stereoplay


22. April 2010
Vergleichstest: In-Ear-Kopfhörer 50 bis 450 Euro Bild vergrößern 500 500 http://img2.magnus.de/In-Ear-Kopfh-rer--r500x500-C-17d4e7bf-19391846.jpg
Vergleichstest

In-Ear-Kopfhörer 50 bis 450 Euro

In-Ear-Hörer sind klanglich echte Aufreißer, wie dieser Test beweist.

Gegen Knopf-Kopfhörer gibt es bei Audiophilen noch mehr Vorbehalte als gegen übliche Kopfhörer an sich. Sie seien gerade mal gut genug für Jugendliche, die sich auf der Straße ihre schlechten MP3- Files reinziehen. Doch wie alle anderen stimmt auch dieses Vorurteil nur bedingt. Schließlich stammen diese Hörer von Hörgeräten ab, und da hat sich in den letzten Jahren viel getan. So entstanden immer kleinere und gleichzeitig klirr ärmere Hochleistungs-Druckkammertreiber. Heutige Hörgeräte haben nichts mehr gemein mit
den klobigen, schlecht klingenden Ohrstöpseln, die wir noch vom Opa kennen. Dasselbe ist bei In-Ear-Musikstöpseln zu vermelden, wie die ses Testfeld von 16 Kandidaten zwischen 50 und 450 Euro bewies.

Da aber solche Knöpfe direkt im Gehörgang sitzen, wodurch die Dichtigkeit stark den Frequenzgang beeinflusst, ist die Passform entscheidend. Schon ein leichtes Verrutschen in der Ohrmuschel eines an sich sehr guten Hörers kann zu einem katastrophalen Klangergebnis führen. So ist es löblich, dass alle Testkandidaten mindestens drei verschieden große Anpassungsstücke mitgeliefert bekommen, und stereoplay empfiehlt dringlich, alle durchzuprobieren, um das individuell beste Klangergebnis zu erreichen. In diesem Zusammenhang sind vor allem die glatten Shure-Schaumstoffpads zu loben. Sie lassen sich zusammendrücken, in den Gehörgang einführen und weiten sich nach ein paar Sekunden aus, wodurch der Hörer ohne großen Druck und dennoch luftdicht im Gehörgang sitzt.

Manche Stöpsel dürfen auch etwas lockerer arbeiten: Beim Bose In Ear erzielten die Tester
die besten Klangergebnisse, wenn er einen minimalen Druckausgleich besaß, was man einfach dadurch bewerkstelligt, dass man statt des luftdicht schließenden Pads den
nächstgrößeren nimmt.

Bei In-Ear-Hörern können Standard-Messverfahren unrealistische Frequenzgänge vortäuschen (und zu falschen Testergebnissen verleiten). stereoplay entwickelte deshalb für die „Ladykillers“ eine neue, praxisgerechte Messung.



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