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Kompaktlautsprecher-System KEF XQ 10 / PSW 2500
Unsichtbare oder wenigstens hauchdünne Lautsprecher sind leider noch nicht erfunden, doch Hersteller wie KEF unternehmen jede Anstrengung, die Klangkörper so attraktiv wie möglich zu gestalten. Das XQ 10 / PSW 2500, für 3600 Euro ist der beste Beweis dafür.
Bei den XQ 10 wäre allein der Versuch die Boxen zu verstecken jammerschade, denn die nur gut 30 Zentimeter großen Edelboxen sind serienmäßig in feinsten Glanzlack gehüllt, entweder in Schwarz wie bei den Testmustern oder unterlegt mit ausgesuchten Holzfurnieren.
Die Gehäuse sind der Stabilität und Schönheit wegen gerundet, plan ist nur die Schallwand aus massivem Aluminium, die der verbauten EinpunktSchallquelle (im KEF-Jargon Uni-Q genannt) auf Jahre hinaus sicheren Halt gibt. Der koaxiale Aufbau erscheint so zwingend logisch, dass man sich unwillkürlich fragt, warum andere Hersteller so etwas nicht auch machen. Doch KEF war schlau genug, sich wesentliche Merkmale der im Detail recht komplexen Anordnung patentieren zu lassen und so die Zahl der Nachbauten überschaubar und im Zweifelsfall kostenpflichtig zu halten.
Captain Kirk, bitte kommen: Von unten sieht der Woofer aus wie ein startendes Ufo. Tatsächlich verhindert die vertikale Ausrichtung des Tieftöners ein pegelbedingtes Weghüpfen.
Die jüngste Uni-Q-Generation verfügt über eine neu gestaltete Schallführung, die den zentralen Hochtöner akustisch noch besser in den umgebenden Treiber einbettet. Dank aufwendiger Feinabstimmung verarbeitet der Treiber (abgesehen vom Tiefbass) das komplette Hörspektrum und zeigt dabei eine Linearität, die selbst mit einer digitalen Entzerrung kaum noch steigerungsfähig wäre.
KEF-Fans haben die Wahl zwischen einer fünften XQ 10 als Center oder dem XQ 50c, der speziell für diesen Zweck konzipiert wurde. Mit zwei separaten Tieftönern links und rechts des Uni-Q bringt er zusätzliche Membranfläche ins Spiel, ohne das Prinzip des Koax zu verwässern, denn die Anbindung der zusätzlichen Chassis erfolgt in einem für die Ortbarkeit unkritischen Frequenzbereich. stereoplay hat beide Varianten ausprobiert.
Das Terminal ist ausgesprochen griffgünstig und serienmäßig mit hochwertigen Kabelbrücken bestückt. Drei (nicht vier) verstellbare Füße stoppem jedes Gewackel
Dem KEF-Set gelang eine wirklich überzeugende Räumlichkeit. Landläufige Actionfilme, aber auch fünfkanalige Musikeinspielungen mit vibrierendem Dixieland-Jazz kamen derart raumgreifend, dass den Testern mehr als einmal der Atem stockte. Man hatte regelmäßig das Gefühl, die Anlage habe den Raum komplett im Griff, die real existierenden Wände waren akustisch nicht mehr wahrnehmbar. Ob eine fünfte XQ 10 als Center diente oder der XQ 50c, spielte dabei keine Rolle. Mit der großen Mittenbox (die das Set 600 Euro teurer macht) erhielt das Klangbild etwas mehr Grundtonvolumen, der Gesamthomogenität war dies jedoch eher abträglich.
Auch 4.1 gelang dem KEF-Set auffallend gut, die Ortbarkeit schien ohne realen Center sogar punktueller, die Klangdichte allerdings geringer. Eine deutlich abflauende Authentizität bekamen die Tester erst bei Stereo 2.0 zu spüren. Ganz ohne Wooferunterstützung wurde das für Stereo sehr knapp bemessene Format der XQ 10 doch deutlich hörbar.

Kleines Spiel für zwischendurch

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