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Plattenspieler Thorens TD 550 + TP 125
Zum 125-Jahre-Jubiläum gönnt Thorens dem Plattenspieler TD 550 (12020 Euro) einen Langtonarm aus schweizerischer Fertigung. Ob diese Kombination gefeiert werden muss, prüfte stereoplay weltexklusiv.
Justage kein Problem: Sowohl die Füße als auch das Subchassis aus Kohlefaser des TD 550 lassen sich bequem von oben verstellen (Pfeile). Das Antiskating ist beim TP 125 berührungslos magnetisch gelöst.
Diesen Arm bietet Thorens nun in Kombination mit dem TD 550 an, und zwar für „uhrenhafte" 12 020 Euro. Für diesen Preis kann sich der Kunde zwischen einer mittellangen 10-Zoll-Version und einem langen 12-Zöller entscheiden. Da aber der TD 550 als einer der ganz wenigen Subchassis-Plattenspieler überhaupt die Möglichkeit bietet, einen langen Arm zu montieren, entschied sich stereoplay natürlich, diese Variante unter die Lupe zu nehmen.
Der Teller wird ebenfalls außen von einem Vierkant-Gummiriemen in Rotation versetzt, bekam aber nicht nur eine verchromte Oberfläche, sondern mit 6,3 Kilogramm auch mehr Masse als sein kleiner Bruder, dessen Teller 4,2 kg wiegt.
Damit der massive Aluminiumteller nicht zur resonierenden Glocke wird, beschichtet ihn Thorens mit Bitumen und bedämpft ihn dadurch effektiv.
Auch die Subchassis-Entkopplung erfuhr eine Überarbeitung. Die Konstruktion der mit Schaumstoff bedämpften Blattfedern, die mit Bowdenzügen am Chassis befestigt sind, wurde beibehalten. Doch die Züge setzen sich beim TD 550 aus feineren Drähten zusammen, die zudem stärker verdrillt sind, während die Blattfedern nicht zwei-, sondern dreilagig aus etwas dünnerem Federstahl ausgeführt sind.
Dezente Veränderungen erfuhr auch die Elektronik, die den 24-poligen Synchronmotor mit Bronzelager – der gleiche wie beim TD 350 – antreibt. Sie besitzt noch immer einen Generator, der seine eigene Schwingung herstellt, die stabiler und störungsärmer als die Netzschwingung ist.
Den TD 550 kann in unterscheidlichen Farben geordert werden.
Der Tonarm TP 125 wartet mit einigen mechanischen Leckerbissen auf. So ist das kardanische Lager eine Variante, die sich auch in hochwertigen mechanischen Uhren findet, nur eben deutlich größer. Hierbei wird ein handpolierter Deck- und Lochstein aus Rubin in eine Messingbüchse eingepresst. Bei der Achse selber handelt es sich um einen ebenfalls handpolierten Edelstahlstift, der sich in dem Lochstein dreht und auf dem Deckstein aufliegt.
Durch eine Gewindeschraube (Pfeil) lässt sich der VTA feinfühlig einstellen. Nach der Justage sollte man aber die Schraube wieder entfernen, da es dann besser klingt.
Als weiteren Pluspunkt verbuchte der TD 550 eine über die ganze Platte stabile räumliche Wiedergabe (die bei kürzeren Armen je nach Position des Abtasters leicht unterschiedlich ausfällt). Das Patt war somit besiegelt, und der TD 550 zieht mit dem TP 125 in die Absolute Spitzenklasse ein. Aus stereoplay-Sicht spricht also absolut nichts dagegen, dass sich das Thorens-Jubiläum in die Länge zieht.
Technische Daten und Testergebnisse
| Allgemein | |
|---|---|
| Maße (B x T x H) | 53,2 x 18,3 x 42,1 cm |
| Gewicht: | 22,0 kg |
| Messwerte | |
| Gleichlauf bewertet | 0,084 % |
| Solldrehzahl-Abweichung | 0 % |
| Rumpelstörabstand (bewertet) | |
| Mess-Schallplatte/-Koppler | 71/74 dB |
| Bewertung | |
| Kurzfazit | |
| Klang | Absolute Spitzenklasse |
| Klangpunkte (max. 70 Punkte) |
57 |
| Messwerte (max. 10 Punkte) |
8 |
| Praxis (max. 15 Punkte) |
10 |
| Wertigkeit (max. 10 Punkte) |
10 |
| Gesamturteil (max. 120 |
sehr gut 85 Punkte |
| Preis/Leistung | gut–sehr gut |
| getestet in Ausgabe: | 7/08 |
Kleines Spiel für zwischendurch


