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Testbericht

Kompakt-Lautsprecher Elac BS 63

Testergebnis
42.0 Punkte
460 EUR
Testverfahren: 1.0

stereoplay


Wolfram Eifert

15. August 2007

Bei der taufrischen BS 63 von Elac, für 460 Euro das Paar, sind die Oberflächen matter gehalten, was der Box eine dezente Erscheinung verleiht.

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Elac BS 63 Raumwinkeloptimierung Schema
Bild vergrößern 921 1000 http://img2.magnus.de/Elac-BS-63-Raumwinkeloptimierung-Schema-r921x1000-C-5a29e838-12971873.jpg Herkömmliche, achsenbetonte Abstimmung (rot) gegen neue Raumwinkeloptimierung (grau). Am rechten oberen Rand ist die graue Hülle dicker, es gelangt mehr Energie direkt zum Hörer. "Wir haben ganz besondere Aufmerksamkeit auf die dreidimensionale Schallabstrahlung gelegt, sodass der Raum akustisch homogener ausgeleuchtet wird" (Rolf Janke, Elac-Boxenentwicklung). © Julian Bauer
© Julian Bauer

Herkömmliche, achsenbetonte Abstimmung (rot) gegen neue Raumwinkeloptimierung (grau). Am rechten oberen Rand ist die graue Hülle dicker, es gelangt mehr Energie direkt zum Hörer. "Wir haben ganz besondere Aufmerksamkeit auf die dreidimensionale Schallabstrahlung gelegt, sodass der Raum akustisch homogener ausgeleuchtet wird" (Rolf Janke, Elac-Boxenentwicklung).

Die Schallwand ist im oberen Teil an den Seiten abgerundet, was Kantendiffraktionen mindert und glatte Frequenzgangkurven fördert.

Die homogene Verteilung der Schallenergie über alle Raumwinkel hinweg ist auch bei der Elac mit der BS 63 ein zentrales Merkmal, nur wurde das Ziel hier vorwiegend durch eine raffinierte Frequenzweiche erreicht, die das Ergebnis von Vorausberechnungen des Abstrahlverhaltens darstellt – in allen drei Raumdimensionen. Damit rückt Elac etwas ab von der üblichen Fokussierung auf das Direktschallfeld und die üblichen, achsnahen Schalldruckmessungen. Dass gerade diese Kurven dennoch sehr gleichmäßig und nahezu winkelunabhängig ausfallen, spricht für das offensichtlich ausgefeilte Konzept.

Klanglich stahl die Elac der im Grunde perfekt ausbalancierten und hochgradig neutralen Nubert ein wenig die Schau – eine Folge ihrer ungemein plastischen Stimmbildung und der damit verbundenen Durchhörbarkeit. So mussten deutlich teurere Vergleichsboxen anrücken, um adäquate Sparringspartner für die Elac ausfindig zu machen. Eine 685 von B&W (600 Euro, Test in Heft 6/07) mochte einen Hauch mehr Samtigkeit entfalten, eine Heco Celan 300 (700 Euro, Heft 11/05) einen Tick mehr Grundtonfülle, doch die Elac konterte mit einem unbändigen Drive und einer erhabenen Räumlichkeit, was selbst den verwöhntesten Jurymitgliedern ein Lächeln ins Gesicht zauberte.

Stärken:

+ Routinierte und saubere Verarbeitung

+ Klingt herrlich engagiert, macht enorm viel Spaß

Schwächen:

- Für manchen Geschmack fast zu überschwänglich




Technische Daten und Testergebnisse

Allgemeine Daten  
Breite 20,5 cm
Höhe 33,0 cm
Tiefe 26,5 cm
Gewicht: 7,0 kg
Aufstellungs-Tipp: freistehend, Hörabstand ab 2 m, normal bedämpfte Räume bis 35 m²
Messwerte  
Betriebsspannung für 90 dB SPL 4,0 V
Impedanz Minimum stp 5,2 Ohm
Maximallautstärke oberer Wert 106 dB
Maximale Lautstärke unterer Wert (>45 Hz) 106 dB
Untere Grenzfrequenz (-3dB) 69 Hz
Untere Grenzfrequenz (-6 dB) 52 Hz
Bewertung  
Kurzfazit Preiswerte und formschöne Kompaktbox mit schallleistungsoptimierter Abstimmung. Klingt wunderbar plastisch und lebendig, für ihr Geld traumhaft gut. Kultverdacht!
Klang Spitzenklasse
Natürlichkeit 9
Feinauflösung 10
Grenzdynamik 8
Bassqualität 6
Abbildung 9
Klangpunkte
(max. 70 Punkte)
42
Messwerte 7
Praxis 4
Wertigkeit 5
Gesamturteil
(max. 120 Punkte)
befr. - gut 58
Preis/Leistung überragend
getestet in Ausgabe 9/07


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