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Testbericht

Surroundlautsprecher-Set Nubert nuBox 681 / CS 411 / DS 301 / 2x AW 991

stereoplay


Wolfram Eifert

26. März 2009

Surroundlautsprecher-Set Nubert nuBox 681 / CS 411 / DS 301 / 2x AW 991 (2740 Euro) ist eine prachtvolle, höchst solide Kombination mit zwei Woofern und Dipol-Rearspeakern mit höllisch kraftvollem sowie geschmeidigem Klangcharakter.

Surroundlautsprecher-Set Nubert nuBox 681 / CS 411 / DS 301 / 2x AW 991

Näherungsweise 2700 Euro für ein Boxenset eines Direktvermarkters ohne bundesweites Händlernetz, das riecht im ersten Moment nicht nach Schnäppchen. Doch die Reserviertheit weicht größtmöglichem Respekt, sobald das siebenteilige Nubert-Set vor der Tür steht.

Auf jeden Fall kann sich der Besteller am Tag der Lieferung den Gang ins Fitnessstudio sparen, denn wenn der Spediteur klingelt, gilt es Boxen mit einem Gesamtgewicht von 137 Kilogramm von der Haustür ins Wohnzimmer zu wuchten, die grundsoliden Verpackungen nicht eingerechnet.

Über ein Drittel davon geht auf das Konto der beiden Woofer vom Typ AW 991, die unter Kennern (Test in Heft 12/2007) längst als Geheimtipp gelten im Spannungsfeld aus Kaufpreis (Stück 599 Euro) und physikalischen Eckdaten.

Teil des Sets ist der einzige als Dipol- wie auch Direktstrahler einsetzbare Rearspeaker (DS 301) im Feld, dessen aufwendige Frequenzweiche den tonalen Charakter in beiden Betriebsarten konstant hält.

Das glatte Gegenteil von spielzeughaft sind insbesondere die Hauptlautsprecher vom Typ nuBox 681 mit je drei (!) fetten 22er-Basschassis und Schalldruckreserven, die auch im Stereobetrieb ohne Filterung und Wooferunterstützung jenseits von Gut und Böse liegen.

Als Schmankerl für alle nuBox-Freunde tragen die aktuell ausgelieferten Modelle, so auch der Center CS 411, einen verfeinerten Hochtöner mit verbessertem Rundstrahlverhalten.

Doch es gibt auch Dinge, auf die das bullige Set verzichten muss, speziell oberflächliche Dinge wie Echtholz, Klavierlack oder formvollendete Anschluss­terminals. Einmalig für die Preisklasse ist dagegen der akustische Aufwand. So sind sackteure, edelste Frequenzweichen mit einer branchenweit einmaligen Komplexizität verbaut, hinzu  kommen die praktischen Klangschalter zur Ortsanpassung.

Dass das nuBox-Set mit seinen gewaltigen Membranflächen gewaltigst rocken konnte, war schon im Vorfeld erwartet worden, kaum aber die Tatsache, wie hingebungsvoll ausgewogen, feinfühlig und dynamisch unangestrengt es zur Sache ging.

So waren die Tester noch Tage nach dem Test elektrisiert bei der Vorstellung, wie irrsinnig impulsstabil und einfühlsam der Siebenteiler brachialste Bass- und Grundtonwogen umherschleuderte, ohne sich zu verschlucken oder obenherum aggressiv zu werden. Eins ist sicher: Dieses Set steht nach Punkten klar an der Spitze.






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