stereoplay


Johannes Maier | Profil | Kontakt

31. August 2010
Kombitest: Vor-/Endstufen-Kombi Ayre KX-R, Ayre MX-R Bild vergrößern 937 937 http://img2.magnus.de/Kombitest-Vor-Endstufen-Kombi-Ayre-KX-R-Ayre-MX-R-r937x937-C-e2a604d3-35172365.jpg
Kombitest

Vor-/Endstufen-Kombi Ayre KX-R, Ayre MX-R

Das ganz große Vor/End-Set von Ayre bringt nicht ­wegen seiner schweren Vollaluminium-Gehäuse Durchschlagskraft mit, sondern wegen seiner Klangideologie.

Ayre-Chef Charles Hansen, der keinen Hehl daraus macht, dass er Gegenkopplungs-Schleifen in Verstärkern trotz fehlender hieb- und stichfester Begründung grundsätzlich ablehnt, stößt hierzulande auf Widerspruch. In den USA dagegen darf der gelernte Physiker gerne seine unkonventionellen Überzeugungen äußern, ohne dass er gleich als Wahrheits-Ignorant dasteht.

So weist er auf die „time domaine performance" und auf mögliche Zeitfehler ungünstig konstruierter Verstärker hin. Dazu wörtlich in einem Interview mit ­Shane Buettner im Audio-Perfectionist Nummer 10, 2003: „Adding feedback seems to overemphasize the leading edge of transients." Vorsichtig interpretiert meint er, dass langsamere Gegenkopplungs-Schleifen unter Umständen die Übertragung einer Impulsfront stören, ergo in etwa Ähnliches, was in stereoplay 1/10 bei den neuen Messungen steht.

Fazit

Ohne (Ayre) oder mit sehr viel (Thorens) Gegenkopplung – der Test zeigt, dass sich mit beiden Prinzipien fantastische Verstärker bauen lassen. So vertrauen die Tester der wundersam impulsiv-lebendigen Thorens-Vorstufe TEP 3800 weiterhin das Referenz-Amt an. Dass die Ayre-Monoblöcke gewannen, hat vielerlei Gründe. Dass sie Impedanzschwankungen besser wegstecken, verdanken sie aber sicher auch dem Verzicht auf Feedback.



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