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Testbericht

stereoplay - Technik im Detail: Kein toter Winkel

stereoplay


Wolfram Eifert

11. Juli 2009

Die gleiche Winkeldifferenz zur Seite hat bei getrennten Nachbarchassis einen anderen Effekt als nach oben oder unten. Daher ist das Rundstrahlverhalten konventioneller Boxen ausgeprägt positionsabhängig, insbesondere bei größeren Winkeln relativ zur Box.


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Der Schlüssel zum Verständnis von Punktstrahlern oder Koaxialsystemen liegt in der weniger ausgeprägten Winkelabhängigkeit ihres Abstrahlverhaltens. Dabei geht es speziell um den Übergangsbereich, wo Mittel- und Hochtöner gemeinsam den Schalldruck bestimmen.

Bei der KEF erfolgt dieser Übergang bei 2500 Hertz, bei der Tannoy bei 1400. Piega macht keine Angaben, die Trennung dürfte aber bauartbedingt – Bändchen bevorzugen eine hochfrequente Ankopplung – über 3000 Hertz liegen. In jedem Fall handelt es sich um Bereiche höchster Ohrempfindlichkeit, die für die räumliche Darstellung und die Feindynamik von entscheidender Bedeutung sind.


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Sind Mittel- und Hochtöner wie bei herkömmlichen Boxen räumlich getrennt, so sind die Wegstrecken bis zum Ohr des Hörers zwangsläufig raumwinkelabhängig. Deshalb macht es einen deutlichen Unterschied, wo Hörer oder Messmikrofon sich relativ zur Box im Raum befinden. Die gleiche Winkeldifferenz zur Seite hat bei getrennten Nachbarchassis einen anderen Effekt als nach oben oder unten. Daher ist das Rundstrahlverhalten konventioneller Boxen ausgeprägt positionsabhängig, insbesondere bei größeren Winkeln relativ zur Box.


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Die Entwickler müssen sich notgedrungen entscheiden, für welchen (schmalen) Winkelbereich sie das Abstrahlverhalten optimieren. Außerhalb dieser Wohlfühlzonen sind Auslöschungen unvermeidlich, weil die Anteile benachbarter Schallquellen mal gleich- und mal verschiedenphasig ankommen.

Bei Punktstrahlern macht oben oder unten keinen Unterschied, die Energie fließt gleichmäßiger. Hier wirken Feinheiten wie Membranfläche und Geometrie oder auch Schallwandeffekte, die die Hersteller gut im Griff haben.




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