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Blu-ray-Player Samsung BDP 2500
Der Samsung BDP 2500 (440 Euro) besitzt für seine Preisklassse eine großzügige Ausstattung und das Blu-ray-Profil 2.0.
Anders als bei den Features, die sich wirkungsvoll mittels hübsch gestalteter Logos im Prospekt auflisten lassen, sieht es hinter den Kulissen aus, wenn man betrachtet, welche Medien die Abspieler neben den Standardscheiben CD, DVD-Video und BD noch wiederzugeben in der Lage sind. Unter diesem Aspekt kehrt sich die Rangfolge um 180 Grad um, denn mit praktisch sämtlichen selbstgebrannten Medien und fast allen verbreiteten Dateiformaten von JPEG-Bildern über DiVX-Videos, von MP3 bis Windows-Media-Audio verdaut der Denon alles, und zwar von allen Medien außer Blu-ray. Sogar per SD-Karte dürfen die Daten angeliefert werden. Der Philips besitzt kein SD-Karten-Lesegerät und spielt keine DiVX-Movies. Der Samsung kennt nicht einmal die Formate MP3, WMA und JPEG.
Auch DiVX las stereoplays Testexemplar während seiner praktischen Erprobung noch nicht, wenngleich die Südkoreaner eine Firmware mit diesem Codec ankündigten. Bei Erscheinen dieses Hefts wird auch erstmals die BD-Live-Internetfunktionalität freigeschaltet sein, auf die die Tester im Hörraum ebenfalls noch verzichten mussten.
Das Stichwort Firmware liefert überhaupt für vergleichende Warentests wie diesen einigen Zündstoff, entstehen doch die Qualitäten und Fähigkeiten eines Players immer aus einer Kombination von Hard- und Software. Als Firmware bezeichnet man eine Software, die direkt eine Hardware beeinflusst. Und die Firmware von High-Definition-Abspielern befindet sich in stetem Fluss. So gilt auch für jeden Besitzer nach dem Erwerb seiner Hardware: auf der Herstellerhomepage die neueste Firmware lokalisieren, oder besser seinen Fachhändler um das Update bitten.
Hinter seiner glanzschwarzen Fassade bietet der Samsung BDP 2500 als einziger im Test alle erlaubten Schnittstellen vom analogen 7.1-Ausgang über USB bis zum internetfähigen Netzwerkanschluss für BD-Live und Firmwareupdates.
Steht der Player dann mit den neuesten Bits im Bauch erstmals im Rack bei seinen Mitstreitern, kommt die Herausforderung des Anschließens und der Konfiguration, was immer einen Kompromiss zwischen den beiden zu verbindenden Parteien erfordert.
Bei älteren Spielkameraden mit analogen Mehrkanaleingängen trumpfen Philips und Samsung auf, die beide bis zu 7.1 Kanäle auf analogem Wege zu einem schon leicht betagten Surroundverstärker schicken können, auf dass auch dieser in den Genuss der neuen Tonformate komme.
Samsungs BDP 2500 hat für ältere Geräte einen coolen Trick auf Lager, der zwar nicht neu ist, weil ihn erstmals Toshibas HD-DVD-Spieler vorführten, aber einen interessanten Weg bietet, alle Tonoptionen digital an einen Prä-HDMI-Verstärker zu schicken: Per Re-Encode erlaubt dieser Player, den Ton nach seiner internen Verarbeitung in das Standard-DTS-Format zu komprimieren. Das ist zwar nicht verlustfrei, klingt aber recht gut und bietet einen riesigen Vorteil für alte Verstärker: Es lässt sich als S/P-DIF über normales Digital-Audio-Kabel transportieren. Doch für alle drei Test-Spieler gilt: Maximale Qualität geben sie nur über einen HDMI-1.3-Anschluss im Bitstreamformat preis, was aktuelle Decoderpartner erfordert.
Die Tasten logisch und handlich gruppiert. Praktisch: Samsung erlaubt auch die Lautstärke- und Programmkontrolle eines Fernsehers.
In Sachen Bildqualität staffeln sich diese drei Player tatsächlich gemäß ihres Preises. Beim Testen unter Kinobedingungen fiel bei allen dreien negativ auf, dass sie schwarze Tasten auf schwarzer Front verwenden und auch keine der Fernbedienungen hinterleuchtete Tasten anbietet. Ungewohnte Handhabung erforderte daher oft einen Gang zum Lichtschalter – lästig.
Nach der Bildbeurteilung schalteten die Tester das Licht wieder an und kalibrierten erst einmal den klanglich hervorragenden Yamaha DSP Z 11 (stereoplay 04/08) als Arbeitsgerät. Für den Vergleich leistet der Verstärker nur seine Kernaufgaben: Verstärken, Signalrouting, Bassmanagement und Decodieren der Bitströme. Alle anderen Funktionen stellten die Tester auf „Durchzug“.
