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D/A-Wandler Ayre QB 9
Im Vergleich zum Audio Research DAC 7 gab sich der Ayre QB 9 (2800 Euro) zwar nicht ganz so schmeichelnd, ließ dafür aber die Muskeln noch etwas kräftiger spielen.
Es mutet in der Tat etwas befremdlich an, wenn ein 2800 Euro teurer D/A-Wandler wie der Ayre QB 9 mit nur einem einzigen Eingang daherkommt – noch dazu als USB-Buchse. Grund hierfür ist jedoch weder Knausrigkeit noch Willkür: Vielmehr steht Ayre-Chefdenker und -lenker Charles Hanson eigentlich gar nicht so sehr auf separate D/A-Wandler, sondern präferiert eher integrierte CD-Spieler.
Nicht ohne Grund: Durch die Unterbringung in einem Gehäuse lässt sich die elektronische Taktvorgabe für das gesamte System dicht beim Wandler anordnen und obendrein auch die Zeitbasis für das Laufwerk verwenden – ideale Voraussetzungen also für perfekt synchronen und jitterarmen Datennachschub. Separate Wandler hängen dagegen anschlusstechnisch an einer ziemlich langen Leine: Sie müssen ihren Steuertakt mühsam aus dem vom Digitalausgang des Laufwerks bereitgestellten Datenstrom herausdestillieren – was Jitterprobleme geradezu heraufbeschwört.
Linker Ausschnitt: Mit dem Burr-Brown DSD 1796 verwendet der Ayre QB 9 einen der derzeit besten Wandlerchips. Rechter Ausschnitt: Ein „Field Programmable Gate Array“ (FPGA) beherbergt die Ayre-exklusiven Digitalfilter.
Ayre: jitterfrei dank „Asynchronous“-Mode
Von ihm stammte denn auch die entscheidende Idee hinter dem QB 9: Der Ayre synchronisiert nicht wie üblich auf den vom Computer gelieferten Digitaldatenstrom, weil die dafür notwendige phasenstarre Regelschleife (PLL) unweigerlich Jitter verursacht. Stattdessen verwendet er eine eigene, hochstabile Zeitbasis, die die Audiodaten mit perfektem Timing aus einem speziellen Streaming-Controller- und Speicherbaustein namens TAS 1020 B abruft und dem von Burr-Brown stammenden Wandlerchip (PCM 1796) zuführt. Den Nachschub an Audiodaten für seinen Speicher handelt der Streaming-Controller dabei direkt mit dem Computer aus.
Volle zwei Jahre feilte Gordon Rankin an der Software zur Programmierung des USB-Controller-Chips, damit der QB 9 auch ohne spezielle Treiber perfekt mit Mac und PC kommuniziert – dabei darf es sogar Tonkost im 24/96-Format sein. Wie der Audio Research setzt auch der Ayre in seinen Ausgangsstufen ganze Schaaren einzelner Transistoren ein – dank SMD-Technik baut die gesamte Schaltung jedoch sehr kompakt. Typisch für Ayre-Komponenten verzichtet auch der QB 9 auf die Über-alles-Gegenkopplung, was der Klangqualität zugute kommen soll.
Dass die Zusammenarbeit von Charles Hanson und Gordon Rankin äußerst fruchtbar war, bewies der Ayre im Hörtest: So versuchte er gar nicht erst, die Tester durch besondere klangliche Ausprägungen für sich zu gewinnen. Stattdessen musizierte der QB 9 so überzeugend, dass für Zweifel überhaupt kein Platz blieb. Wenn er spielte, war allen klar: So soll es klingen.
Im Vergleich zum Audio Research DAC 7 gab sich der Ayre zwar nicht ganz so schmeichelnd und weiträumig, ließ dafür aber die Muskeln noch etwas kräftiger spielen. Zudem besaß er die Fähigkeit, spannungsgeladene feindynamische Strukturen in der Musik wunderbar herauszuarbeiten.
Noch präziser durchgezeichnet und freier spielte der QB 9 mit Musikfiles im 24/96-Format. Die perfekte Gratwanderung zwischen Präzision und Musikalität belohnten die Tester schließlich mit 66 Punkten – damit ist der Ayre QB 9 die neue PC-Wandler-Referenz bei stereoplay.
Technische Daten und Testergebnisse
| Allgemein | |
|---|---|
| Abmessungen (B x H T)HöheTiefe | 21,6 x 7,6 x 29,0 cm |
| Gewicht | 2,3 kg |
| Ausstattung/Funktionen | |
| Lautstärkeregelung digital | |
| Lautstärkenregelung analog | |
| Fernbedienung | |
| Anzeige Samplingrate | |
| Anzeige Wortbreite | |
| Digitale Effektschleife | |
| Maximale Abtastrate Cinch/AES | 0 |
| Maximale Abtastrate Optisch | 0 |
| Maximale Abtastrate USB | 192 |
| USB-Asynchron-Modus USB | |
| Einstellbare Digitalfilter-Charakteristik | |
| Zahl Filter-Optionen | 2 |
| Besondeheiten | Reiner USB-Wandler, Asynchron-Modus. |
| Eingänge CD-Spieler | |
| Digital Cinch | 0 |
| Digital BNC | 0 |
| Digital optisch | 0 |
| Digital ST | 0 |
| Digital AES/EBU | 0 |
| Digital DSD | |
| I2S | 0 |
| USB | 1 |
| Firewire | 0 |
| Ausgänge D/A-Wandler | |
| Ausgänge Cinch | 1 |
| Ausgänge XLR Stereo | 1 |
| Ausgänge Kopfhörer 6,3mm | 0 |
| Ausgänge Kopfhörer 3,5mm | 0 |
| Digitalausgang Cinch | |
| Digitalausgang optisch | |
| Digitalausgang sonstige: | |
| Testurteil | |
| Kurzfazit | Ausschließlich für USB-Anschluss gedachter Wandler mit phänomenalem Klang, der auch Signale im 24Bit/96kHz-Format vom Computer entgegennimmt. |
| Klang | Absolute Spitzenklasse |
| Klangpunkte (max. 70 Punkte) |
66 |
| Klangpunkte Vorverstärker | |
| Messwerte (max. 10 Punkte) |
10 |
| Praxis (max. 15 Punkte) |
8 |
| Wertigkeit (max. 10 Punkte) |
9 |
| Gesamturteil (max. 120 |
93 überragend |
| Preis/Leistung | sehr gut |
| getestet in Ausgabe: | 2/10 |

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