pearl.de Bestseller NEU Beratungsvideo Schnäppchen Ausgezeichnet bewertet Pressestimmen Günstig beiwww.pearl.de onlne einkaufen
Testbericht

Röhrenvollverstärker Octave V 80

Testergebnis
58.0 Punkte
6800 EUR
Testverfahren: 1.0

stereoplay


Johannes Maier

18. Februar 2008

Röhrenvollverstärker genießen bei Leibhabern noch immer einen guten Ruf. Wie etwa der Octave V 80 für 6800 Euro, mit dem Firmenchef Andreas Hofmann der in diversen Verstärkern geübten Gegentakt-Ausgangsstufen-Technik nach über einjähriger Entwicklungszeit die Krone aufsetzen will.

Auf den ersten Blick ähnelt der V 80 noch dem bewährten, ebenfalls mit ­ingesamt vier KT-88-Endpentoden ­bestückten V 70 (1/04, 3900 Euro, 56 Punkte). Doch schon der zweite zeigt, dass der Neue eine dickere, mit eingefrästen Stufen versehene und Glasperlen-gestrahlte Frontplatte erhalten hat. Schließlich deuten zwei zusätzliche Knöpfe auf luxuriöse Funktionen hin: Der Schalter „Source/Tape/Front" bringt nicht nur einen Recorder ins Spiel, er aktiviert auch einen Extra-­Eingang mit fester Verstärkung, der die Front-Rechts/Links-Signale einer Surround-Vorstufe annehmen kann.


Bild vergrößern 937 357 http://img3.magnus.de/image-r937x356-C-2cf38a43-25179200.jpg Mit vorzüglichem Phono MC, Prozessor- und Tape-Schleife sowie Pre-Outs bietet der V 80 alle Anschlussmöglichkeiten. Profi-ICs desymmetrieren an den XLR-Eingängen ankommende Signale. © Julian Bauer
© Julian Bauer

Mit vorzüglichem Phono MC, Prozessor- und Tape-Schleife sowie Pre-Outs bietet der V 80 alle Anschlussmöglichkeiten. Profi-ICs desymmetrieren an den XLR-Eingängen ankommende Signale.

Via „Extern" und über entsprechende Ein- und Ausgänge lässt sich nunmehr auch ein Prozessor gleich welcher Art einschleifen. Schließlich ermöglicht „Bias" eine höchst komfortable Ruhestrom-Justage (über kleine Display­löcher zugängliche Präzisionstrimmer mitsamt einer gel­ben, grünen und roten LED pro Röhre). Röhren-Platzhirsche werden sich gleich mehrere Einstellungen vormerken – etwa intensiv Rot für einen eher brünftigen Ruhestrom. Oder Grün für den Alltag, was bei gemächlicherem Bias-Trott nicht so anmacht, aber längere Kolben-Lebenszeit garantiert.

Alleine schon der ausgefeilte Soft-Start, der beispielsweise dafür sorgt, dass die Röhren erst Hochspannung bekommen, wenn die Kathoden voll glühen, eröffnet langfristige Perspektiven. Ebenso die Eco-Funktion, die den Endröhren bei längeren Musikpausen galant den Strom abdreht, um sie bei Bedarf so automatisch wie sanft zu re­animieren.


Bild vergrößern 937 873 http://img4.magnus.de/image-r937x872-C-741eb8e0-25179197.jpg Vorstufe mit sechs Triodensystemen. Vier davon verstärken, je eines dreht zwecks Gegentaktansteuerung die Auslenkung um.Vorstufe mit sechs Triodensystemen. Vier davon verstärken, je eines dreht zwecks Gegentaktansteuerung die Auslenkung um. Die Großelkos verstecken sich nebst Einschaltverzögerung zwischen dem vergossenen Netztrafo und den Ausgangsübertragern. © Julian Bauer
© Julian Bauer

Vorstufe mit sechs Triodensystemen. Vier davon verstärken, je eines dreht zwecks Gegentaktansteuerung die Auslenkung um.Vorstufe mit sechs Triodensystemen. Vier davon verstärken, je eines dreht zwecks Gegentaktansteuerung die Auslenkung um. Die Großelkos verstecken sich nebst Einschaltverzögerung zwischen dem vergossenen Netztrafo und den Ausgangsübertragern.

„15 plus bei null Klangtoleranz" knurrte Hofmann bei diesen ersten Betrachtungen dazwischen, was nun aber nicht die Röhren, sondern die Haltbarkeits-Jahre des restlichen, gegen wahrlich alle nur erdenklichen Ernstfälle abgesicherten Verstärkers betraf.

