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Testbericht

Vollverstärker Onkyo A 9355

Testergebnis
37.0 Punkte
370 EUR
Testverfahren: 1.0

stereoplay


Dalibor Beric

18. September 2007

Der audiophile Weg, den Onkyo seit ein paar Jahren wieder beschreitet, zeigt sich beim A 9355 (500 Euro) durch einen für diese Preisklasse recht aufwendigen, mit diskreten Einzeltransistoren bestückten MM-Phonokreis.

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Auch der Pure-Direct-Schalter, der nach Eingangswahl (durch einen IC-Schalter) und Lautstärkeregelung das Signal so kurz wie möglich an Klangreglern und Loundness vorbei zur Endstufe schleift, passt da ins Bild.

Onkyo A 9355 Det1
Bild vergrößern 937 710 http://img1.magnus.de/Onkyo-A-9355-Det1-r937x709-C-4a1dd085-12851301.jpg Der aufwendig mit diskreten Einzeltransistoren bestückte Phonobereich des A 9355 besitzt praxisgerechte Eingangswerte. Die Endstufe ist als Energie sparender Impulsserienverstärker ausgeführt. © Julian Bauer
© Julian Bauer

Der aufwendig mit diskreten Einzeltransistoren bestückte Phonobereich des A 9355 besitzt praxisgerechte Eingangswerte. Die Endstufe ist als Energie sparender Impulsserienverstärker ausgeführt.

Diese ist als effektiver Impulsserien-Verstärker aufgebaut. Dabei setzen die Japaner auf Pulsweiten-Modulation: Das analoge Musiksignal wird mit der üblichen Taktfrequenzrate von 400 Kilohertz in unterschiedlich breite Impulse verwandelt, Schalttransistoren verstärken sie, und ein Filter am Ausgang wandelt sie in ein analoges Signal zurück. Dies hat den Vorteil, dass sehr wenig Verlustleistung auftritt und dadurch die Wärmeentwicklung gering bleibt. Angesichts des Preises versteht sich aber, dass die Endstufe nicht so aufwendig aufgebaut ist wie etwa beim größeren Bruder A 9755 (Test 3/06). Die eher mäßige Anfassqualität ist aber auch in dieser Preisklasse kritisierenswert.

Im Hörtest schlug sich das Phonoteil des Onkyo A 9355 gut. Offen, spritzig und mit musikalischem Schwung gefiel es den Testern recht gut. Im Vergleich zum CD-Eingang zeigte es eine leichte Schwäche in den Mitten, wodurch es ein wenig körperloser klang, sodass beispielsweise die Stimme von Johnny Cash („One" auf „American III Solitary Man“) etwas von ihrer Sonorität verlor.

Ein weiträumiges Panorama bildete der Onkyo A 9355 auch mit dem Naim Audio CD 555 Cd-Spieler ab. Doch wie im Phono-Durchgang klang er auch bei CD ein wenig schlank. Daher wirkten Streicher zwar sehr seidig, doch es fehlte ein wenig vom typischen Holzklang der Resonanzkörper. Dafür ließ er die Musiker präzise zusammenspielen und brachte auch komplexe Passagen genauestens durchhörbar.

Stärken:

+ Ordentlicher Phono-Eingang

+ Präziser, weiträumiger Klang

Schwächen:

- Etwas fahle Klangfarben

- Kein Front-Eingang für mobile Geräte




Technische Daten und Testergebnisse

Allgemein  
Abmessung (B x H x T) 43,5 x 12,4x 35,5 cm
Gewicht 7,3 kg
Features  
Gattung (Rec. / Vollv.) Vollverstärker
Fernbedienung vorhanden ja
System-Fernbedienung/ lernfähig nein/nein
Frontplatte schwarz/silbern/champagner ja/ja/nein
Frontplatte andere Fb. nein
Muting ja(via FB)
Klangregler/abschaltbar ja/ja
Loudness nein
Monitorschalter ja
Aufnahmewahlschalter audio nein
Netzbuchsen geschaltet/ungeschaltet 2/0
Senderspeicher/Speicherautomatik 0/
Sendersp. mit aut. Sortierung
Anschlüsse  
Phono-Eingang MM/MC ja/nein
Eingänge Hochpegel Cinch/XLR 3/0
Digitaleingänge Cinch/XLR 0/0
Boxenausgänge A+B/schaltbar ja/ja
Kopfhörerbuchse ja
Pre-Out/Main-In 0/nein
Tape-Anschlüsse (ein/aus) 2
Prozessor-Eingang/-Ausgang nein/nein
Unity-Gain-Eingang nein
Pre-Out Subwoofer 0
Messwerte  
Sinusleistung Stereo 4 Ohm / 8 Ohm 74,0 W / 49,0 W
Musikleistung Stereo 4 Ohm / 8 Ohm 84,0 W / 49,0 W
Störabstand Line 104,0 dB(A)
Bewertung
Kurzfazit Der Digitalverstärker Onkyo A 9355 präsentiert sich klanglich ein wenig schlank. Dfür besticht er mit sehr weiträumigem Panorama und feinem Hochton.
Klang Obere Mittelklasse
Klangpunkte Analog-In
(max. 70 Punkte)
37
Klangpunkte Netzwerk-In
(max. 70 Punkte)
0
Klangpunkte USB-In
(max. 70 Punkte)
0
Messwerte
(max. 10 Punkte)
7
Praxis
(max. 15 Punkte)
7
Wertigkeit
(max. 10 Punkte)
6
Gesamturteil
(max. 120
57 Punkte
Preis-Leistung gut
getestet in Ausgabe: 10/07


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