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CD-Player T.A.C. C 35 im Test
Ein CD-Spieler mit Röhren-Ausgangsstufe? Das ist nicht neu. Was die T.A.C.-Röhrenprofis für den C 35 (1700 Euro) ausgedacht haben, lässt allerdings die Ohren spitzen.
Makellose Verarbeitung und dezente Optik prägen den T.A.C. C 35. Das Display lässt sich dimmen und abschalten. „Level“ regelt den Kopfhörer.
Auch hier gewähren Acrylglasscheiben einen Blick auf die inneren Organe und schützen sie gleichzeitig vor neugierigen Kinderfingern. Allgemein erwecken Verarbeitung und Ausstattung viel Vertrauen. Alles, was nach Metall aussieht, besteht auch daraus, die Tasten wirken präzise geführt und bieten einen klaren Druckpunkt. Der Level-Regler dosiert die Kopfhörer-Lautstärke. Das Display, das sich in zwei Stufen dimmen und abschalten lässt, gefällt mit kristallklarem Kontrast.
T.A.C. stattet seinen C 35 mit zwei Ausgangspaaren aus. Die Paare lassen sich über die Fernbedienung in 26 Stufen im Pegel regeln.
Auch die Fernbedienung besteht aus gebürstetem und dunkel eloxiertem Metall mit feinen runden Tasten und wirkt dadurch dezent edel. Sie bedient den Player und den Verstärker K 35.
Hervorragend niedriger Jitter (156ps)
Die Übersetzung von der Zahlenwelt ins Analoge übernimmt ein bewährter Burr-Brown PCM 1732 mit achtfachem Oversampling. Der versteht auch HDCD-kodierte CDs, die er dann intern mit einer Auflösung von 96 kHz und 24 Bit weiterverarbeitet.
Kleine Präsenzdelle nur bei Emphasis-CDs, sonst ausgewogen
Etwas höherer Klirr mit klanglich günstig abfallendem Spektrum
Dann wechselte stereoplay in die Transistor-Welt: zu einem Creek Destiny 2 (Test 11/10). Die zwei Player waren sich in ihrer tonalen Balance gar nicht unähnlich, doch der Engländer spielte alles in allem ausgewogener. Der C 35 wirkte etwas zurückhaltend im oberen Mittelton, ein wenig sanfter in der Attacke.
Auf sympathische Weise schien der C 35 mit seinen samtigen, aber fein aufgelösten und nie zur Schärfe neigenden Höhen, mit dem warmen, dennoch kontrollierten und knackigen Bass ein wenig Schönfärberei zu betreiben. Dieser T.A.C demonstrierte eine dichte, plastische Abbildung mit großer Raumtiefe. Stets machte er einen unangestrengten und sanftmütigen Eindruck.
Die Idee, traditionelle Analogtechnik mit digitaler zu verheiraten, ist nicht neu. Sie führte aber selten zu einer so gelungenen Symbiose wie hier.
Technische Daten und Testergebnisse
| Allgemein | |
|---|---|
| Abmessungen (B x H x T) | 43,0 x 13,2 x 35,5 cm |
| Gewicht | 10,0 kg |
| Fernbedienung/lernfähig | |
| Ausgänge asymmetrisch/symm. | |
| Digitalausgänge TosLink/ST/Koax/XLR | nein |
| Anzeige CD-/SACD-Text | |
| lesefähig für CD-R/CD-RW | |
| Lautstärkeregelung | |
| Kopfhörerausgang/regelbar | |
| Zufalls-Titelwahl | |
| HDCD-Wiedergabe | |
| Messwerte | |
| Fehlerkorrektur Infoschicht CD | 0,20 mm |
| Fehlerkorrektur Oberfläche CD | 0,20 mm |
| Leistungsaufnahme Standby/ Betrieb | 27,6 W |
| Bewertung | |
| Klang | Absolute Spitzenklasse |
| Klangpunkte (max. 70 Punkte) |
60 |
| Messwerte (max. 10 Punkte) |
7 |
| Praxis (max. 15 Punkte) |
9 |
| Wertigkeit (max. 10 Punkte) |
9 |
| Gesamturteil (max. 120 Punkte) |
sehr gut 85 Punkte |
| Preis/Leistung | überragend |
| getestet in Ausgabe: | 1/12 |

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