Der Gipfel der Umsicht: Das Hauptnetzteil legte der Badener inklusive zweier Wicklungen und getrennter Siemens-Epcos-Elkobänke doppelt aus. Erst am Ausgang werden die relativ moderaten Spannungen zu hohen aufaddiert. „Wenn im Netzteil  was durchbrennt, fliegen andere Amps gern komplett in die Luft, meiner läuft einfach mit verminderter Kraft weiter." Und so kam Andreas Hofmann schließlich ins Schwärmen: „Für die selbstgewickelten Trafos des V 80 nehmen wir nicht nur extra dünne und besonders Magnetfeld-schlüssige Schweizer Kernbleche" (mit PMZ-Schnitt, 10/07). „Und wir ­haben für den Netz- und für die Ausgangs-Umspanner jetzt erstmals vorgeglühte, also noch bessere und teurere ausgesucht!“

Bei den Hörtests wusste sich aber nicht nur der teure A-Klässlervon KR, sondern auch schon der V 80 zu profilieren. Wo beim V 70 schon etwas verwackelte oder bei einem T.A.C. 60 (11/07, 56 Punkte) eine Feinheit im Dunst entschwand, spannte der V 80 völlig unbeirrt absolut weite, lichte Räume aus. Das Musikhören mit dem V 80 erinnerte an den Besuch in einem herrschaftlichen Anwesen. Edel-rein und wohlst proportioniert kamen begrüßende Frauenstimmen auf einen zu. Sonor, luftig, firnisglänzend wird ein Geigenspiel mit Stradivari gereicht. Kristallklar perlend die Läufe auf einem Steinway-Flügel. ­Aufrecht, sehnig, mal elastisch-­zügig, mal rabenschwarz: Auch im Bassstall siedelte Octave edelste Zucht an. Das alles war den Testern unterm Strich einen dicken Punkt Abstand zum V 70 wert.




Technische Daten und Testergebnisse

Allgemein  
Abmessung (B x H x T) 43,5 x 15,7x 40,0 cm
Gewicht 22,5 kg
Features  
Gattung (Rec. / Vollv.) Vollverstärker
Fernbedienung vorhanden ja
System-Fernbedienung/ lernfähig ja/nein
Frontplatte schwarz/silbern/champagner nein/ja/nein
Frontplatte andere Fb. nein
Muting ja(via FB)
Klangregler/abschaltbar nein/nein
Loudness nein
Monitorschalter nein
Aufnahmewahlschalter audio nein
Netzbuchsen geschaltet/ungeschaltet 0/0
Senderspeicher/Speicherautomatik 0/nein
Sendersp. mit aut. Sortierung nein
Anschlüsse  
Phono-Eingang MM/MC nein/nein
Eingänge Hochpegel Cinch/XLR 4/1
Digitaleingänge Cinch/XLR 0/0
Boxenausgänge A+B/schaltbar nein/nein
Kopfhörerbuchse ja
Pre-Out/Main-In 1/nein
Tape-Anschlüsse (ein/aus) 1
Prozessor-Eingang/-Ausgang ja/ja
Unity-Gain-Eingang nein
Pre-Out Subwoofer 0
Messwerte  
Sinusleistung Stereo 4 Ohm / 8 Ohm 66,0 W / 47,0 W
Musikleistung Stereo 4 Ohm / 8 Ohm 70,0 W / 48,0 W
Störabstand Line 96,0 dB(A)
Bewertung
Kurzfazit An fast allen Punkten total überarbeitete und auf die Spitze getriebene Neuausgabe der erfolgreichen Octave-Verstärker. Zum exzellenten Klang gesellt sich höchste Sicherheit und Langzeitbeständigkeit.
Klang Absolute Spitzenklasse
Klangpunkte Analog-In
(max. 70 Punkte)
58
Klangpunkte Netzwerk-In
(max. 70 Punkte)
0
Klangpunkte USB-In
(max. 70 Punkte)
0
Messwerte
(max. 10 Punkte)
7
Praxis
(max. 15 Punkte)
7
Wertigkeit
(max. 10 Punkte)
9
Gesamturteil
(max. 120
81 Punkte
Preis-Leistung sehr gut
getestet in Ausgabe: 3/07


Günstig bei www.pearl.de online einkaufen
Finden Sie Ihr Produkt

Schnellfinder

Sie wollen schnell einen Überblick gewinnen? Mit wenigen Klicks zum passenden Gerät!

Hier auswählen:

Handy-Tariffinder

Handyrechnung zu hoch? Hier finden Sie Ihren perfekten Handytarif.

Zum Tarifvergleich

Kleines Spiel für zwischendurch

Meistgelesen
1. Canon Powershot A1300

Die Canon Powershot A1300 ist eine Einsteigerkamera mit einer Besonderheit: Sie hat einen optischen Sucher.

2. AF-S Nikkor 2/200mm VR II G ED + Nikon TC20E III an Nikon…

Die gute Bildqualität, die das Nikon AF-S Nikkor 2/200 mm VR II G ED an der Nikon D7000 zeigt, wird durch den 2-fach Extender kaum beeinträchtigt.

3. Der Klempner auf dem Court

Nintendo bittet zum knallbunten Maskottchen-Match. Kein großes, aber unterhaltsames Tennis, wie sich im Test zeigt.

4. Samsung Galaxy S3 im Praxistest

Das Samsung Galaxy S3 ist da. Im ausführlichen Praxistest hat es in Sachen Performance die Konkurrenz an die Wand gespielt.