Testbericht

Universalplayer NAD T 585


Hans-Ulrich-Fessler

15. November 2007

Der Universalspieler NAD T 585 für 1200 Euro ist auf  Klang gezüchtet. Kommen dabei seine Videoqualitäten zu kurz? 

Der Name NAD steht für besten Klang zu kleinem Preis. Dass es der Universalplayer T 585 (1200 Euro) ernst meint mit exzellenter Musikwiedergabe, verrät schon seine Halbleiterbestückung. Den SACD-Datenstrom befreit ein neuer Decoder von Sony vom Kopierschutzballast. Die für die Musikwiedergabe relevanten Bits bringt ein 52-­beiniger Baustein von Burr-Brown mit insgesamt acht integrierten D/A-Konvertern in die Analogwelt. Sechs davon verwendet der NAD für Surround, die restlichen zwei münden in einem zusätzlichen Stereo-Ausgang. Alle Kanäle sind lautstärkeregelbar.

NAD T 585 Rückansicht
© Julian Bauer

Verfügt über Extra-Stereoausgänge und eine VGA-Buchse zum Anschluss eines Computermonitors: NAD T 585 mit HDMI (Version 1.1) und Triggerausgang zum Ferneinschalten von Endverstärkern.

Behandelt der T 585 mit eigens für HiFi entwickelten, rausch- und verzerrungsarmen Operationsverstärkern die analogen Tonsignale äußerst pfleglich, kümmert er sich geradezu vorbildlich um bestes Video. Für Progressive Scan und das Hochrechnen der originären Zeilenzahl auf die maximale Auflösung des Anzeigegeräts holten sich seine Entwickler Extra-Halbleiterunterstützung von Genesis, einem führenden Hersteller von Bildprozessoren. Bei der Videokonvertierung benutzt NAD ebenfalls nicht die im zentralen DVD-Prozessorchip integrierten Wandler, sondern setzt separate von Analog Devices mit höherer Auflösung ein. Sie rechnen sogar das Videosignal für einen Computerbildschirm passend um (VGA-Auflösung).

Mit zwei Einschränkungen muss der NAD-Anleger leben: Sein HDMI 1.1 überträgt das SACD-Digitalsignal nicht 1:1, sondern in niederwertigerem PCM-Format; und mit DTS codierte Tonsignale gibt er nur digital heraus.

Dafür entschädigte der T 585 schon bei Zweikanal-Musik von CD mit völlig relaxten, schlackenfreien Darbietungen. Toll, wie der T 585 Gesangsstimmen von den Begleit­instrumenten abhob, wie er sie hörbar im Raum verklingen ließ. Jede Art von Konzertsaal baute er ausgesprochen glaubwürdig auf.

Bei der Surroundprüfung war dem NAD ein lückenlos geschlossenes, völlig stressfreies und unaufdringliches Klangbild wichtiger als abgrundtiefe Basswiedergabe. Mit seiner sehr feinen, realistisch räumlichen Wiedergabe von SACD und DVD-A steht er sogar konkurrenzlos günstig da. Aber so exzellent seine Tonqualitäten auch sind: ­Seine Videokünste überzeugen nicht minder.



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