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Lautsprecher Nubert nuVero 11
Ob Oper oder Hard-Rock, das Klangbild der Nubert nuVero 11 (2690 Euro das Paar) schien jedesmal der Situation angepasst, war mal von samtpfötiger Reife und Rundheit, mal von kaum fasslicher Kontrolle und Brutalität.
Mit nuVero, der jüngsten Baureihe im Hause Nubert, wagt sich der im Einsteigerbereich längst zu den Marktführern zählende Direktvertreiber erstmals in vornehmere Preis- und Güteklassen.
In der Vogelperspektive ist die leichte Krümmung der Schallwand deutlich zu erkennen.
Innerhalb der sowieso spitz kalkulierten Baureihe ist die nuVero 11 sozusagen das Schnäppchen im Quadrat, denn sie unterbietet ihre größere Schwester nuVero 14 (stereoplay 10/2008) paarweise nochmal um knapp 1200 Euro. Dass die 11er satte 29 Zentimeter weniger hoch aufragt, dürften viele als weiteren Vorteil betrachten.
Die bestens schalldurchlässigen Abdeckgitter sind in Gummipuffern gelagert.
Wie sensationell diese Werte sind, zeigt der Vergleich mit der ungleich voluminöseren Cabasse, der gegenüber der nuVero 11 fast eine Oktave im Tiefbass fehlt, allerdings bei deutlich geringerem Wattbedarf in den übrigen Bereichen.
Für eine Gegenüberstellung beider Nubert-Modelle viel bedeutsamer sind Unterschiede im Rundstrahlverhalten, die mit dem Wegfall des obersten, vierten Basstreibers bei der 11 zusammenhängen. Mehr dazu im Kasten unten.
Im Anschlussterminal sind drei kleine Kippschalter zur besseren Raumanpassung versteckt.
Im Bassbereich deklassierte die Nubert sowohl die Audio Physic als auch die Sonus Faber, die beide weder ihren irrsinnigen Tiefgang erreichten noch ihre Impulshärte und Stabilität.
Deutlich mehr Gegenwehr leistete die Cabasse, die mit ihrer unbändigen Spielfreude und Raumgenauigkeit die kühler gestimmte Nubert ganz schön ins Schwitzen brachte. Dass die nuVero 11 am Ende doch die größeren Sympathien genoss, verdankt sie ihrer Überlegenheit im Bass und ihrer auf Dauer geschmeidigeren Art.
Stärken
+ Haptisch wie akustisch extrem aufwendig; klingt mustergültig neutral; verdient im Bass ein „State of the Art“
Schwächen
- Verlangt nach kräftigen und laststabilen Verstärkern
Technische Daten und Testergebnisse
| Allgemeine Daten | |
|---|---|
| Breite | 20,3 cm |
| Höhe | 113,5 cm |
| Tiefe | 39,0 cm |
| Gewicht: | 29,0 kg |
| Aufstellungs-Tipp: | freistehend, Hörabstand ab 2,5 m, unterschiedlich bedämpfte Räume ab 25 m² |
| Messwerte | |
| Betriebsspannung für 90 dB SPL | 4,3 V |
| Impedanz Minimum stp | 3,2 Ohm |
| Maximallautstärke oberer Wert | 108 dB |
| Maximale Lautstärke unterer Wert (>45 Hz) | 108 dB |
| Untere Grenzfrequenz (-3dB) | 33 Hz |
| Untere Grenzfrequenz (-6 dB) | 30 Hz |
| Bewertung | |
| Kurzfazit | Klassenuntypisch wertige Standbox inklusive Ortsfiltern. Klingt herrlich frei und neutral, beherrscht alle Stile, macht einen Subwoofer entbehrlich. |
| Klang | Absolute Spitzenklasse |
| Natürlichkeit | 12 |
| Feinauflösung | 10 |
| Grenzdynamik | 12 |
| Bassqualität | 12 |
| Abbildung | 10 |
| Klangpunkte (max. 70 Punkte) |
56 |
| Messwerte | 8 |
| Praxis | 7 |
| Wertigkeit | 7 |
| Gesamturteil (max. 120 Punkte) |
gut - sehr gut 78 |
| Preis/Leistung | überragend |
| getestet in Ausgabe | 5/09 |
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