Das Startmenü des Samsung öffnet bei Video und Musik die Titelverzeichnisse und erlaubt direkten Zugriff auf die Stücke.
Für einen tonalen Schnellcheck eignet sich noch immer die menschliche Stimme am besten, da reicht bereits ein Nachrichtensprecher. So etwas findet sich auf einer alten Denon-Test-CD von ’94 mit einem um amerikanischen Akzent bemühten japanischen Sprecher. Es darf ausgeschlossen werden, dass es die Markengleichheit war, die den Denon-Player diesen Sprecher am akzentuiertesten und feinst aufgelöstesten abbilden ließ. Der Philips behielt die gleiche Balance wie der Japaner bei, rückte den Sprecher aber ein wenig weiter weg, ohne den Fokus nachzustellen, weshalb feine Details leicht verschwammen. Der Samsung löste nochmals ein wenig geringer auf, was vor allem bei S-Lauten auffiel, die im Vergleich mit dem Denon schon sehr undifferenziert, fast wie „F“-Laute wirkten. Diese Charaktere blieben gleich, egal, ob die Tester digitale oder analoge Signalübertragung verwendeten, nur dass die Unterschiede analog noch deutlicher ausfielen.
Ein Update empfiehlt sich auf jeden Fall, falls der Zugriff auf interaktive Inhalte (BD_Live) nicht funktioniert.
Ab hier konnte der Denon mangels ausreichender Analogausgänge nur noch digital verglichen werden. Dafür machte er seine Sache am besten, spielte flüssig, ohne jede Schärfe kristallklar und dennoch wuchtig, platzierte die Bigband am plastischsten im Raum.
Bleiben noch die Hochbit-Formate von Blu-ray. Hier fand von BD-Audio nur der Samsung alle Spuren, Philips und Denon verstummten bei PCM 5.1 von der „Trondheim Solistene“. Mit BD-Video-Discs gab es keine Probleme. Klanglich bleibt die Abstufung der drei Kontrahenten aber auch mit Dolby True HD und DTS HD unverändert.
Technische Daten und Testergebnisse
| Allgemein | |
|---|---|
| Breite | 43,0 Zentimeter |
| Höhe | 5,9 Zentimeter |
| Tiefe | 27,0 cm |
| Gewicht | 3,1 kg |
| Ausstattung | |
| Video-Out digital HDMI (Version) | 1.3 |
| max. Auflösung HDMI | |
| Decoder Dolby True HD/DTS HD Master | |
| Decoder DD/DTS | |
| Fernbedienung auch für TV/lernfähig | |
| Bildeinstellungen vorgegeben/einstellbar | |
| Memory-Card-Reader | |
| USB/ | |
| Ethernet | |
| Ethernet für Update/interaktive Inhalte | |
| Kopfhörerausgang /regelbar | |
| Wiedergabespeicher | |
| HDMI-Steuerung | |
| BD-Einlesezeit DVD/ Blu-ray (in Sekunden) | 10/27,0 s |
| Wiedergabeformate | |
| MP3WMADivX | |
| JPEG/JPEG HD | |
| Analogausgang stereo/5.1/7.1 | |
| Abspielbare Disc.-Formate | |
| DVD-R | |
| DVD+R/RW | |
| DVD-RAM | |
| CD-R/RW | |
| BD-R/RE | |
| Anschlüsse | |
| Scart (RGB) | |
| optisch/HDMI | |
| Hosiden/3-Komp. | |
| Messwerte | |
| Rauschabstand (A-bew.) | 110 dB |
| Ausgangswiderstand | 480 Ohm |
| Fehlerkorrekturvermögen Infoschicht CD / DVD | 2,8/2,8 mm |
| Fehlerkorrektur Oberfläche CD / DVD | 2,8 |
| Leistungsaufnahme Standby / Betrieb | 0,7/26,0 W |
| Bewertung | |
| Kurzfazit | Besitzt dank 7.1-Ausgang und Netzwerkanschluss für Updates und BD-Live die größte Ausstattung im Test. Klang dürfte etwas feiner auflösend und spritziger sein. Prima: BD-Audioausgabe über DTS-Re-Encode. Bild ein Hauch unscharf. |
| Klang | |
| Klang HDMI (max. 70 Punkte) |
62 |
| Klang Surround (max. 70 Punkte) |
55 |
| Klang stereo (max. 70 |
42 |
| Messwerte (max. 10 Punkte) |
9 |
| Praxis (max. 15 Punkte) |
7 |
| Wertigkeit (max. 10 Punkte) |
5 |
| Bild Blu ray / DVD | 13 / 8 |
| Gesamturteil (max. 120 Punkte) |
überragend 96 |
| Preis-Leistung | gut |
| getestet in Ausgabe: | 1/09 |
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