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Testbericht

Surroundlautsprecher-Set Klipsch RF RW 12d

stereoplay


25. März 2009

Das Surroundlautsprecher-Set RF RW 12d von Klipsch (3220 Euro) präsentierte sich sagenhaft lebendig, raumgenau sowie pegelfest und ist dank der Hornbauweise auch außerordentlich wattgenügsam.

Surroundlautsprecher-Set Klipsch RF RW 12d<BR>

Eine seitens der Hersteller gern genutzte Möglichkeit, sich von den Mitbewerbern sicht- wie hörbar abzusetzen, ist die durchgängige Verwendung von speziellen Bauformen im Chassisbereich, etwa von Bändchensystemen oder Air-Motion-Transformern.

Bei Klipsch ist dieses Merkmal seit jeher die Verwendung von Hörnern, deren Einsatz aus Platzgründen meist auf den Mittel- und Hochtonbereich beschränkt bleibt. Damit lässt sich, so die übrigen Chassis mithalten können, der Wattbedarf senken, verbunden mit einem vom Marktdurchschnitt abweichen­den Abstrahlverhalten, das den Produkten in Sachen Räumlichkeit und Klangfärbung eine eigenständige Note verleiht.

Surroundlautsprecher-Set Klipsch RF RW 12d
Bild vergrößern 708 1000 http://img3.magnus.de/Surroundlautsprecher-Set-Klipsch-RF-RW-12d-r708x1000-C-6ba278dd-12963303.jpg Der Woofer lässt sich bequem über ein kleines Display und Tipptasten steuern. © Julian Bauer
© Julian Bauer

Der Woofer lässt sich bequem über ein kleines Display und Tipptasten steuern.

Mit welcher Gründlichkeit der amerikanische Hersteller diese Charaktereigenschaften in über 60 Jahren kultiviert hat, zeigt ein Blick auf die Messschriebe der RF 82, die im Set als Frontlautsprecher den Ton angibt. Gute 90 Dezibel erwachsen aus 1 Watt Verstärkerleistung. Damit genügen dem fünfkanaligen Set in der Praxis schon Wattzahlen im einstelligen Bereich, um in jedem Mehrfami­lienhaus die Nachbarn auf den Plan zu rufen.

Das Mittelhochtonhorn ist der Homogenität wegen bei allen Bausteinen gleich; Gehäusevolumen wie auch Zahl und Größe der Basstreiber variieren hingegen. Den Subbass übernimmt ein langhubiger 32er im Woofer RW 12d, der sich komfortabel via Display und Tipptasten bedienen lässt. Den Bassreflexboliden speisen 825 Watt Impulsleistung aus einer hocheffizienten Class-D-Endstufe, somit auch hier klarste Ver­hältnisse.

Hochkonzentriert und mit unbändigem Schub durchpflügte das Klipsch auch die bösartigs­ten Aufnahmen, selbst die bei Boxenentwicklern gefürchtete Schlagzeugformation „Blue Man Group" (Virgin Records) tobte derart lebensecht und explosiv durch den Hörraum, dass einigen Kollegen das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht wich.

Nicht ganz so angetan waren die Tester von den feindynamischen und tonalen, sprich klangfarblichen Talenten des Sets, was zwar nur im direkten Vergleich mit subtiler aufspielenden Wettbewerbern (vorwiegend Canton und KEF) hörbar wurde, empfindsamen Naturen aber doch aufs Gemüt schlagen könnte. Räumlich war dagegen alles in Butter, hier war höchste Präzision angesagt.






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