Testbericht

Digital/Analog-Wandler Benchmark DAC 1 Pre


Hans-Ulrich Fessler

29. August 2008

Geniale Idee: Mit dem DAC 1 Pre (1700 Euro) bietet Benchmark Media Systems einen D/A-Wandler mit integrierter Vorstufe an, der neben fünf ­Digitalanschlüssen sogar einen analogen Eingang mitbringt.

Digital/Analog-Wandler Benchmark DAC 1 Pre

Digital/Analog-Wandler Benchmark DAC 1 Pre
Bild vergrößern 880 http://img3.magnus.de/Digital-Analog-Wandler-Benchmark-DAC-1-Pre-r880x209-C-f859f313-25124653.jpg Hinter den XLR-Ausgängen sitzen Trimmpotentiometer und Reiter zur Pegelfein- und -grobvoreinstellung. Der Analogeingang ist direkt mit den Vorverstärker-ICs verbunden. © Jan Winkler
© Jan Winkler

Hinter den XLR-Ausgängen sitzen Trimmpotentiometer und Reiter zur Pegelfein- und -grobvoreinstellung. Der Analogeingang ist direkt mit den Vorverstärker-ICs verbunden.

Das Konzept des Wandlers entspricht weitgehend dem 4/06 getesten DAC 1: Ein 192-Kilohertz-fähiger Abtastratenwandler rechnet alle ankommenden Taktsignale auf eine einheitliche interne Samplingfrequenz von 110 kHz um. Der asynchronen Taktumrechnung messen die Entwickler einen entscheidenden Beitrag zur Minimierung von Jitter zu. Als Wandler verlässt sich Benchmark auf den bewährten Konverter AD 1853. Seine Fähigkeit zur Lautstärkeregelung lassen die Amerikaner brach liegen und spendierten ihm stattdessen eine vollwertige analoge Regelung.

Von dem Wandler und dem mit OPs aufgebauten Vorverstärker profitieren letztendlich auch die vom PC zugespielten Musikfiles. Über USB verarbeitet der DAC 1 Pre Daten mit maximal 96 kHz Samplingfrequenz, an den SPDIF-Eingängen dürfen bis 192 kHz anliegen. Eine Besonderheit: Ohne externe Treiberhilfe kommt der USB-Port mit Windows- und Macintosh-Rechnern klar.

Digital/Analog-Wandler Benchmark DAC 1 Pre
Bild vergrößern 800 http://img2.magnus.de/Digital-Analog-Wandler-Benchmark-DAC-1-Pre-r800x933-C-e6d56f28-25124656.jpg Wie gehabt: Upsampler und Konverter stammen aus dem DAC 1. © Jan Winkler
© Jan Winkler

Wie gehabt: Upsampler und Konverter stammen aus dem DAC 1.

Wie wichtig aber ASIO-Treiber für hochwertige Wiedergabe sind, demonstrierte der DAC 1 Pre eindrucksvoll im stereoplay-Hörraum. Mit 48-kHz-16-Bit-Musik gefüttert (also genau dem Format, in das Windows resampelt), klang er mit Asio4All deutlich plastischer als mit dem bordeigenen USB-Treiber.

Mit Asio4All war es schon ein Hochgenuss, wie der Benchmark solo im „Calibrated Mode" die Töne von High-Resolution-Downloads aufpolierte, wie ­akkurat er Raumarchitekturen nachzeichnete.

Von CDs ausgesteuert, spielte der DAC etwa auf dem Niveau des Aqvox. Der zeichnete die weitwinkeligeren Klanglandschaften, der Benchmark spielte markanter und mit mehr Wucht auf. Über seinen Vorverstärker, der zum 53-Punkte-Höhenflug ansetzte, ging zudem kaum Atmosphäre verloren.



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