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Testbericht

CD-Player NAD C 565 BEE

Testergebnis
57.0 Punkte
900 EUR
Testverfahren: 1.0

stereoplay


Raphael Vogt | Profil | Kontakt

12. Januar 2012

CD-Spieler haben bei NAD eine lange Tradition. Der C 565 BEE (900 Euro) nun bietet viele nützliche Features, die in eine digitale Zukunft weisen.

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NAD C 565 BEE
Bild vergrößern 937 213 http://img3.magnus.de/NAD-C-565-BEE-r937x213-C-62f6907f-51422336.jpg Praktisch: Dank des optischen Digitaleingangs profitiert beispielsweise Digitalradio über Sat-Receiver auch vom ausgezeichneten Klang der Wandlersektion mit Upscaler. © Archiv
© Archiv

Praktisch: Dank des optischen Digitaleingangs profitiert beispielsweise Digitalradio über Sat-Receiver auch vom ausgezeichneten Klang der Wandlersektion mit Upscaler.

Fast scheint es, als weiche der Top-Spieler aus der Classic-Serie von der NAD-Firmenphilosophie ab. „Performance, Simplicity, Value“ heißt es dort. Performance? Nun, die wird der Hörtest belegen.

NAD C 565 BEE
Bild vergrößern 937 385 http://img4.magnus.de/NAD-C-565-BEE-r937x385-C-39e3f876-51422344.jpg Mit dem Sample Rate Converter (SRC) lassen sich etwa CDs auf eine höhere Auflösung interpolieren. © Julian Bauer
© Julian Bauer

Mit dem Sample Rate Converter (SRC) lassen sich etwa CDs auf eine höhere Auflösung interpolieren.

Value, also Preis/Leistung, dürfte die Ausstattung locker rechtfertigen, auch wenn sich die Verarbeitung mechanisch nicht so ganz auf dem Niveau manch anderer 900-Euro-Player befindet. Und Simplicity, also Einfachheit? Das muss ebenfalls die Praxis zeigen, denn der Scheibendreher kann auch ­komprimierte Musik via USB wiedergeben, als D/A-Wandler dienen, und er bietet zum ­Aufpeppeln aller Signale einen zweistufigen Upsampler plus immerhin fünf verschiedene Digitalfilter.

NAD C 565 BEE
Bild vergrößern 919 870 http://img4.magnus.de/NAD-C-565-BEE-r919x870-C-3f11e97-51422337.jpg Die drei Quellen CD, TOSlink und USB lassen sich direkt anwählen. Der Cursor-Ring navigiert in USB-Speichermedien. SRC und Filter kontrollieren die Klangaufbereitung. © Archiv
© Archiv

Die drei Quellen CD, TOSlink und USB lassen sich direkt anwählen. Der Cursor-Ring navigiert in USB-Speichermedien. SRC und Filter kontrollieren die Klangaufbereitung.

Björn Erik Edvardsen, dessen Initialen der Player im Namen trägt, versucht die Tradi­tion eines 3020 und des Firmenmottos zu wahren. Wer das etwas schlichte Gehäuse öffnet, erblickt quasi auf voller Fläche ein Meer blauer Platinen, prall bestückt mit diskreten und ­integrierten SMD-Bauteilen. In der hinteren linken Ecke thront ein mehr als solides Netzteil mit großem Ringkerntrafo, durch eine verchromte Kappe elektromagnetisch geschirmt und mechanisch beruhigt. Hier also hat Herr Edvardsen sein Budget verbraucht.

Auch die Front schlägt aus der Reihe. Statt Wiedergabe, Pause und Vor-/Rücksprung­tasten gibt es einen an edle ­Autoradios erinnernden Drück/Drehregler. Drücken startet und pausiert die Wiedergabe, drehen wählt die Titel aus. Das geht angenehm intuitiv.

