, wurden hier dringend gebraucht. Nicht dass der Yamaha versagte, er schuf bei diesen Hörvergleichen immer noch Großes; er ließ jedoch einfach immer durchscheinen, dass sein moderneres Herz entweder an CDs, SACDs oder eben an den neuen HD-Formaten der Blu-ray hing.
„Melde mich gehorsamst ab“, schien der AVC A 1 XV dann bei den ersten Dolby-True-HD-Takten der „Legends Of Jazz" (LRS Media) zu bedeuten. Mit analoger Multikanal-Ansteuerung räumten die Tester der bewährten Referenz noch eine Chance ein. Doch bereits jetzt stellte der Yamaha die Künstler lebendiger und die Instrumente plastischer dar. Um sich dann bei HDMI-Ansteuerung seines Einbau-Decoders (den es beim Bau des AVC noch nicht gab) in unfassbarer Weise zu steigern.
Wo gerade da was aufquoll, da etwas döste oder dort etwas in Hintergrund-Schwaden verschwand, erschien plötzlich alles völlig durchsichtig, total lebendig und sternenklar. Die Tester hingen – hinzu kam das perfekte HD-Bild vom Beamer Panasonic PT AE 100 E – nur so an den Saiten von John Pizzarelli und an den Lippen Jane Monheits.
Dann die Idee: Nehmen wir jetzt doch wieder alle 11 Boxen und stellen den DSP mit Feintune-Bedacht auf „Cellar Club“. Aha, jetzt wurde die Bühne tiefer und breiter, die akustische und die Leinwandstimme deckten sich, die Musik erschien abermals lebendiger. Also doch fantastisch, der Z 11? Ja sicher! Er setzt eine umsichtige Annäherung voraus, aber dann kommt man von der neuen Klangdimension nicht mehr los.
Technische Daten und Testergebnisse
| Allgemein | |
|---|---|
| Abmessungen | 43,5 x 21,0 x 49,7 cm |
| Gewicht | 34,0 kg |
| Surround-Formate | |
| Kopfhörer-Surround | nein |
| HDCD-Wiedergabe | HDCD |
| Virtuell Surround | |
| Decoder f. HD-Formate | |
| Ausstattung | |
| Farben | |
| Gattung (Rec. / Vollv./Vorver.) | Vollverstärker |
| Fernbedienung | Fernbedienung |
| Bildschirmmenü | transparent |
| Lip-Sync | nein |
| Lip-Sync Beschreibung | |
| Equalizer manuell | nein |
| Endstufen, Anzahl | 11 |
| Bänder | |
| Kanäle | |
| Video-Normwandler | FBAS<>SV<>3K>HDMI |
| Skalierung | |
| Videojustage | |
| Beschreibung Videojustage | |
| Netzbuchsen geschaltet | 0 |
| Autom. Einmessen | mit Equalizing |
| AV-Anschlüsse | |
| Digitaleingänge Cinch/ Front | 4/ |
| Digitaleingänge optisch / Front | 5/ |
| Digitaleingänge HDMI/ FrontVersionsnummer HDMI | 5/ |
| Digitalausgang HDMI | 2 |
| Digitalausgänge Cinch | 1 |
| Digitalausgänge optisch | 1 |
| USB-Eingänge Front/ hinten | |
| i-Pod-Anschluß | |
| Netzwerkanschluß Bechreibung | |
| Multikanal-Eingang | |
| Aufnahme-Ausgänge Audio | 2 |
| Kopfhörerbuchse | Kopfhörerbuchse |
| Vorverstärkerausgang | |
| Labor-Daten | |
| Sinusleistung Stereo 8 Ohm | 173,0 W |
| Sinusleistung Stereo 4 Ohm | 260,0 W |
| Musikleistung Stereo 8 Ohm | 195,0 W |
| Musikleistung Stereo 4 Ohm | 307,0 W |
| Sinusleistung 5-Kanal 8 Ohm | 136,0 W |
| Sinusleistung 5-Kanal 4 Ohm | 186,0 W |
| Musik-Leistung 5-Kanal 4 Ohm | 232,0 W |
| Musikleistung 5-Kanal 8 Ohm | 163,0 W |
| Sinusleistung 5-Kanal 4 Ohm | 186,0 W |
| Musik-Leistung 7-Kanal 4 Ohm | 196,0 W |
| Musik-Leistung 7-Kanal 8 Ohm | 147,0 W |
| HiFi-Sinusleistung 4 Ohm | 0 W |
| effektive Impulsleistung 4 Ohm front | 0 W |
| effektive Impulsleistung 4 Ohm Center | 0 W |
| effektive Impulsleistung 4 Ohm surround | 0 W |
| maximale Ausgangsspannung Z1 | 34,5 V |
| maximale Ausgangsspannung Z2 | 31,8 V |
| maximale Ausgangsspannung Z3 | 29,5 V |
| Anzahl der gemessenen Kanäle | 5 |
| Sinusleistung Surround 8 Ohm stp | 88 W |
| Sinusleistung Surround 4 Ohm stp | 154 W |
| Musikleistung Surround 8 Ohm stp | 147 W |
| Musikleistung Surround 4 Ohm stp | 196 W |
| Störabstand Line | 101,0 dB |
| Störabstand Multikanal-Eingang | 0 dB |
| Störabstand Phono MM | 80,0 dB |
| Störabstand Phono-Normsystem | 77,0 dB |
| Störabstand Phono MC | 0 dB |
| Störabstand digital | 103,0 dB |
| Störabstand ProLogic front | 86,0 dB |
| Störabstand ProLogic Center | 93,0 dB |
| Leistungsaufnahme Standby/ Betrieb | 0,7/113 W |
| Netzwerkanschluß | |
| Bewertung | |
| Kurzfazit | Das eigentlich sensationelle am DSP Z 11: Er setzt bei der Wiedergabe der neuen HD-Formate auch mit nur fünf Kanälen neue Maßstäbe. Den Rest nimmt der Fan umso lieber als prallen Beipack mit. |
| Klang | Absolute Spitzenkl. |
| Klangpunkte Stereo (max. 70 Punkte) |
47 |
| Klangpunkte Surround (max. 70 Punkte) |
53 |
| Klangpunkte HD (max. 70 Punkte |
57 |
| Messwerte (max. 10 Punkte) |
9 |
| Praxis (max. 15 Punkte) |
10 |
| Wertigkeit (max. 10 Punkte) |
9 |
| Gesamturteil (max. 70 Punkte) |
Absolute Spitzenkl. 57 |
| Preis/Leistung | sehr gut |
| getestet in Ausgabe: | 4/07 |
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