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Testbericht

D/A-Wandler PS Audio PerfectWave DAC

Testergebnis
65.0 Punkte
3300 EUR
Testverfahren: 1.0

stereoplay


Jürgen Schröder | Profil | Kontakt

2. September 2010

Im Hörtest bot der PS Audio PerfectWave DAC (3300 Euro) eine sehr griffige, kraftvolle Vorstellung, die durch Klarheit, Druck und Tempo begeisterte.

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Es ist schon sehr untertrieben, den PerfectWave DAC vom amerikanischen Spezialisten PS Audio lediglich als D/A-Wandler zu bezeichnen. Angesichts seiner Talente ließe sich für ihn glatt eine eigene Rubrik in der Rang-und-Namen-Liste eröffnen: So verfügt er über eine sehr hochwertige, digital gesteuerte Lautstärkeregelung, was den  direkten Anschluss an Leis­tungsendstufen erlaubt – zu einem vollwertigen Preamp fehlen ihm eigentlich nur noch Analogeingänge.

Dafür kann er auf digitaler Ebene mit so ziemlich allem anbandeln, was einen entsprechenden Ausgang besitzt. Dabei  dürfen es AES/EBU-, S/P-DIF- oder USB-Signale sein – selbstverständlich auch im High-Resolution-Format mit bis zu 32 Bit /192 Kilohertz.

D/A-Wandler PS Audio PerfectWave DAC
Bild vergrößern 937 704 http://img1.magnus.de/D-A-Wandler-PS-Audio-PerfectWave-DAC-r937x703-C-80250860-37178169.jpg Dank klarer Symbolik auf dem Touchpanel gerät die Bedienung des PerfectWave DAC zum Kinderspiel.

Dank klarer Symbolik auf dem Touchpanel gerät die Bedienung des PerfectWave DAC zum Kinderspiel.

Doch damit nicht genug: Durch Einsetzen eines optionalen, „The Bridge" genannten Einschubs läßt sich der PS Audio sogar zum Netzwerk-Player aufrüsten. „The Bridge" soll im nächsten Jahr erhältlich sein.

Engagiert geht der PWD auch das Thema Jitter an: Ebenso wie Ayre ist auch PS Audio der Meinung, das der Systemtaktgeber möglichst dicht beim Wandlerchip platziert sein sollte. Und damit die Daten vom CD-Laufwerk stets „just in time" und damit jitterarm dort eintreffen, besitzt der PWD ­einen speziellen Eingang im Format „Inter IC Sound" (I²S-): Die bidirektionale Schnittstelle überträgt Signal- und Taktimpulse getrennt und regelt zudem den Datennachschub vom Laufwerk – was jedoch einen entsprechend ausgerüsteten Scheibendreher wie den hauseigenen PerfectWave Transport (PWT) voraussetzt.

Per I²S quasi „starr" mit dem Laufwerk verbunden, kann der PWD auf klangverschlechterndes Resampling zur Jitter-Entfernung verzichten – eigens dafür hält er die Native-Betriebsart bereit, in der die Abtastrate einzig durch die Programmquelle festgelegt wird. Alternativ dazu bietet der PS Audio jedoch auch die Möglichkeit, Eingangssignale mit bis zu 192 Kilohertz nach Gutdünken hoch oder runter zu sampeln. Als D/A-Wandler­chip verwendet er den renommierten Wolfson WM 8742, der ein ausgefeiltes, ­fünfach umschaltbares Digitalfilter mitbringt. Das eröffnet weitere Möglichkeiten zur persönlichen Klangbildgestaltung.

PS Audio: Flexibilität ist seine Stärke

Alle Bedienungsvorgänge gelingen dabei intuitiv und per Direktzugriff über das frontseitige Touchpanel – oder vom Hörplatz aus über die mitgelieferte Infrarot-Fernbedienung, die auch das CD-Laufwerk verwalten kann.

D/A-Wandler PS Audio PerfectWave DAC
Bild vergrößern 937 863 http://img4.magnus.de/D-A-Wandler-PS-Audio-PerfectWave-DAC-r937x863-C-7308e974-37178172.jpg Zwei separate Netzteile für Analog- und Digitalteil zeigen, wie ernst PS Audio das Thema Stromversorgung nimmt.

Zwei separate Netzteile für Analog- und Digitalteil zeigen, wie ernst PS Audio das Thema Stromversorgung nimmt.

Neben einem kräftig dimensionierten Netzteil spendierte PS Audio dem PerfectWave DAC eine vollständig diskret aufgebaute, sehr niederohmige  Ausgangsstufe in Class-A-Schaltung, die auch längste Kleinsignalkabel antreibt und ebenso wie der Ayre auf Über-alles-Gegenkopplung verzichtet.

Im Hörtest bot der PWD  eine sehr griffige, kraftvolle Vorstellung, die durch Klarheit, Druck und Tempo begeisterte. Mit CD-Kost vom PWT versorgt, war der Klanggewinn der  I²S- gegenüber der S/P-DIF- Verbindung denn auch deutlich zu hören. Allerdings ergab die empfohlene Native-Betriebsart nicht automatisch die beste Performance – bei CD beispielsweise bevorzugten die Tester leichtes Upsampling. 

Nur minimal verhangener als über den koaxialen S/P-DIF-Eingang ertönte die Musik via USB-Schnittstelle, die jedoch mit Tonmaterial im 24/96-Format an Strahlkraft gewann. Mit 65 Punkten belohnten die Tester den blitzsauberen Auftritt des PWD.


Technische Daten und Testergebnisse

Allgemein  
Abmessungen (B x H T)HöheTiefe 44,0 x 10,0 x 44,0 cm
Gewicht 8,0 kg
Ausstattung/Funktionen  
Lautstärkeregelung digital ja
Lautstärkenregelung analog nein
Fernbedienung ja
Anzeige Samplingrate ja
Anzeige Wortbreite ja
Digitale Effektschleife nein
Maximale Abtastrate Cinch/AES 192
Maximale Abtastrate Optisch 192
Maximale Abtastrate USB 96
USB-Asynchron-Modus USB ja
Einstellbare Digitalfilter-Charakteristik ja
Zahl Filter-Optionen 5
Besondeheiten
Eingänge CD-Spieler  
Digital Cinch 1
Digital BNC 0
Digital optisch 1
Digital ST 0
Digital AES/EBU 1
Digital DSD nein
I2S 2
USB 1
Firewire 0
Ausgänge D/A-Wandler  
Ausgänge Cinch 1
Ausgänge XLR Stereo 1
Ausgänge Kopfhörer 6,3mm 0
Ausgänge Kopfhörer 3,5mm 0
Digitalausgang Cinch nein
Digitalausgang optisch nein
Digitalausgang sonstige:
Testurteil  
Kurzfazit Extrem vielseitiger D/A-Wandler/Vorverstärker mit blitzsauerem Klang und anspruchvoller Technik, der sich zum Netzwerkplayer aufrüsten lässt.
Klang Absolute Spitzenklasse
Klangpunkte
(max. 70 Punkte)
65
Klangpunkte Vorverstärker
Messwerte
(max. 10 Punkte)
10
Praxis
(max. 15 Punkte)
9
Wertigkeit
(max. 10 Punkte)
9
Gesamturteil
(max. 120
93 überragend
Preis/Leistung sehr gut
getestet in Ausgabe: 2/10

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