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Testbericht

CD-Spieler Rotel RCD 06 SE

Testergebnis
54.0 Punkte
600 EUR
Testverfahren: 1.0

stereoplay Dina Dervisevic


Dina Dervisevic | Profil | Kontakt

31. Mai 2010

Der Rotel RCD 06 SE (600 Euro) gründelte geradezu mit Wonne in den tiefe­ren Tonlagen herum.

Auf jeden Fall ein Pluspunkt: Der RCD 06 SE für 600 Euro kommt mit dem stabilsten Chassis aus richtig dickem Stahlblech daher. Schon deshalb kreiden ihm Alt-Hifiisten seine betonte Schlichtheit sicherlich nicht an. Es gibt durchaus die Selbstverständlichkeiten Random, Repeat und Scan sowie die Möglichkeit, eine Titelfolge zu programmieren. CD-Text oder irgendeine Aufgeschlossenheit fürs allübliche MP3-Format, wie sie schon der Harman-Player bietet, fehlen genauso wie die Kopfhörerbuchse des Marantz.


Bild vergrößern 937 652 http://img3.magnus.de/image-r937x651-C-be138e1f-37759707.jpg Beim RCD 06 SE hat Rotel die analoge Ausgangsverstärkung Burr-Brown-ICs des Typs OPA 2064 anvertraut.

Beim RCD 06 SE hat Rotel die analoge Ausgangsverstärkung Burr-Brown-ICs des Typs OPA 2064 anvertraut.

Statt um derlei Petitessen bemühten sich die Rotel-Ingenieure lieber um eine Klangsteigerung. Deshalb setzten sie statt des Burr-Brown-Wandlers PCM 1716 jetzt einen moderneren WM 8740 von Wolfson ein, der zumindest theoretisch mit größeren Bitmengen präziser hantieren und im Datenblatt noch etwas höhere Störabstände vorweisen kann.

Dazu leisteten sie ein eifriges Tuning bei den Ausgangsstufen. Dort arbeiten nach wie vor integrierte Bausteine des Typs OPA 2604, die sich dank Feldeffekt-Eingangshalbleitern durch hohe Rauscharmut auszeichen. Die eher volkstümlichen Kleinkondensatoren in den Analog-Filterstufen haben die Japaner jetzt aber durch stolze, abermals verlustärmere Styroflex-Edelfolien ersetzt.

Selbst an die Widerstände gingen sie ran, an entscheidender Stelle kamen jetzt aus England bezogene, noch verzerrungsärmere rein.


Bild vergrößern 937 155 http://img4.magnus.de/image-r937x155-C-31162ab4-37759710.jpg
Auch bei den Kleinelkos gab es ein Revirement, und da ein ordentlicher Netztrafo und zwei ansehnliche Rubicon-Stromspeicher mit je 4700 Mikrofarad eine üppige Grundversorgung garantieren, bestand alle Aussicht, dass der RCD 06 SE ­exzellent klingen würde.

Auf jeden Fall gründelte er geradezu mit Wonne in den tiefe­ren Tonlagen herum. Um sich dann allerdings – im Vergleich zu dem Player von Harman – nicht so sehr um Druck und Fülle, sondern vermehrt auch um die impulsive Attacke und Kontur zu kümmern.

Schließlich gönnte der Rotel auch den Höhen mehr Licht. Nicht so strahlendes wie der CD 6003 von Marantz, aber doch so viel, dass ein sauber ab­gebildetes Schlagzeugbecken schaukeln, ein Vibraphon schön glockig nachzingern und eine Stimme Seele entfalten konnte. Und auch so viel, dass der RCD 06 SE mit 54 Punkten und als äußerst angenehmer Geselle in stereoplays Testgeschichte eingehen darf.




Technische Daten und Testergebnisse

Allgemein  
Abmessungen (B x H x T) 43,5 x 7,2 x 34,2 cm
Gewicht 5,0 kg
Fernbedienung/lernfähig ja/nein
Ausgänge asymmetrisch/symm. ja/nein
Digitalausgänge TosLink/ST/Koax/XLR ja/ja/nein
Anzeige CD-/SACD-Text nein
lesefähig für CD-R/CD-RW ja/ja
Lautstärkeregelung nein
Kopfhörerausgang/regelbar neinnein
Zufalls-Titelwahl ja
HDCD-Wiedergabe nein
Messwerte  
Fehlerkorrektur Infoschicht CD 2,00 mm
Fehlerkorrektur Oberfläche CD 1,60 mm
Leistungsaufnahme Standby/ Betrieb 7,8 W
Bewertung  
Klang Spitzenklasse
Klangpunkte
(max. 70 Punkte)
54
Messwerte
(max. 10 Punkte)
9
Praxis
(max. 15 Punkte)
7
Wertigkeit
(max. 10 Punkte)
7
Gesamturteil
(max. 120 Punkte)
gut - sehr gut 77 Punkte
Preis/Leistung sehr gut
getestet in Ausgabe: 3/10


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