- MP3-Player
- Lautsprecher
- Plattenspieler
- Kopfhörer
- Verstärker
- Netzwerk-Player
- Kompaktanlagen
- Zubehör/Sonstiges
- Audioquellen
- iPod-Docks
Kompaktlautsprecher Isophon Odessa
Die Isophon Odessa (8000 Euro das Paar) gefällt mit einer glockenklaren und neutralen Spielweise, die gut zu dröhngefährdeten Räumen passt. Nur der ihr zugedachte Boxenständer ist klanglich nicht optimal, weil zu wenig stabil.
Das neue Keramikchassis zeigt ein riesiges Magnetsystem und eine sehr große Bautiefe. Das fest montierte Schutzgitter ist Teil der klanglichen Abstimmung.
Wie ihr großes Vorbild nutzt die Odessa zwei aus Sicherheitsgründen gitterbewehrte Konustreiber mit extrem steifen, aber bruchempfindlichen Keramikmembranen und eine aus demselben Material gefertigte Hochtonkalotte mit inverser, sprich nach innen gewölbter Membran.
Das zuschaltbare Ortsfilter (Pfeil) korrigiert den Basspegel bei wandnaher Aufstellung.
Diese etwas höhere Pegelausbeute liegt auch am Zusammenspiel der Chassis mit einer branchenunüblich komplexen Frequenzweiche, die die Tieftöner nicht nur obenherum zähmt, sondern auch im Ultratiefbass, um sie vor unsinnigen Frequenzen zu schützen. Mehr dazu im Kasten nebenan.
Das in unterschiedlichsten Farben und Furnieren lieferbare Gehäuse verjüngt sich der Stabilität wegen nach hinten. Sockel (aus Granit) und Box lassen die gleiche Grundform erkennen.
Diese glasklare und beseelte Wiedergabe aller Bereiche zieht sich wie ein roter Faden durch das Klangbild der Isophon: Ihre Durchhörbarkeit schneller Bassfolgen, der äußerst exakte Grundton und ihre räumliche Genauigkeit verzückten die Tester nachhaltig.
Natürlich setzt die Physik solch kleinen Schallwandlern Grenzen: Die ganzheitliche Wucht und Würde ihrer größeren Schwester (wie auch der Magico oder der Vienna) erreichte sie nur mit Mühe. Für Freunde impulsiver Präzision und Abbildungsgenauigkeit auf engstem Raum dürfte es jedoch – wenn es nicht ohrenbetäubend laut zugehen muss – zur Odessa nur ganz wenige Alternativen geben.
Technische Daten und Testergebnisse
| Allgemeine Daten | |
|---|---|
| Breite | 19,0 cm |
| Höhe | 44,0 cm |
| Tiefe | 33,0 cm |
| Gewicht: | 15,0 kg |
| Aufstellungs-Tipp: | freistehend oder wandnah, Hörabstand ab 2 m, normal bedämpfte Räume bis 30 m² |
| Messwerte | |
| Betriebsspannung für 90 dB SPL | 4,8 V |
| Impedanz Minimum stp | 3,4 Ohm |
| Maximallautstärke oberer Wert | 98 dB |
| Maximale Lautstärke unterer Wert (>45 Hz) | 98 dB |
| Untere Grenzfrequenz (-3dB) | 64 Hz |
| Untere Grenzfrequenz (-6 dB) | 59 Hz |
| Bewertung | |
| Kurzfazit | Grazile, eher kleinvolumige Edelbox mit Keramikchassis und komplexen Filtern. Kaum Tiefbass, dafür herrlich feinfühlig. Für Wandnähe geeignet. |
| Klang | Absolute Spitzenklasse |
| Natürlichkeit | 13 |
| Feinauflösung | 12 |
| Grenzdynamik | 8 |
| Bassqualität | 9 |
| Abbildung | 15 |
| Klangpunkte (max. 70 Punkte) |
57 |
| Messwerte | 8 |
| Praxis | 5 |
| Wertigkeit | 9 |
| Gesamturteil (max. 120 Punkte) |
gut - sehr gut 79 |
| Preis/Leistung | sehr gut |
| getestet in Ausgabe | 8/09 |







