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Testbericht

Digital/Analog-Wandler Apogee Rosetta 200 mit FireWire

Testergebnis
63.0 Punkte
1700 EUR
Testverfahren: 1.0

stereoplay


Hans-Ulrich Fessler

29. August 2008

Die kalifornische Apogee gilt als eine der führenden Fabriken für edelste Studio-Elektronik. Ihr jüngstes Produkt, Rosetta 200 (1400 Euro + 300 Euro für den FireWire-Einschub), strotzt nur so vor technischen Innovationen.

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Digital/Analog-Wandler Apogee Rosetta 200 mit FireWire

Kein Serien-Rechenschaltkreis genügte den klanglichen Ansprüchen der Profis von Apogee. Kurzerhand ließen sie sich eigene Vorschriften einfallen und verewigten sie im Digitalen Sig­nalprozessor des Rosetta 200.

Er upsampelt nicht nur die Daten auf 192 Kilohertz. Wichtiger noch, er macht auch ein besonders klangschonendes Downsampling, um 48- oder 92-kHz-Mastersignale ins CD-Format zu übersetzen. Die von Apogee „Coda" getauften Klangwerkzeuge beinhalten auch ein raffiniertes „Dithering“, das 24-Bit-Worte ohne nennenswerte Fehler auf 16 Bit abrundet.

Digital/Analog-Wandler Apogee Rosetta 200 mit FireWire<BR>
Bild vergrößern 800 475 http://img3.magnus.de/Digital-Analog-Wandler-Apogee-Rosetta-200-mit-FireWire-BR--r800x475-C-236ff4ad-25218035.jpg Bilderbuchlayout: Ein Schaltnetzteil speist den Konverter, die Aufnahme- und Wiedergabezüge sind symmetrisch ausgeführt. Die D/A-Konverter kauft Apogee zu, die A/D-Wandler baute sie kurzerhand selbst. © Jan Winkler
© Jan Winkler

Bilderbuchlayout: Ein Schaltnetzteil speist den Konverter, die Aufnahme- und Wiedergabezüge sind symmetrisch ausgeführt. Die D/A-Konverter kauft Apogee zu, die A/D-Wandler baute sie kurzerhand selbst.

Eine zweite Stolperfalle räumt Apogee bei der A/D-Wandlung im Analogpfad aus dem Weg. Das Problem: Schon bei gerings­ten Übersteuerungen des Signals drohen auf der Digitalebene drastische Verzerrungen; steuert der Toningenieur zu vorsichtig aus, verschenkt er Dynamik. Mit einer intelligenten, vom erwarteten Digitalsignal aus gesteuerten analogen Pegelregelung (vergleichbar „Soft-Clipping“) fährt der Rosetta 200 Spitzen blitzschnell zurück und schafft somit beste Voraussetzungen für eine verzerrungsfreie A/D-­Wandlung. Absolut professionell: Sogar die Schwelle, ab der die Regelung greifen soll, ist dabei einstellbar.

Eine weitere Voraussetzung für exzellente Klangqualität sehen die Kalifornier in der Minimierung von zeitlichen Unpässlichkeiten im Taktsignal (Jitter). Apogee lagert die Daten in einem Silo zwischen und – einzigartig – benutzt zum Ein- und Auslesen zwei Taktgeber. Ein schnell reagierender „Read“-Clock mit großem Fangbereich füllt den Puffer, ein eng tolerierter  „Write“-Takt liest die Daten.

Die Turbo-Jitterreduzierung hilft nicht nur bei der Wieder­gabe, sondern garantiert auch  hervorragende Digitalaufnahmen. Dazu unverzichtbar: das optio-nale FireWire-Interface, das den Rosetta 200 an den Rechner andockt und im Gegensatz zu USB ­verzögerungsfrei agiert.

Digital/Analog-Wandler Apogee Rosetta 200 mit FireWire
Bild vergrößern 800 100 http://img4.magnus.de/Digital-Analog-Wandler-Apogee-Rosetta-200-mit-FireWire-r800x100-C-764e35a6-25218038.jpg Von A bis Z vollsymmetrisch: Der Apogee digitalisiert analoge Eingangssignale mit raffiniertem Sampling. Soft-Clipping hilft bei der optimalen Aussteuerung. Der Rosetta 200 lässt sich mit externen Taktsignalen synchronisieren. © Jan Winkler
© Jan Winkler

Von A bis Z vollsymmetrisch: Der Apogee digitalisiert analoge Eingangssignale mit raffiniertem Sampling. Soft-Clipping hilft bei der optimalen Aussteuerung. Der Rosetta 200 lässt sich mit externen Taktsignalen synchronisieren.

In den Hörtests begeisterte der Apogee als Netzwerkspieler mit kristallklarer Durchzeichnung über den gesamten Frequenz­bereich von High-Resolution-Downloads. Er grenzte die Interpreten rassiermesserscharf ab, gab sich dabei in den Höhen samtig und geschmeidig, und entlud, wenn gefordert, gewalttätige Bassattacken. Die Abbildung stimmte nicht nur in der Breite, sondern auch in der Tiefe. Bei niedrigen Datenraten fehlte wie erwartet etwas Aura; den Testern gelang es aber nicht, einen Unterschied zwischen 96-kHz-Master und Downsamp­ling auf 48 Kilohertz dingfest zu machen.

Er wandelte als D/A-Konverter die CD-Spieler-Daten so locker und gelassen, so konturiert im Bass und mit sensationeller Vorne/Hinten-Ortbarkeit, dass er sich letztendlich den alleinigen Referenz-Orden verdiente.

Als konventioneller Wandler konkurrenzlos, können ihm als Netzwerk-Player nur erheblich teurere Typen Paroli bieten.


Technische Daten und Testergebnisse

Allgemein  
Abmessungen (B x H T)HöheTiefe 48,0 x 5,5 x 32,0 cm
Gewicht 5,0 kg
Ausstattung/Funktionen  
Lautstärkeregelung digital nein
Lautstärkenregelung analog nein
Fernbedienung ja
Anzeige Samplingrate ja
Anzeige Wortbreite nein
Digitale Effektschleife nein
Maximale Abtastrate Cinch/AES 192
Maximale Abtastrate Optisch 192
Maximale Abtastrate USB 96
USB-Asynchron-Modus USB nein
Einstellbare Digitalfilter-Charakteristik nein
Zahl Filter-Optionen 0
Besondeheiten
Eingänge CD-Spieler  
Digital Cinch 1
Digital BNC 0
Digital optisch 1
Digital ST 0
Digital AES/EBU 2
Digital DSD nein
I2S 0
USB 0
Firewire 1
Ausgänge D/A-Wandler  
Ausgänge Cinch 0
Ausgänge XLR Stereo 1
Ausgänge Kopfhörer 6,3mm 0
Ausgänge Kopfhörer 3,5mm 0
Digitalausgang Cinch ja
Digitalausgang optisch ja
Digitalausgang sonstige: AES/EBU
Testurteil  
Kurzfazit Für HiFi zugeschnittener D/A-Wandler/Vorverstärker mit 96-kHz-USB. Begeistert bei High Resolution mit lupenreinem Klang, über SPDIF mit Detailfreudigkeit.
Klang Absolute Spitzenklasse
Klangpunkte
(max. 70 Punkte)
63
Klangpunkte Vorverstärker
Messwerte
(max. 10 Punkte)
9
Praxis
(max. 15 Punkte)
9
Wertigkeit
(max. 10 Punkte)
8
Gesamturteil
(max. 120
89 sehr gut
Preis/Leistung überragend
getestet in Ausgabe: 9/08

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