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Testbericht

MC-Tonabnehmer Lyra Titan i

Testergebnis
59.0 Punkte
4500 EUR
Testverfahren: 1.0

stereoplay


Dalibor Beric

15. Mai 2006

Lyra hat am Referenz-Abtaster Titan i für 4500 Euro von stereoplay herumgetunt. Verschlimmbesserung oder das Tüpfelchen auf dem i?

Auf die Frage, was er beim Titan i verändert habe, antwortet Jonathan Carr: wenig. Das sei auch der Grund, warum man dem Namen des stereoplay-Referenz-Pickups nur ein i für „improved" angehängt und den Preis von 4500 Euro beibehalten habe, erklärt der Entwickler der Lyra-Systeme.

Die hauptsächlichen Veränderungen erfuhren der Spanndraht und der Dämpfungsgummi. Auch die Feinabstimmung von Yoshinori Mishima, des japanischen Handwerkers in der multinationalen Lyra-Gemeinschaft, habe sich zu einer leicht anderen Klangtendenz hin verschoben. Von der grundsätzlichen Konstruktion Abstand zu nehmen, sah man keinen Grund. Denn schließlich ist der Generator mit zwei Scheibenmagneten und vergoldetem Spulenkern aus hochreinem Eisen (99,999 Prozenz), auf den die ebenfalls hochreine Kupferspule gewickelt ist, nicht nur äußerst effizient, sondern zudem sehr verzerrungsarm. Auch der Bor-Nadelträger, dem Lyra in Deutschland eine Diamanthaut angedeihen lässt, gehört zum Allerbesten, was man an dieser Stelle verwenden kann.

Bleibt also die Frage, ob diese feinen baulichen Veränderungen positive klangliche Folgen haben. Sie wurde im Hörraum mittels Laufwerk Nouvelle Platine Verdier (8/01) nebst  Tonarm Linn Ekos und Phonostufe Pass XOno (10/01) schnell beantwortet: Der Titan i verströmte im Vergleich zu seinem Vorgänger deutlich mehr Klangfarben, was vor allem Streichern zu Gute kam. Die i-Version klang somit wärmer, ohne jedoch die Musik mit einem Weichzeichner zu verklären.

Sogar die direkte Spielweise seines Vorgängers steigerte der Titan i noch. Auch die Raumdarstellung geriet nun breiter und tiefer, wobei hier die Verbesserung eher gering war. Dass er einzelne Instrumente schärfer umrissen darstellte, verblüffte hingegen.Völlig überzeugt waren die Tester dann, als der Titan i Stimmen mehr Ausdruck verlieh und komplexe Orchesterpassagen noch differenzierter erklangen. So heißt der neue stereoplay-Referenz-Abtaster weiterhin Lyra Titan, wobei er nun ein i in seinem Namen trägt.




Technische Daten und Testergebnisse

Messwerte  
Ausgangsspannung 8 cm/s 0,88 mV
Systemimpedanz 5,4 Ohm/ 9,0 µH
Tiefenabtastfähigkeit 315Hz 70 µm
Empfohlene Auflagekraft 20 mN
Hochtonverzerrungen 0,07 %
Tiefenresonanz im 13-g-Arm 10,5 Hz
Systemgewicht 10,4 g
Tonarm-Gewichtsklasse mittel
Bewertung  
Kurzfazit Die dezenten Veränderungen am \r\nTitan i haben sich ob der klanglichen Fortschritte gelohnt. So hat sich Abstand des Referenzabtasters zu anderen Tondosen noch vergrößert.
Klang Absolute Spitzenklasse
Klangpunkte
(max. 70 Punkte)
59
Messwerte
(max. 10 Punkte)
8
Praxis
(max. 15 Punkte)
7
Wertigkeit
(max. 10 Punkte)
9
Gesamturteil
(max. 120
83 Punkte
Preis/Leistung sehr gut
getestet in Ausgabe: 6/06


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