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Vollverstärker mit iPod-Dock: Peachtree iNova
„Zurück in die Zukunft“ lautet das Motto beim Vollverstärker Peachtree iNova (1800 Euro), der auf smarte Weise Retro-Look mit Connectivity verbindet.
Der Peachtree iNova hat unbestritten das Zeug zum Kultobjekt: Mit seinem Holzgehäuse im Softline-Look und einer sanft glimmenden Röhre im Schaufenster auf der Frontblende kommt er daher wie aus einem Raumschiff anno 1967. Hinter dem Flower-Power-Outfit steckt jedoch ein recht zukunftsorientiertes Ausstattungskonzept.
Bei Aktivierung erstrahlt die Vorstufenröhre in sanftem Blau – für den Kopfhörer-Ausgang ist sie hingegen permanent in Betrieb.
Trotz seiner kompakten Abmessungen besitzt der iNova viele analoge und digitale Anschluss-Optionen, die ihn nicht nur als Verstärker-Zentrale für die Zweitanlage interessant machen.
Die D/A-Wandlerplatine ist mit dem edlen Sabre ES 9016 S von ESS bestückt (Bildmitte oben). Seine Stärken: hohe Dynamik und eigene Jitterkompensation.
Koexistenz von Röhre und High-Tech-Chips
Pegelanstieg bei niederohmiger Last wg. negativem Ausgangswiderstand
auf das Schaltungskonzept des in stereoplay 4/10 getesteten Peachtree iDecco: Auch der iNova versorgt die Lautsprecher über zwei mit separaten Leistungstransistoren aufgestockte Endstufen-Chips vom Typ TDA 7293, die von einer geregelten Stromversorgung gespeist werden.
Gleichmäßig verlaufende Klirrkomponenten, bei „Tube“ dominiert k2; tadelloses Lastwechselverhalten
Im Hörtest zeigte sich der iNova als sehr angenehmer Musikant, der eher auf harmonische Klänge als auf größtmögliche Transparenz abzielt. Details verschluckte er aber beileibe nicht. Schön locker, bewegt, angenehm fließend, zeichnete er ruhige musikalische Linien, statt wie wild den Instrumenten hinterherzuhecheln. Im Vergleich zum iDecco spielte er deutlich konturierter, farbenprächtiger, geordneter, spürbar dynamischer und mit größerer Autorität. Insgesamt bot er eine bewegtere Performance. Pianosaiten schwangen spürbarer aus, und auch feines Percussion-Gerassel schälte der iNova stärker heraus – das klang schon richtig nach Musik.
Da störte es auch nicht, dass der Marantz PM7004 noch eine Winzigkeit klarer und freier spielte. Zu Höchstform lief der iNova auf, wenn er per USB mit 24/96-Kost versorgt wurde. Da ging dann echt die Post ab – so mit „The Chain“ von Fleetwood Mac. Beim Hinzuschalten der Röhre rückte der iNova noch einen Tick näher an den Interpreten, ohne jedoch die Unmittelbarkeit des Marantz PM 7004 ganz zu erreichen. Dennoch stellte die Röhre in Sachen Leuchtkraft durchaus eine klangliche Bereicherung dar.
Kleines Spiel für zwischendurch


