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Testbericht

Lautsprecher Nubert nuVero 11

Testergebnis
56.0 Punkte
2690 EUR
Testverfahren: 1.0

stereoplay


Wolfram Eifert

27. Mai 2009

Ob Oper oder Hard-Rock, das Klangbild der Nubert nuVero 11 (2690 Euro das Paar) schien jedesmal der Situation angepasst, war mal von samtpfötiger Reife und Rundheit, mal von kaum fasslicher Kontrolle und Brutalität.

Lautsprecher Nubert nuVero 11

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Mit nuVero, der jüngsten Baureihe im Hause Nubert, wagt sich der im Einsteigerbereich längst zu den Marktführern zählende Direktvertreiber erstmals in vornehmere Preis- und Güteklassen.

Lautsprecher Nubert nuVero 11
Bild vergrößern 800 1080 http://img1.magnus.de/Lautsprecher-Nubert-nuVero-11-r800x1080-C-4eafeb37-25100580.jpg In der Vogelperspektive ist die leichte Krümmung der Schallwand deutlich zu erkennen. © Julian Bauer
© Julian Bauer

In der Vogelperspektive ist die leichte Krümmung der Schallwand deutlich zu erkennen.

Das Bemühen um eine erfolgreiche Aufnahme ins Luxussegment ist bei der nuVero 11 an allen Ecken und Kanten spürbar – auch ganz unten, wo prachtvolle Edelstahltraversen komfortabel und formvollendet Halt gewähren. Eine Kombination aus Matt- und Glanzlack macht die fast 30 Kilogramm schwere Tonsäule zum optischen Erlebnis auf dem Niveau edelster Designermöbel, bei denen der laufende Meter vermutlich mehr kostet als ein Pärchen 11er und keinen einzigen Ton Musik von sich gibt.

Innerhalb der sowieso spitz kalkulierten Baureihe ist die nuVero 11 sozusagen das Schnäppchen im Quadrat, denn sie unterbietet ihre größere Schwester nuVero 14 (stereoplay 10/2008) paarweise nochmal um knapp 1200 Euro. Dass die 11er satte 29 Zentimeter weniger hoch aufragt, dürften viele als weiteren Vorteil betrachten.

Lautsprecher Nubert nuVero 11
Bild vergrößern 800 1444 http://img3.magnus.de/Lautsprecher-Nubert-nuVero-11-r800x1444-C-215ae9a0-25100583.jpg Die bestens schalldurchlässigen Abdeckgitter sind in Gummipuffern gelagert. © Julian Bauer
© Julian Bauer

Die bestens schalldurchlässigen Abdeckgitter sind in Gummipuffern gelagert.

Messtechnisch sind die Differenzen geringer, als Preis und Abmessungen vermuten lassen. Obwohl die 11er deutlich weniger Volumen und Membranfläche in die Waagschale wirft, offenbarte sie nahezu identische Pegel- und Tiefbassfähigkeiten. Bei der maximal erzielbaren Lautstärke lag die 11 sogar einen Hauch (1 Dezibel) vor der 14. Beide tauchten fast deckungsgleich und problemlos unter die 30-Hertz-Marke.

Wie sensationell diese Werte sind, zeigt der Vergleich mit der ungleich voluminöseren Cabasse,­ der gegenüber der nuVero 11 fast eine Oktave im Tiefbass fehlt, allerdings bei deutlich ­geringerem Wattbedarf in den ­übrigen Bereichen.

Für eine Gegenüberstellung beider Nubert-Modelle viel bedeutsamer sind Unterschiede im Rundstrahlverhalten, die mit dem Wegfall des obersten, vierten Basstreibers bei der 11 zusammenhängen. Mehr dazu im ­Kasten unten.

Lautsprecher Nubert nuVero 11
Bild vergrößern 800 1973 http://img2.magnus.de/Lautsprecher-Nubert-nuVero-11-r800x1973-C-ae7bf163-25100586.jpg Im Anschlussterminal sind drei kleine Kippschalter zur besseren Raumanpassung versteckt. © Julian Bauer
© Julian Bauer

Im Anschlussterminal sind drei kleine Kippschalter zur besseren Raumanpassung versteckt.

Ob Oper oder Hard-Rock, das Klangbild der Nubert schien jedesmal der Situation angepasst, war mal von samtpfötiger Reife und Rundheit, mal von kaum fasslicher Kontrolle und Brutalität. Die 11 mochte bei Soloinstrumenten nicht ganz so hingebungsvoll tönen wie die Sitara, wirkte aber insgesamt neutraler und weniger mittenfixiert.

Im Bassbereich deklassierte die Nubert sowohl die Audio Physic als auch die Sonus Faber, die beide weder ihren irrsinnigen Tiefgang erreichten noch ihre Impulshärte und Stabilität.

Deutlich mehr Gegenwehr leistete die Cabasse, die mit ihrer unbändigen Spielfreude und Raumgenauigkeit die kühler gestimmte Nubert ganz schön ins Schwitzen brachte. Dass die nuVero 11 am Ende doch die ­größeren Sympathien genoss, verdankt sie ihrer Überlegenheit im Bass und ihrer auf Dauer geschmeidigeren Art.

Stärken

+ Haptisch wie akustisch extrem aufwendig; klingt mustergültig neutral; verdient im Bass ein „State of the Art“

Schwächen

- Verlangt nach kräftigen und laststabilen Verstärkern




Technische Daten und Testergebnisse

Allgemeine Daten  
Breite 20,3 cm
Höhe 113,5 cm
Tiefe 39,0 cm
Gewicht: 29,0 kg
Aufstellungs-Tipp: freistehend, Hörabstand ab 2,5 m, unterschiedlich bedämpfte Räume ab 25 m²
Messwerte  
Betriebsspannung für 90 dB SPL 4,3 V
Impedanz Minimum stp 3,2 Ohm
Maximallautstärke oberer Wert 108 dB
Maximale Lautstärke unterer Wert (>45 Hz) 108 dB
Untere Grenzfrequenz (-3dB) 33 Hz
Untere Grenzfrequenz (-6 dB) 30 Hz
Bewertung  
Kurzfazit Klassenuntypisch wertige Standbox inklusive Ortsfiltern. Klingt herrlich frei und neutral, beherrscht alle Stile, macht einen Subwoofer entbehrlich.
Klang Absolute Spitzenklasse
Natürlichkeit 12
Feinauflösung 10
Grenzdynamik 12
Bassqualität 12
Abbildung 10
Klangpunkte
(max. 70 Punkte)
56
Messwerte 8
Praxis 7
Wertigkeit 7
Gesamturteil
(max. 120 Punkte)
gut - sehr gut 78
Preis/Leistung überragend
getestet in Ausgabe 5/09


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