pearl.de Bestseller NEU Beratungsvideo Schnäppchen Ausgezeichnet bewertet Pressestimmen Günstig beiwww.pearl.de onlne einkaufen
Testbericht

Lautsprecher Blumenhofer Genuin FS 3

Testergebnis
58.0 Punkte
8900 EUR
Testverfahren: 1.0

stereoplay Wolfram Eifert


Wolfram Eifert | Profil | Kontakt

28. Juni 2010

Die wattgenügsame Blumenhofer Genuin FS 30 (8900 Euro das Paar) setzt auf Dynamik und Plastizität. Der trockene Bass ruft nach einer tendenziell wandnahen Aufstellung. Die Richtwirkung erlaubt größere Hördistanzen.

Lautsprecher Blumenhofer Genuin FS 3

Dieses Produkt wurde auch getestet von:

Audio Logo 185x55

Durchschnittsbürger dürften den Namen Blumenhofer kaum mit dem Bau hochwertiger Schallwandler in Verbindung bringen. Doch in der Beschallungsszene und bei Fans von Röhrenverstärkern genießt die kleine süddeutsche Boxenschmiede längst Kultstatus. Seit über 30 Jahren tüftelt Firmeninhaber Thomas Blumenhofer an Hörnern, die es qualitativ längst mit den Großen der ­Branche aufnehmen.

Auf welch beachtlichem ­Niveau die in ländlicher Abgeschiedenheit entwickelten und größtenteils auch gefertigten Hörner spielen, wissen stereoplay-Leser spätestens seit dem Test der Genuin FS 1 in der Januar-Ausgabe 2009. Für satte 35 000 Euro verwandelt das aktuell zweitgrößte Blumenhofer-Modell auch riesige Wohnzimmer jenseits der 60 Quadratmeter mühelos in Konzertsäle, dank eines überragend geringen Wattbedarfs sogar mit wattgeizigen Röhren.


Bild vergrößern 696 1000 http://img2.magnus.de/image-r696x1000-C-5f595451-36552411.jpg Eine Impedanzkorrektur lässt sich am Terminal zuschalten. Die Frequenzweiche ist im Sockel untergebracht.

Eine Impedanzkorrektur lässt sich am Terminal zuschalten. Die Frequenzweiche ist im Sockel untergebracht.

Die Hornbauweise kommt Röhren entgegen

Die sehr viel kompaktere Genuin FS 3 belastet das Genießer-Budget mit kaum 9000 Euro erheblich weniger, lässt konstruktiv dennoch zahlreiche Parallelen erkennen. Auch die kleine Schwester bewohnt ein zweiteiliges Multiplexgehäuse, ist konstruktiv ein Zwitter.

Den Bereich unterhalb 1200 Hertz verantwortet ein in den tiefsten Lagen eher zurückhaltend abgestimmtes, sonst umso potenteres Bassreflexsystem, bestehend aus einem hochbelastbaren 8-Zoll-Treiber mit brettharter Sandwichmembran, großvolumigem Gehäuse und schlitzförmiger Austrittsöffnung. Insgesamt liegt der Wattbedarf deutlich unter dem geschlossener Aufbauten.

Die verbleibenden Lagen bis hinauf zur Hörgrenze und darüber hinaus überlässt Blumenhofer einem selbstkonstruierten Hornsystem mit inverser Kalottenmembran und vorgeschalteter Druckkammer. Gemessen an seiner moderaten Größe arbeitet das Horn ungewöhnlich breitbandig und linear.


Bild vergrößern 541 344 http://img2.magnus.de/image-r541x344-C-e7c52f0a-36552405.jpg Der Horntreiber basiert auf einer Metallkalotte mit einem extrem starken Antrieb inklusive einer Druckkammer.

Der Horntreiber basiert auf einer Metallkalotte mit einem extrem starken Antrieb inklusive einer Druckkammer.

Die maximal erzielbare Lautstärke wird vom Basstreiber limitiert und bleibt mit 108 Dezibel deutlich hinter den traumhaften 120 Dezibel der großen Schwester zurück, dürfte den meisten aber vollauf genügen. Erfreulich: Der Wattbedarf der FS 3 ist nur halb so hoch wie bei herkömmlichen Boxen ähnlicher Größe.

