stereoplay


19. September 2009
Vergleichstest Kompakt-Lautsprecher GamuT El Superiores 3, Magico Mini II, Isophon Odessa, Vienna Acoustics Kuss Bild vergrößern 500 500 http://img4.magnus.de/Vornehme-Kompaktboxen-mit-bestm-glichen-Zutaten-kosten-leicht-ein-Verm-gen-Der-Lohn-sind-Klangbilder-von-maximaler-Sch-nheit-und-Rasse--r500x500-C-c53bb9e9-16109457.jpg

Vergleichstest Kompakt-Lautsprecher GamuT El Superiores 3, Magico Mini II, Isophon Odessa, Vienna Acoustics Kuss

Vornehme Kompaktboxen mit bestmöglichen Zutaten kosten leicht ein Vermögen. Der Lohn sind Klangbilder von maximaler Schönheit und Rasse.

Während Otto Normalverbraucher vielfach die Augen­brauen hebt, wenn er mehr als 199 Euro für eine Musikanlage hinblättern soll, sind bekennende Audio­phile in Sachen Finanzen bisweilen fast schmerzfrei. Einmal vom Virus des guten Tons befallen, stecken Kenner, wenn es sich klanglich lohnt, klaglos fünfstellige Summen in ein Pärchen Kompaktboxen.

Ob solche Beträge moralisch vertretbar sind, darüber lässt sich streiten. Tatsächlich ist die Nachfrage nach HiFi-Bausteinen der Luxusklasse selbst in der Krise stabil, auch gibt es eine wachsende Zahl interessanter Produkte. Ansonsten gilt: Kaufen will gut überlegt sein, Schwelgen und Träumen geht immer. Vier Lustobjekte der kompakten Art hat stereoplay analysiert, sie kosten inklusive maß­gefertigter Ständer zwischen 8000 und 37 000 Euro.Doch was bewegt Hersteller, so vergleichsweise kleine Schallwandler derart aufwendig zu gestalten, dass sie am Ende teurer sind als viele Standboxen mit höheren Bass- und Pegelreserven? Es ist die leichtere Beherrschbarkeit kleinerer Gehäuse und die Erfahrung, dass das Züchten exorbitanter Pegelreserven oftmals zu Lasten anderer Eigenschaften geht. Lassen Sie sich verführen: von GamuT, Magico, Isophon und Vienna Acoustics.

Fazit

Es war wieder einmal absolut faszinierend, den enormen Zugewinn an Definition und Emotionalität zu erleben, den höchst aufwendige Gehäuse und bis ins Letzte selektierte und ausgesuchte Bauteile mit sich bringen. Technisch versierten Lesern dürfte dabei nicht entgangen sein, dass die Schalldruck­kurven speziell der Vienna nicht so linear ausfallen wie gewohnt. Dieser Konflikt zwischen Messen und Hören ist den Herstellern durchaus bewusst. Aber lineare Frequenzschriebe sind ja auch nur eine von mehreren Forderun­gen an gute Lautsprecher.

Mein Favorit wäre dennoch die lineare und traumhaft „schön" klingende Magico. Auch die impulsive GamuT empfinde ich als rundum gelungen. Die vollmundige Vienna wäre mir bei allem Charme zu eigenwillig. Der eigentliche Hit ist – auch preislich gesehen – die grazile Isophon. Wegen ihres entsprechend zier­lichen Basses spielt sie ­allerdings nur in kleineren Räumen wirklich perfekt.



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