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Testbericht

Lautsprecher B&W 684

Testergebnis
46.0 Punkte
1000 EUR
Testverfahren: 1.0

stereoplay


Wolfram Eifert

15. Oktober 2007

Der vollmundig-feine und entspannte Klang der B&W 684 (1000 Euro pro Paar) tröstet über das im Stimmbereich nicht allzu große Engagement hinweg.

B&W 684

Die erst vor wenigen Monaten neu vorgestellte 600er-Baureihe von B&W verzichtet auf jeden Schnickschnack; die auffallend tief bauende Standbox wirkt dadurch angenehm zeitlos.

Oberflächen aus Echtholz sind bei der britischen Marke höherwertigen Serien vorbehalten. Den Korpus der 684 bedecken täuschend echt wirkende Holznachbildungen in Gestalt von Kunststofffolien, nur die Front ist in matt schimmernden Softlack gehüllt.


Bild vergrößern 937 1222 http://img4.magnus.de/image-r937x1222-C-302aa452-12961017.jpg Das Gehäuse ist besonders tief, um genügend Volumen zur Kontrolle der Tieftöner zu schaffen. Die Sockelplatte dient als optisches Element und erhöht die Kippsicherheit. © Julian Bauer
© Julian Bauer

Das Gehäuse ist besonders tief, um genügend Volumen zur Kontrolle der Tieftöner zu schaffen. Die Sockelplatte dient als optisches Element und erhöht die Kippsicherheit.

Beides zusammen wirkt ausgesprochen edel und keineswegs billig, obwohl die Herstellungskosten um ein Vielfaches unter denen der ungleich nobler gestalteten 800er Serie liegen.

Die Zweiteilung vorne Lack, hinten Folie findet sich aktuell bei vielen Herstellern, Canton und Elac verfahren ähnlich, erzielen durch einen höheren Glanzgrad der Lacke jedoch eine andere optische Wirkung.

Doch wie klingt die 684? Um das herauszufinden, drehten sich zahllose Scheiben im Referenzplayer, darunter das Album „The Complex" der Blue Man Group (Lava Records), deren enorme Klangdichte Lautsprecher vor extreme Herausforderungen stellt.

Die mit Schlaginstrumenten aller Art nur so gespickte Platte klang über die B&W angenehm transparent, aber keineswegs harsch. Besonders der mit nur 6 Dezibel pro Oktave angekoppelte, aufwendig bedämpfte Hochtöner gab sich wunderbar leichtfüßig und traumhaft klangrein.

In den unteren Lagen eher üppig als asketisch, empfahl sich die 684 als ausgesprochen angenehme Spielpartnerin, die nur in den Mittellagen – dort besonders bei hellen Gesangsstimmen – in Richtung brav und zurückhaltend tendierte. Ihre beiden Kevlar-Konustreiber, die leicht divergierend beschaltet sind (Bässe gemeinsam, Mitten nur einer), sind eindeutig mehr auf Geschmeidigkeit getrimmt als auf maximale Lebendigkeit um jeden Preis.




Technische Daten und Testergebnisse

Allgemeine Daten  
Breite 19,8 cm
Höhe 91,0 cm
Tiefe 30,0 cm
Gewicht: 18,2 kg
Aufstellungs-Tipp: freistehend, Hörabstand ab 2,5 m, normal bedämpfte Räume bis 35 m²
Messwerte  
Betriebsspannung für 90 dB SPL 4,0 V
Impedanz Minimum stp 4,0 Ohm
Maximallautstärke oberer Wert 108 dB
Maximale Lautstärke unterer Wert (>45 Hz) 108 dB
Untere Grenzfrequenz (-3dB) 64 Hz
Untere Grenzfrequenz (-6 dB) 50 Hz
Bewertung  
Kurzfazit Preiswerte Standbox mit zeitlosem Design, ansprechender Verarbeitung und Zweieinhalb-Wege-Beschaltung. Kultivierter, unaufdringlicher Klang mit angenehmer Feindynamik.
Klang Spitzenklasse
Natürlichkeit 9
Feinauflösung 9
Grenzdynamik 9
Bassqualität 9
Abbildung 10
Klangpunkte
(max. 70 Punkte)
46
Messwerte 7
Praxis 4
Wertigkeit 5
Gesamturteil
(max. 120 Punkte)
gut 62
Preis/Leistung sehr gut
getestet in Ausgabe 11/07


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