Bauartbedingt erfolgt die Abstrahlung stärker gerichtet als bei Boxen ohne Schallführung. Ähnlich wie die ASW erzeugt die Blumenhofer eine deutliche Richtwirkung in der Vertikalen, die sich mit Hilfe der höhenverstellbaren Spikes innerhalb gewisser Grenzen der Hörentfernung und Sitzhöhe anpassen lässt.


Bild vergrößern 448 314 http://img4.magnus.de/image-r448x314-C-7f6ec766-36552402.jpg Der Basstreiber verfügt über ein stämmiges Magnetsystem, welches für einen hohen Wirkungsgrad sorgt.

Der Basstreiber verfügt über ein stämmiges Magnetsystem, welches für einen hohen Wirkungsgrad sorgt.

Die Stärken der Blumenhofer lagen in den Bereichen Offenheit und Dynamik, weniger im Tonalen. Dort gab es die eine oder andere Ungenauigkeit, an der sich die Tester stören konnten, aber keineswegs mussten.

In Hochform geriet der Bayernzwitter mit älteren Analogeinspielungen in Kombination mit wohlig klingenden Röhrenverstärkern. So klang der pfeilschnelle Bass warm und rund, die extrovertierten Mitten auch tonal mehrheitsfähig.




Technische Daten und Testergebnisse

Allgemeine Daten  
Breite 26,0 cm
Höhe 100,0 cm
Tiefe 42,0 cm
Gewicht: 37,0 kg
Aufstellungs-Tipp: freistehend oder wandnah, Hörabstand ab 3 m, normal bedämpfte Räume ab 25 m²
Messwerte  
Betriebsspannung für 90 dB SPL 3,2 V
Impedanz Minimum stp 5,4 Ohm
Maximallautstärke oberer Wert 108 dB
Maximale Lautstärke unterer Wert (>45 Hz) 108 dB
Untere Grenzfrequenz (-3dB) 65 Hz
Untere Grenzfrequenz (-6 dB) 39 Hz
Bewertung  
Kurzfazit Formschöne Kombination aus Bassreflexbox und Horn für die oberen Mitten und Höhen. Dank geringem Wattbedarf auch für Röhren geeignet. Für Individualisten.
Klang Absolute Spitzenklasse
Natürlichkeit 11
Feinauflösung 13
Grenzdynamik 11
Bassqualität 11
Abbildung 12
Klangpunkte
(max. 70 Punkte)
58
Messwerte 7
Praxis 5
Wertigkeit 8
Gesamturteil
(max. 120 Punkte)
gut - sehr gut 78
Preis/Leistung gut
getestet in Ausgabe 4/10


Verwandte Themen

Günstig bei www.pearl.de online einkaufen
Finden Sie Ihr Produkt

Schnellfinder

Sie wollen schnell einen Überblick gewinnen? Mit wenigen Klicks zum passenden Gerät!

Hier auswählen:

Handy-Tariffinder

Handyrechnung zu hoch? Hier finden Sie Ihren perfekten Handytarif.

Zum Tarifvergleich

Kleines Spiel für zwischendurch

Meistgelesen
1. AF-S Nikkor 2/200mm VR II G ED + Nikon TC20E III an Nikon…

Die gute Bildqualität, die das Nikon AF-S Nikkor 2/200 mm VR II G ED an der Nikon D7000 zeigt, wird durch den 2-fach Extender kaum beeinträchtigt.

2. Der Klempner auf dem Court

Nintendo bittet zum knallbunten Maskottchen-Match. Kein großes, aber unterhaltsames Tennis, wie sich im Test zeigt.

3. Samsung Galaxy S3 im Praxistest

Das Samsung Galaxy S3 ist da. Im ausführlichen Praxistest hat es in Sachen Performance die Konkurrenz an die Wand gespielt.

4. Hardware4u.net Gamers Dream im Test

Dass Spielerechner nicht unbedingt groß und laut sein müssen, will Hardware4u.net mit dem Gamers Dream Revision 4.1 Air Micro belegen. Wir haben…