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Testbericht

Netzwerk-Spieler Linn Klimax DS Dynamik

Testergebnis
70.0 Punkte
15000 EUR
Testverfahren: 1.0

stereoplay


Jörg Witzsch

27. Januar 2010

Mit dem neuen Netzteil klang der Linn Klimax DS Dynamik (15000 Euro) nochmals feiner aufgelöst und dynamischer, mit mehr Raum und Ortung.

Das Flaggschiff, der Klimax DS, musste als erster in den Ring. Mit ihm wollten die Tester exemplarisch die Klangunterschiede zwischen Soft- und Hardware in allen möglichen Kombinationen testen. Die Musik dazu kam von einer RipNas Statement, als Serverprogramm diente Asset uPNP von dBpoweramp.

Spannend schon der erste Testabschnitt: Was bringt das neue Dynamik-Netzteil, wenn auf beiden Netzwerkplayern die alte Bute-Software spielt? Ricky Lee Jones’ „Woody And Dutch On The Slow Train To Peking” zeigte mit dem Dynamik mehr Betonungen und mehr Raum, Jones’ Stimme war kompakter und wärmer, nicht so zart und hauchig wie über das alte Netzteil. Dem fehlte bei den Congas etwas der Rhythmus – je mehr musikalisch passierte, desto gepresster und weniger durchhörbar wurde die Musik. Das neue Netzteil: auch musikalisch standhafter, selbst in den dichtesten Stellen blieben Details deutlicher abgesetzt.


Bild vergrößern 715 579 http://img3.magnus.de/image-r715x579-C-29040ebc-38200812.jpg Tragen zur Klangqualität des Klimax DS bei: Lundahl-Transformatoren in der Ausgangsstufe symmetrieren das Signal und dienen als Tiefpass-Filter.

Tragen zur Klangqualität des Klimax DS bei: Lundahl-Transformatoren in der Ausgangsstufe symmetrieren das Signal und dienen als Tiefpass-Filter.

Der Zartheit des alten Netzteils konnte stereoplay dann mit Rachmaninoffs „Sinfonischen Tänzen" durchaus etwas abgewinnen. In dieser Hochbit-Aufnahme von Reference Recordings (176,4 kHz / 24 Bit) hatte das Fagott aber denn doch beim Dynamik-Klimax deutlich mehr Schattierungen in den Klangfarben, die Hörner klangen authentischer, laute Tutti-Passagen waren weniger gepresst, das Spiel des Minnesota Orchestra deutlich dynamischer. Subjektiv rückten die Spieler das Klangbild etwas nach hinten, das aber ist ein altbekannter Effekt und spricht nur für das neue Netzteil: Je mehr ein Gerät die Dynamik komprimiert, desto direkter erscheint eine Aufnahme.

Nächster Schritt: Der Klimax mit dem alten Netzteil bekommt die neue „Cara“-Software verpasst, der „dynamisierte" Klimax bleibt beim alten Bute. Das rückte beide Geräte näher an­einander. Tonal schien Cara Forschritte zu bringen, eine Klarinette beispielsweise war deutlicher aus dem Orchesterteppich herauszuhören, aber: Die leichte Dynamikbegrenzung des alten Netzteils blieb.

Das ließ vermuten: Das Netzteil spielt klanglich eine nicht unwichtige Rolle. Deshalb: Update beider Klimaxe auf Cara, die Netzteile traten unter gleichen Voraussetzungen gegenein­ander an. Und siehe da: Mit dem neuen Netzteil klang‘s nochmals feiner aufgelöst und dynamischer, mit mehr Raum und Ortung.

Nochmals ein kurzer Gegencheck: „Bird On A Wire" aus dem 20th-anniversary-Album „Famous Blue Raincoat" von Jennifer Warnes klang mit dem alten Netzteil elegant und schön, der „Vollausbau" aber zauberte stereoplay-Redakteur Dalibor Beric ein Lächeln aufs Gesicht und einen typischen seiner Understatement-Sprüche auf die Lippen: „Daran könnt‘ ich mich fast gewöhnen.“

Der Klang

Druckvoll, rhythmisch, melodiös und mit hervorragender Durchsichtigkeit. Bereits hier schon eine Musikalität, die weit über dem Klassenniveau liegt.




Technische Daten und Testergebnisse

Allgemein  
Abmessung (Breite x Höhe x Tiefe) 35,0 x 6,0 x 36,0 cm
Gewicht 10,0 kg
Ton  
Eingang Cinch nein
(Anzahl)
Ausgang Cinch(Anzahl) ja (1)
Eingang Digital opt. / coax / HDMI nein/nein/nein
Ausgang Digital opt. / coax nein/nein
Ton über HDMI
Ausgänge symmetrisch ja
Bild Musik-Server  
Ausgang Video (Anzahl) nein
Ausgang S-Video (Anzahl)
Ausgang YUV / HDMI
Netzwerk  
Ethernet ja
WLAN / Verschlüsselung WLAN nein/
USB (Anzahl) nein
Speicherkartenslot nein
Typ Speicherkarte
benötigter Server UPnP
Ausstattung  
Display  
Display / Farbdisplay ja/nein/
Auflösung
Fernbedienung / lernfähig ja/nein
mit Display/System nein/ja
Betriebsarten  
Wiedergabe nach Album / Playlist ja
Bedienung am Gerät nein
OSD nein
Anzeige CD-Text ja
Internetradio / Vorgespeicherte Stationen (Internetradio) nein/
UKW-Radio / Stationsspeicher
CD-Datenbank
Formate  
Datenformate flac, wav, aac, alac, mp3
Videoformate
Audio-CD / DVD
maximale Samplingfrequenz 192
Bewertung  
Kurzfazit Ein weitere Hattrick der Linn-Ingenieure. Die von ihm gesetzten Maßstäbe hat der Klimax nochmals deutlich nach oben gesetzt. Musikalität und Klangkultur in Reinstform. Der Klimax DS bleibt weiterhin das Maß aller Dinge – stereoplay Referenz.
Klang Absolute Spitzenklasse
Klangpunkte HiRes 24Bit192kHz
(max.80 Punkte)
70
Klangpunkte 24Bit96KHz
(max. 70 Punkte)
0
Klangpunkte 16Bit44kHz
(max. 70 Punkte)
67
Klangpunkte Vorverstärker
Messwerte
(max. 10 Punkte)
9
Praxis
(max. 15 Punkte)
6
Wertigkeit
(max. 10 Punkte)
10
Gesamturteil
(max. 130 Punkte)
überragend 95
Preis/Leistung sehr gut
getestet in Ausgabe: 11/09


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