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CD-Player Naim CD 555
Bei Naim erwartet der Insider kräftige Netzteile und satte Mechanik. Das neue CD-Player-Spitzenmodell für 21 600 Euro ist zudem gespickt mit technischen Raffinessen.
Seit dem Test in Heft 11/2003 ist der 11750 Euro teure Naim CDS 3 Referenz bei stereoplay – allerdings zusammen mit zwei anderen. Das wurmte Naim wohl schon ein bisschen. Denn mit dem Player-Boliden CD 555 für sage und schreibe 23300 Euro streben die Entwickler jetzt ganz offensichtlich den alleinigen Referenzrang an.
Ruht komplett auf Blattfedern: aus dem Vollen gearbeitetes Laufwerk des Naim.
Jetzt mit Motorantrieb: schwere Klappe des Disc-Fachs aus einer Wolfram-Legierung.
So oder so errechnet es dann im folgenden Zwischenwerte und gibt schließlich Ausgangs-Datenworte mit der beachtlichen Länge von 24 Bit heraus. Die werden dann nicht etwa durch den 1-Bit-Rauschwolf gedreht wie bei den derzeit üblichen D/A-Wandlern. Naim nahm vielmehr den jüngsten Multibit-Wandler von Burr-Brown, der nicht bloß auf Pegeländerungen reagiert, sondern die Gesamt-Amplituden Stück für Stück mit äußerster Präzision modelliert.
Sorgen für stabile Versorgung der Digital- (rechts) und Analogsektion (links): Insgesamt 63 Spannungsregler garantieren einen autonomen Stromhaushalt.
Der Aufwand zeigt sich in exzellenten Messwerten. Der CD 555 reiht sich zu den jitterärmsten Spielern ein, der Störabstand ist mit 112 Dezibel mustergültig hoch und der Ausgangswiderstand mit 18,4 Ohm vorbildlich niedrig.
Damit verwundert es kaum, dass sich der CD 555 beim Hörtest keinerlei tonale Ausrutscher erlaubte. Der Naim lud nicht einfach zum Zuhören ein, sondern integrierte den Hörer, baute die Musik nicht erst von Grund an auf, sondern zelebrierte sie mit Selbstverständlichkeit und Ruhe.
Sind auf Spiralfedern gelagert und mit reichlich Messing ruhiggestellt: Platinen des Naim.
Selbst der CDS 3 ließ die Klangfiguren auf einer deutlich kleineren Bühne aufmarschieren und trat dynamisch vergleichsweise auf die Bremse. Wo der Meridian 808i (11/05) beim Ausschwingen der Töne, bei der Betonung des Instrumentenkorpus abbrach, machte der CD 555 weiter und zeigte ihm mit entlarvender Präzision bei der musikalischen Binnenspannung seine Grenzen auf.
Fast doppelt so groß wie im Netzteil vom Vorgänger: Ringkerntrafo im separaten Gehäuse mit getrennten Wicklungen für die Analog- und Digitalsignalverarbeitung.
Er nimmt mit, umgibt den Zuhörer mit Musik. Der CD 555 verschweigt nichts, fügt die musikalischen Abläufe lebensechter zusammen, mehr als jeder andere CD-Spieler bisher. Sogar stereoplays Ultra-Analogo Dalibor Beric zollte dem CD 555 Respekt: „Er ist der erste CD-Spieler, bei dem ich eine Gänsehaut bekomme.“
Technische Daten und Testergebnisse
| Allgemein | |
|---|---|
| Abmessungen (B x H x T) | 43,0 x 20,5 x 32,0 cm |
| Gewicht | 35,0 kg |
| Fernbedienung/lernfähig | |
| Ausgänge asymmetrisch/symm. | |
| Digitalausgänge TosLink/ST/Koax/XLR | neinneinnein |
| Anzeige CD-/SACD-Text | nein |
| lesefähig für CD-R/CD-RW | |
| Lautstärkeregelung | nein |
| Kopfhörerausgang/regelbar | nein |
| Zufalls-Titelwahl | nein |
| HDCD-Wiedergabe | |
| Messwerte | |
| Fehlerkorrektur Infoschicht CD | 0,20 mm |
| Fehlerkorrektur Oberfläche CD | 1,00 mm |
| Leistungsaufnahme Standby/ Betrieb | 0/24,3 W |
| Bewertung | |
| Klang | Absolute Spitzenklasse |
| Klangpunkte (max. 70 Punkte) |
65 |
| Messwerte (max. 10 Punkte) |
8 |
| Praxis (max. 15 Punkte) |
7 |
| Wertigkeit (max. 10 Punkte) |
10 |
| Gesamturteil (max. 120 Punkte) |
überragend 90 Punkte |
| Preis/Leistung | sehr gut |
| getestet in Ausgabe: | 6/06 |

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