Außerdem machte Edvardsen Platz für zwei Tasten, die sich den Zusatzfunktionen widmen. Source wählt zwischen Laufwerk, USB und dem opti­schen Digitaleingang, SRC steht für den Sample Rate Converter. Der Upsampler inter­poliert wahlweise gar nicht oder auf 96 oder 192 Kilohertz. Auf der Fernbedienung findet sich zusätzlich eine Taste zum Umschalten der fünf zur Verfügung stehenden Digitalfilter.

NAD C 565 BEE
Bild vergrößern 937 527 http://img1.magnus.de/NAD-C-565-BEE-r937x527-C-48f2827a-51422341.jpg Frequenzgänge: Via Digitaleingang sehr breitbandig mit umschaltbaren Filtertypen © stereoplay
© stereoplay

Frequenzgänge: Via Digitaleingang sehr breitbandig mit umschaltbaren Filtertypen

Der optische Digitaleingang verdaut PCM-Signale bis 192 kHz und 24 Bit. Am USB-Eingang ­anliegende Daten lassen sich verblüffend leicht mit den ­Tasten für Datei (File) und ­Verzeichnis (Folder) navigieren und dürfen aus MP3- oder WMA-Formaten bestehen.
NAD C 565 BEE
Bild vergrößern 825 605 http://img3.magnus.de/NAD-C-565-BEE-r825x605-C-265b41b2-51422346.jpg Jitterspektrum: Niedriger Jitter (177 Pikosekunden) © stereoplay
© stereoplay

Jitterspektrum: Niedriger Jitter (177 Pikosekunden)

Im Hörraum fand sich nach einigen ersten Vergleichen mit dem Marantz SA 7001 (stereoplay 6/06) ein fairer Gegner im Referenz-Regal. Erstaunlicherweise ähnelten sich die Klangcharaktere sehr. Erst nach einer Reihe von Hördurchgängen schälte sich heraus, dass der einen Hauch nüchternere Japaner die Musik etwas fließender ­offerierte, während der NAD gefälliger aufspielte und noch mehr Feinzeichnung bot. Geschmackssache.

Der optische Digitaleingang zeigte die gleiche feine, dabei angenehme, aber nicht schönfärberische Charakteristik. Ganz hervor­ragend tönte MP3- und WMA-Material vom Speicherriegel via USB. Selten klang komprimierte Musik so authentisch.

Der Upscaler wirkte spätes­tens bei 192 kHz mit MP3 recht artifiziell; Komprimiertes eignet sich eben wenig für die Nachbehandlung. Ganz im Gegensatz zu CDs, die nochmals an ­Details, Konturenschärfe, Glanz ganz ohne Schärfe sowie Raumausleuchtung zulegten. Wer nun noch Lust zu einem Feintuning hat, der probiert die Digitalfilter durch.




Technische Daten und Testergebnisse

Allgemein  
Abmessungen (B x H x T) 43,5 x 8,6 x 29,3 cm
Gewicht 4,9 kg
Fernbedienung/lernfähig
Ausgänge asymmetrisch/symm.
Digitalausgänge TosLink/ST/Koax/XLR
Anzeige CD-/SACD-Text
lesefähig für CD-R/CD-RW
Lautstärkeregelung
Kopfhörerausgang/regelbar
Zufalls-Titelwahl
HDCD-Wiedergabe
Messwerte  
Fehlerkorrektur Infoschicht CD 1,60 mm
Fehlerkorrektur Oberfläche CD 1,90 mm
Leistungsaufnahme Standby/ Betrieb 1,0/13,8 W
Bewertung  
Klang Absolute Spitzenklasse
Klangpunkte
(max. 70 Punkte)
57
Messwerte
(max. 10 Punkte)
9
Praxis
(max. 15 Punkte)
8
Wertigkeit
(max. 10 Punkte)
7
Gesamturteil
(max. 120 Punkte)
sehr gut 81 Punkte
Preis/Leistung sehr gut
getestet in Ausgabe: 12/11


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