
D/A-Wandler Audio Research DAC 7
Per Laptop zeigte der Audio Research DAC 7 (3500 Euro) eindrucksvoll, welche Klangregionen sich mit Computer-Wiedergabe mittlerweile erreichen lassen.
Neben digitalen S/PDIF- und USB-Eingängen besitzt der DAC 7 sogar einen XLR-Anschluss im AES/EBU-Profiformat (links). Auch bei den analogen Ausgängen bietet er die Wahl zwischen unsymmetrischen Cinch- und symmetrischen XLR-Buchsen (rechts).
Angesichts der Gehäusegröße könnte man denn auch tatsächlich meinen, dass unter seiner Haube die ein oder andere Elektronenröhre ihren Dienst tut. Fehlanzeige: Der DAC 7 verwendet ausschließlich Halbleiter als aktive Bauelemente. Aber nicht einfach die mittlerweile üblichen Marienkäfer-großen SMD-Bausteinchen, sondern vielmehr solche, die sich bei Bedarf auch noch von Hand aus- und einlöten lassen.
Nicht weniger als 36 Feldeffekttransistoren besiedeln die platzgreifende Ausgangstufe. Sie sind zur Stromaufteilung in Dreiergruppen parallelgeschaltet. Auffällig auch die vielen Folienkondensatoren.
In Zeiten haarfeiner Leiterbahnen auf Fünffach-Layer-Boards mutet seine äußerst großzügig angelegte Platine schon beinahe archaisch an. Da wäre man gern einer der unzähligen Feldeffekttransistoren, die – zur Rauschminderung in Dreiergruppen parallelgeschaltet – in der vollsymmetrischen Ausgangstufe ihre Arbeit tun.
Technisch ist der DAC 7 jedoch absolut nicht von gestern: Herzstück seiner Digitalsignal-Abteilung ist der von Burr-Brown stammende D/A-Wandlerchip PCM 1792, der mit seinen symmetrischen Gegentakt-Ausgängen sozusagen eine Steilvorlage für die Ausgangsschaltung liefert. Dank diesem Chip verarbeitet der Audio Research sogar High-Resolution-Tonkost bis hinauf zum 24-Bit-192-Kilohertz-Format. Leider gilt das nur für die über S/P-DIF- und AES-Eingänge zugespielten Digitalsignale – bei Einspeisung per USB wandelt er lediglich mit Samplingfrequenzen bis zu maximal 48 Kilohertz.
Da der DAC 7 das im USB-Standard vorgesehene HID-Protokoll unterstützt, können via USB angedockte Computer Laufwerkbefehle von der mitgelieferten Fernbedienung entgegennehmen: So lässt sich iTunes vom Sessel aus navigieren.
Noch einen Gang zulegen konnte der Audio Research gar bei Hi-Res-Betrieb im 24/96-Format: Unter Beibehaltung all seiner bereits erwähnten Tugenden spielte er nun noch etwas beschwingter, randschärfer und differenzierter. Beim Anschluss über die symmetrischen Ausgänge reproduzierte der DAC 7 zwar noch eine Spur energischer und zwingender – allerdings auch etwas weniger charismatisch: Symmetrische Verkabelung ist für ihn also kein Muss.
Technische Daten und Testergebnisse
| Allgemein | |
|---|---|
| Abmessungen (B x H T)HöheTiefe | 14,0 x 48,0 x 26,0 cm |
| Gewicht | 5,2 kg |
| Ausstattung/Funktionen | |
| Lautstärkeregelung digital | |
| Lautstärkenregelung analog | |
| Fernbedienung | |
| Anzeige Samplingrate | |
| Anzeige Wortbreite | |
| Digitale Effektschleife | |
| Maximale Abtastrate Cinch/AES | 192 |
| Maximale Abtastrate Optisch | 96 |
| Maximale Abtastrate USB | 48 |
| USB-Asynchron-Modus USB | |
| Einstellbare Digitalfilter-Charakteristik | |
| Zahl Filter-Optionen | 0 |
| Besondeheiten | |
| Eingänge CD-Spieler | |
| Digital Cinch | 1 |
| Digital BNC | 1 |
| Digital optisch | 1 |
| Digital ST | 0 |
| Digital AES/EBU | 1 |
| Digital DSD | |
| I2S | 0 |
| USB | 1 |
| Firewire | 0 |
| Ausgänge D/A-Wandler | |
| Ausgänge Cinch | 1 |
| Ausgänge XLR Stereo | 1 |
| Ausgänge Kopfhörer 6,3mm | 0 |
| Ausgänge Kopfhörer 3,5mm | 0 |
| Digitalausgang Cinch | |
| Digitalausgang optisch | |
| Digitalausgang sonstige: | |
| Testurteil | |
| Kurzfazit | Beeindruckender, äußerst angenehm und duftig klingender D/A-Wandler für Hi-Res-Betrieb bis 24Bit/192kHz. Bei USB-Anschluss jedoch nur bis 48kHz. |
| Klang | Absolute Spitzenklasse |
| Klangpunkte (max. 70 Punkte) |
65 |
| Klangpunkte Vorverstärker | |
| Messwerte (max. 10 Punkte) |
9 |
| Praxis (max. 15 Punkte) |
8 |
| Wertigkeit (max. 10 Punkte) |
9 |
| Gesamturteil (max. 120 |
91 überragend |
| Preis/Leistung | sehr gut |
| getestet in Ausgabe: | 2/10 |
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