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Testbericht

Surroundlautsprecher-Set Teufel Theater LT 6 THX Select

stereoplay


Wolfram Eifert

25. März 2009

Das Surroundlautsprecher-Set Teufel Theater LT 6 THX Select (3300 Euro) präsentiert sich in einer eigenständigen Form mit höchst wertiger Verarbeitung und klingt wunderbar filigran und doch basspotent.

Surroundlautsprecher-Set Teufel Theater LT 6 THX Select

Das Theater LT 6 des Berliner Multichannel-Spezialisten Teufel, der seine Produkte ausschließlich im Direktvertrieb anbietet, unterscheidet sich formal wie auch konstruktiv erheblich vom Wettbewerb.

Während die meisten Hersteller in der 3000-Euro-Liga nach wie vor eher stämmige Gehäuse aus Holzwerkstoffen bevorzugen, wagt Teufel beim LT 6 auf vielfachen Kundenwunsch sehr viel schlankere Abmessungen in Kombination mit einem großflächigen Einsatz von Aluminium.

Das LT 6 umfasst vier gleiche Säulen, die ohne den Sockel aus dunkelgrauem Granit ganze 16 Zentimeter schmal ausfallen, mit einer Höhe von 1,42 Meter jedoch ungewohnt hoch aufragen. Hinzu kommt ein querformatiger Center mit identischer ­Bestückung.

Die Gehäuse sind größtenteils aus dickwandigen Strangprofilen gefertigt, deren Stabilität und Anfassqualität die der ungleich dünnhäutigeren Einsteigermodelle von Teufel um ein Vielfaches übertrifft.

Darüber hinaus entspricht das LT 6 den für Sets dieser Art dieser Volumenklasse nicht so leicht einzuhaltenden  Vorgaben von THX Select, dessen Hintergründe und Details auf der Webseite von Teufel ausführlich erklärt sind.

Surroundlautsprecher-Set Teufel Theater LT 6
Bild vergrößern 800 1714 http://img3.magnus.de/Surroundlautsprecher-Set-Teufel-Theater-LT-6-r800x1714-C-6061f49e-12830549.jpg Die Rückseiten der Säulen sind wahlweise schwarz oder ahornfarbig. © Julian Bauer
© Julian Bauer

Die Rückseiten der Säulen sind wahlweise schwarz oder ahornfarbig.

Für die Boxen bedeutet dies sehr hohe Maximalpegel, ein Abstrahlverhalten mit weniger Diffusschall sowie eine bei 80 Hertz festgezurrte untere Grenzfrequenz aller fünf Lautprecher bei einer Flankensteilheit von 12 Dezibel pro Oktave.

Speziell der letzte Teil der Vorgaben ist für das LT 6 von zentraler Bedeutung. Die eindeutige Begrenzung des Bassbereichs, die vom Anwender via Speaker-Management bekräf­tigt werden sollte (siehe Handbücher), ist der Schlüssel für heimkinotaugliche Grundtonpegel aus ungewohnt kleinen Boxen.

Das angestrebte Abstrahlverhalten erreicht Teufel durch die distanzierte Anordnung der Tiefmitteltöner in Kombination mit einem weiteren, sehr kleinen Mitteltöner mit nur 80 Millimeter Durchmesser. Die Chassis sind Neukonstruktionen mit platzsparenden Magneten und penibel belüfteten Schwingsystemen.

Den Löwenanteil der Bassarbeit stemmt der zugehörige Woofer mit seinen zwei 25er-Bass­chassis und vorgeschalteten 700 Watt.

An Bassfülle und Tiefgang herrschte beim ­Teufel LT 6 nicht der geringste Mangel. Manch neugierig herbeigeilter Zaungast aus dem Umfeld der Redaktion wollte kaum glauben, welch ­unfasslicher Druck und überragende Grundtonklarheit den grazilen ­Säulen im Verbund mit dem zugeordneten Subwoofer gelang.

Die anfängliche Skepsis wich wachsender ­Begeisterung für eine ­unglaublich schmierfreie und transparente Darstellung, die in der Summe ein wenig schlanker geriet als bei den anderen, für manchen Geschmack schon arg bulligen Sets der Wettbewerber.

Die schlackenlose, keineswegs unterkühlte Ansprache war auch bei Musikvideos auf Blu-ray ein Hochgenuss, dem ­sogar Skeptiker großen Respekt zollten. Für ­Designfreunde steht die Entscheidung damit fest, denn das Teufel LT 6 ist auf seine Art definitiv konkurrenzlos.






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